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    Sprendlingen

    Von Fastnachtslaunen, Mülltonnen und einer Fahrt im Eiskanal

    Was aus einer Fastnachtslaune alles werden kann! Zum Beispiel ein rheinhessisches Bob-Team.Kein Teaser vorhanden

    Erleichtert
    Legendäre Herkunft: Olympiasieger Christoph Langen, heute Bob-Bundestrainer, raste einst mit dem Rheinhessen-Bob durch den Eiskanal.
    Foto: dpa

    Als solches wollte der Skiclub Pfaffen-Schwabenheim eigentlich nur bei einigen Umzügen mitmachen. "Wir haben zuerst ein Modell aus Pappmaschee gebaut", erinnert sich Jürgen Geil an die Anfänge. Doch das erwies sich als zu instabil. Im Internet wurde die Truppe dann fündig: "Da gab es plötzlich einen Bob zu kaufen." Wie teuer der war? Das will Geil nicht genau sagen. Aber ein kleiner Kleinwagen stecke schon drin.

    Unterschriften der Legenden

    Und wie sich später herausstellte, war es nicht irgendein Gefährt: "Das ist der Bob von Olympiasieger Christoph Langen", sagt Peter Marxen stolz: "In einer der Fernsehreportagen über uns hat er ihn wiedererkannt." Und aus dieser Zeit rühren auch die Unterschriften auf der Haube: Langen selbst und die Rodlerlegende "Schorsch" Hackl haben sich da verewigt.

    Tja, und nach der Fastnachtskampagne war der Bob immer noch da. "Wir haben uns dann gedacht, dass der viel zu schade ist, um nur bei Umzügen benutzt zu werden", erinnert Marxen. Das technische Verständnis der künftigen Bobfahrer regte sich: Statt Kufen müssten es auch Rollen.

    Sagenhaftes Gefühl im Eiskanal

    Gesagt getan, die ersten stammten von einer Mülltonne. Das ging allerdings gar nicht, weshalb zwischendurch auch eine Bremshydraulik der Fachhochschule Bingen getestet wurde: "Doch das war zu schnell und zu schwer. Die Fahreigenschaften waren schlecht", sagt Heil. Die Bremse haben die Jungs dann kurzerhand selbst gebaut.

    Den ersten Auftritt absolvierte das Team Heil/Marxen dann in einem Zweierbob. Und zwar auf echtem Eis. Bei der Bob-Senioren-EM in Igls im März 2007 sind die Rheinhessen nur knapp an der Qualifikation gescheitert - Sturz inklusive. "Aber jetzt waren wir richtige Bobfahrer. Es war ein sagenhaftes Gefühl im Eiskanal", sagte Marxen. Den Zweierbob hatten die Jungs zwischenzeitlich auch gekauft.

    Hoffen auf viele Zuschauer

    Sagenhaft war auch das Gefühl bei der ersten WM im Sommer. 2500 Zuschauer waren dabei: "Die Bobfahrer fanden das unglaublich", so Marxen. Am Eiskanal stehen nur wenige Menschen. Und bei der 2. Sommerbob-WM im August soll sich das nun wiederholen. bar

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    Mainzer Rhein-Zeitung
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