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Rheinhessen

Secondhand-Häuser liegen in Rheinhessen voll im Trend

Alles, was entlang der Achsen Worms, Alzey, Nieder-Olm, Mainz sowie Bingen und Ingelheim liegt, hat eine gute Zukunft vor sich. Das meint zumindest Gerhard Reiss. Der Alzeyer Immobilienmakler ist im Vorstand des IVD West des Immobilienverbandes Deutschland. Und er kennt sich aus in Rheinhessen.

Rheinhessen – Alles, was entlang der Achsen Worms, Alzey, Nieder-Olm, Mainz sowie Bingen und Ingelheim liegt, hat eine gute Zukunft vor sich. Das meint zumindest Gerhard Reiss. Der Alzeyer Immobilienmakler ist im Vorstand des IVD West des Immobilienverbandes Deutschland. Und er kennt sich aus in Rheinhessen.

Die Dörfer in dem Landstrich werden in den nächsten Jahren nicht aussterben, meint er. Und auch nicht überaltern. "Es gibt mehr Nachfrage als Häuser derzeit", sagte er im Gespräch mit der MRZ. Und das wird auch so bleiben. Das Rhein-Main-Gebiet und sein Speckgürtel seien künftig weiter interessant, sowohl für Bauwillige, als auch für Menschen, die den Kauf von Wohnraum als Investition betrachten. Bei beiden Gruppen geht der Trend nach oben, wobei die Eigennutzer mit 90 Prozent klar in der Mehrheit sind.

Laut Reiss sind zwei Trends erkennbar: Zum einen wollen die älteren Menschen ihre großen Anwesen auf dem Land verlassen und lieber in kleinere Wohnungen oder Häuser in den Zentren auch der kleinen Städte ziehen. Dadurch gibt es viel Bedarf an gut erreichbarem, barrierefreien Wohnraum – der aber vom Angebot nicht gedeckt werden kann.

Zum anderen zieht es junge Familien weiterhin aufs Land. Und die kaufen dann gerne die Häuser der gerade verzogenen Senioren. "Secondhand-Häuser sind sehr begehrt", sagt Reiss. Wenn sie denn in Schuss sind. Denn viel sanieren wollen die Wohnraumsuchenden nach Reiss' Erfahrung heutzutage nicht mehr: "Die Leute haben den ganzen Tag Stress und wollen abends ihre Ruhe haben."

Es gibt genügend Bauland in den Dörfern, sagt Reiss weiter. Aber dennoch zu wenig Wohnraum. Neubauten sind so gut wie ausverkauft. Und auch Wohnungen in Mehrfamilienhäusern seien rar. Da ist in der Krise wenig gebaut worden, in dem Markt gebe es noch wenig Bewegung. Der Grund: Die Bauträger seien in den schlechten Zeiten zurückhaltend gewesen. "Und viele haben sich auch wegrationalisiert."

Jetzt müssten die übrig Gebliebenen so langsam wieder in die Gänge kommen. Aber die Entwicklung von Projekten sei jetzt schwieriger als vor dem Bankencrash: Schon in der Projektphase müsste ein Großteil der Wohnungen so gut wie verkauft sein, damit die Bank überhaupt erst in eine Finanzierung einsteigt. Dieses Problem gebe es auch bei privaten Hausbauten: "Früher waren 20 Prozent Eigenkapital genug. Heute erwarten die Banken 40 Prozent." Die Grundstückspreise im Mainzer Umland sind laut Reiss aber stabil. Und bleiben dies auch in nächster Zeit. Erst wenn das Bauland knapp werde, sei mit einer Veränderung zu rechnen. Fest steht für Reiss: Der Immobillienmarkt hat auch in Rheinhessen die Krise überwunden. Bardo Faust

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