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    Opel-Sorge: Soll Rüsselsheim für Bochum bluten?

    Mainz/Rüsselsheim – Neue Berichte über einen drohenden Job-Abbau bei Opel lassen auch in Mainz und Rheinhessen wieder Tausende von Beschäftigten mit Bangen nach Rüsselsheim schauen. Dort sollen bis zu 850 der 15 000 Arbeitsplätze in Gefahr sein.

    Opel
    Das Opelwerk in Bochum ist von einer Teilstilllegung bedroht.
    Foto: Martin Schutt – DPA

    Mainz/Rüsselsheim – Neue Berichte über einen drohenden Job-Abbau bei Opel lassen auch in Mainz und Rheinhessen wieder Tausende von Beschäftigten mit Bangen nach Rüsselsheim schauen. Dort sollen bis zu 850 der 15 000 Arbeitsplätze in Gefahr sein – und zwar in Opels technologisch-kreativem Herzstück, das bisher als Lebensversicherung für den Stammsitz gilt. Opel-Mutterkonzern GM will angeblich die zentrale Fertigungsplanung, den Prototypenbau und Teile des Werkzeugbaus aus Rüsselsheim abziehen. Sie sollen an Fremdfirmen vergeben oder zu Opel in Polen verlagert werden.

    Die mutmaßlichen GM-Pläne wurden im Zuge der seit Monaten andauernden Verhandlungen über das Sanierungsprogramm für den immer verlustreichen US-Autokonzern bekannt, die nach dem Willen von GM-Vizechef Steve Girsky bis Monatsende abgeschlossen sein sollen – also bis Donnerstag.

    Dabei geht es darum, dass GM das beschlossene Aus für Bochum von Ende 2014 auf 2016 verschiebt und zwei Jahre lang eine Transfergesellschaft finanziert, um möglichst viele der 4000 nordrhein-westfälischen Opelaner wieder in Lohn und Brot zu bringen. Womöglich spielen im Verhandlungspoker die Sparpläne für Rüsselsheim als Kompensationsgeschäft eine Rolle.

    Weder die Opel AG, noch der Betriebsrat oder die IG Metall wollten sich gestern auf MRZ-Nachfrage äußern. "Wir haben uns auferlegt, dass wir aus den Verhandlungen nicht berichten", sagte Opel-Pressesprecher Ulrich Weber.

    Zur gleichen Zeit wird in Rüsselsheim über die Wiedereingliederung eines früheren Unternehmensteils mit rund 250 Arbeiternehmern verhandelt. Opel will einen Bereich seiner IT-Dienstleistungen zurückholen, die 1985 über die GM-Ausgründung EDS aus dem Konzern herausverlagert worden waren. 2008 kaufte der US-Konzern Hewlett Packard EDS, die "Enterprise Services" beschäftigt bislang 1100 Mitarbeiter in Rüsselsheim. Doch HP, ebenfalls tief in den roten Zahlen, streicht weltweit 29 000 Stellen und will in Rüsselsheim bis Ende Oktober dicht machen.

    Nach Auskunft von Martin Sperber-Tertsunen, Gewerkschaftssekretär der IG Metall, soll der einstige Opel-IT-Bereich zwischen Mitte März und April zu Opel zurückkehren. Aber angesichts der Nachrichten über drohende Ausgliederungen "haben die Mitarbeiter jetzt Fragezeichen in den Augen", so Sperber-Tertsunen. Claudia Renner

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