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    Noch drei Säuretanks – "Waldhof"-Bergung bald abgeschlossen Loreley

    Die Bergung des gekenterten Tankers "Waldhof" rückt näher. Heute soll zumindest damit begonnen werden, die restlichen drei mit Schwefelsäure befüllten Tanks des Rhein-Havaristen zu leeren. Danach soll das Schiff dann zügig aus der Fahrrinne gebracht werden.

    St. Goarshausen - Die Bergung des gekenterten Tankers "Waldhof" rückt näher. Heute soll zumindest damit begonnen werden, die restlichen drei mit Schwefelsäure befüllten Tanks des Rhein-Havaristen zu leeren. Danach soll das Schiff dann zügig aus der Fahrrinne gebracht werden.

    Das Schiff hatte vor der Havarie am 13. Januar bei St. Goarshausen rund 2400 Tonnen der Chemikalie geladen, 900 Tonnen davon soll es über Ventile verloren haben. Das Ablassen war nötig geworden, weil das auf der Seite liegende Tankschiff nach dem ersten Abpumpen auseinanderzubrechen drohte.

    Experte: Minimale Beeinträchtigungen durch Säure im Rhein

    Das Ablassen von Schwefelsäure aus dem gekenterten Tankschiff "Waldhof" bringt nach Einschätzung des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) nur minimale Beeinträchtigungen für den Rhein mit sich. "Wir haben derzeit so viel Wasser im Rhein, dass sich das sehr schnell verdünnt", sagte BUND- Flussexperte Winfried Lücking am Dienstag in Berlin.

    Schon nach etwa zehn Metern verflüchtige sich die Chemikalie. Sollte das Schiffswrack allerdings auseinanderbrechen und die Säure auf einen Schlag in den Rhein gelangen, könnte es zu einer "echten Umweltkatastrophe" kommen. "Das würde alles verätzen", sagte Lücking. Auf mehreren hundert Metern würden damit alle Lebewesen vernichtet.

    Das Schiff hatte vor der Havarie am 13. Januar bei St. Goarshausen rund 2400 Tonnen der Schwefelsäure geladen, rund 900 Tonnen davon soll es bereits über Ventile verloren haben. Am Montag war erstmals Säure kontrolliert in den Rhein abgelassen worden, weil sich der Schiffsrumpf nach dem Entleeren eines Tanks leicht verbog und die Einsatzleitung ein Auseinanderbrechen des Wracks befürchtete.

    Messungen hatten bestätigt, dass das Wasser nach dem Einleiten der Schwefelsäure nur vorübergehend leicht sauer wurde. "Fische haben ganz sensible Sensoren und können der Säure ausweichen", sagte BUND-Experte Lücking. Nur für einen Fisch, der zufällig direkt am Schiff entlang schwimmt, sei das Einleiten der Chemikalie verhängnisvoll. "Der hat dann wirklich Pech gehabt." Nach Angaben der Einsatzleitung wurden maximal 80 Tonnen der ätzenden Säure pro Stunde in den Rhein abgelassen, was zwölf Litern pro Sekunde entspricht. Derzeit fließen pro Sekunde etwa 1,6 Millionen Liter Wasser den Strom hinunter.

    Schwefelsäure wird als schwach wassergefährdend eingestuft, beim Mischen mit Wasser entstehen allerdings hohe Temperaturen. Auch am Dienstag wurde wieder Säure aus einem Tank der "Waldhof" in den Rhein abgelassen, parallel dazu pumpten Experten einen Teil der Chemikalie aus einem weiteren Tank in ein Spezialschiff.

    Solange es ein kontrollierter Vorgang ist, würde der BUND selbst dann nicht dagegen protestieren, wenn die gesamte Ladung nach und nach in den Fluss geleitet wird. "Das wäre auch okay", sagte Lücking, der betonte, dass Schwefel im Naturkreislauf vorkommt. "Durch den Stoff selbst kann es somit keine Belastungen geben."

    "Waldhof-Havarie: Lewentz unterstützt Suche nach MatrosenK/Staatsanwaltschaft: Unglückstanker Waldhof hätte nicht fahren dürfenK/Schadensersatzforderung: Schiffer klagt gegen die ReedereiTankerunglück: Suche nach vermisstem Bootsmann begonnen"Waldhof"-Bergung verschlang Millionenweitere Links
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