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    Ehrenamtspreise: Schecks und Urkunden für gute Jugendarbeit

    Der "Kids-Club" aus Sörgenloch, der "Power-Club" aus Nieder-Olm, der "Keller Anno 75" aus Jugenheim und die Ferienfreizeit der katholischen Kirche in Ober-Olm sind die Träger des Ehrenamtspreises 2013 der Verbandsgemeinde Nieder-Olm. In diesem Jahr ging es um das Thema Jugend.

    Im Einsatz für die Jugendarbeit: Verbandsbürgermeister Ralph Spiegler (Mitte) bedankte sich bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern der verschiedenen Gruppen, die sich in vielfältiger Art und Weise um den Nachwuchs kümmern.  Foto: Bernd Eßling
    Im Einsatz für die Jugendarbeit: Verbandsbürgermeister Ralph Spiegler (Mitte) bedankte sich bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern der verschiedenen Gruppen, die sich in vielfältiger Art und Weise um den Nachwuchs kümmern.
    Foto: Bernd Eßling

    Von Gregor Starosczyk-Gerlach

    Der "Keller Anno 75" besteht seit nunmehr fast 40 Jahren. Entstanden war er im Keller des evangelischen Pfarrhauses als ein unabhängiger Treff für Jugendliche. Mittlerweile nutzen die Jugendlichen die Räumlichkeiten der Ortsgemeinde. Da auch diese im Kellergeschoss lagen, musste nicht einmal ein neuer Name her.

    Auch das Grundkonzept hatte sich über vier Dekaden nicht verändert. "Die Jugendlichen, die sich selbst verwalten, gestalten auch das Programm und organisieren die Finanzabwicklung in eigener Regie", sagte Verbandsbürgermeister Ralph Spiegler (SPD) in seiner Laudatio im Ratssaal. "In diesem Jahr haben sie in eigener Regie die komplette Renovierung der Kellerräume umgesetzt." Der "Keller Anno 75" sei zu einer Institution im Ort geworden.

    Der "Power Club" in Nieder-Olm hat sein Vorbild im Nackenheimer "Donnerclub", einem Treffen für Kinder und Jugendliche mit Handicap. Dieser übte auch auf Jugendliche und Kinder aus Nieder-Olm eine enorme Anziehungskraft. Der Kirchenvorstand der katholischen Kirche in Nieder-Olm griff in der Folge 2008 die vielen Anfragen, die an das Pfarrbüro herangetragen wurden, auf, und startete im Oktober das Projekt, bei dem sich Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren mit Handikap treffen können. 30 Jugendliche treffen sich im 14-tägigen Wechsel in zwei Gruppen. So können sie unbeeinflusst von ihren Eltern ihre Eigenständigkeit ein Stück weit erlernen. Ein Beispiel: Den sperrigen Namen änderten sie prompt in "Power Club". Die Arbeit trägt heute Früchte: mittlerweile existieren neben einer "jüngeren" auch zwei "Power Club 18+ plus"-Gruppen.

    Das "Power Club"-Angebot lockt heute knapp 50 Teilnehmer zwischen zwölf und 65 Jahren. Zu den vielfältigen, kreativen Angeboten gehören gemeinsame Ausflüge, gemeinsames Backen und Kochen. Außerdem gibt eine Kooperation mit den Pfadfindern der evangelischen Kirchengemeinde. Gemeinsam mit dem DJK-Nieder-Olm wurde eine Sportgruppe für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen installiert.

    Die Ferienfreizeit der katholischen Kirche in Ober-Olm macht Kindern im Alter von 8 bis 13 Jahren seit vielen Jahren nicht weniger Spaß. Etwa 50 bis 60 von ihnen verbringen gemeinsam eine Ferienwoche zusammen, wobei die Konfessionszugehörigkeit keine Rolle spielt. "Inzwischen begleiten etliche junge Erwachsene und Jugendliche als Betreuer die Ferienfreizeit, die bereits als Kinder an den Ferienangebot teilgenommen haben", schilderte Spiegler.

    Das erfolgreiche Konzept und langjähriges Engagement seien die Gründe, warum die Ehrenamtspreis-Jury auch Christine Sparrenrenberger und Peter Hammer mit einem Sonderpreis würdigen wolle. "Beide sind für die Organisation der Ferienfreizeit federführenden verantwortlich."

    Erst 2010 gründete Franz Reischauer in Sörgenloch den "Kids Club", einen Förderverein der Sörgenlocher Kita. "In der kurzen Zeit ist aber die Mitgliederzahl auf mittlerweile 200 angewachsen", zählte Spiegler auf. "Das sind 56 Familien: bei einer Einwohnerzahl von Sörgenloch von 1150 ist das eine beachtliche Größe", sagte Spiegler.

    Die Aktivitäten des "Kids Clubs" erschöpfen sich nicht im selbst organisierten Betreuungsangebot für Schul- und Kindergartenkinder während der Ferienzeit, was die Ursprungsidee des Fördervereins gewesen ist. Der Verein hat darüber hinaus den Weihnachtsmarkt im Dorf reaktiviert, außerdem ein Musikprojekt in der Kita finanziert und umgesetzt schließlich neue Bettchen für die Krippengruppe der Kita gesponsert.

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