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Mainz

Ebling und Beck setzen auf Gemeinsamkeit

Der künftige Oberbürgermeister Michael Ebling und sein bisheriger Konkurrent Günter Beck bekräftigen einen Tag nach der Stichwahl den Willen zur Zusammenarbeit.

OB-Wahl Mainz
Foto: DPA

Mainz – Der künftige Oberbürgermeister Michael Ebling will mit seinem bisherigen Konkurrenten Günter Beck an der Stadtspitze gut kooperieren.

"Wir hatten uns gegenseitig versprochen, einen Wahlkampf zu führen, der nicht unter die Gürtellinie geht", erklärte Sozialdemokrat Ebling am Tag nach seiner Wahl im MRZ-Gespräch. "Wir haben Wort gehalten. Das und viele politische Gemeinsamkeiten sind eine gute Grundlage für ein positives Miteinander."

Auch Grünen-Politiker Beck sieht der Zusammenarbeit mit dem neuen Verwaltungschef positiv entgegen: "Wir werden die Dinge gemeinsam konstruktiv anpacken", erklärte der Bürgermeister, der noch bis zum 18. April die Geschäfte im Rathaus führt. Dann wird Ebling in sein Amt als Oberbürgermeister eingeführt. Beck bleibt als Bürgermeister der zweithöchste Repräsentant der Landeshauptstadt.

Ebling zeigte sich 20 Stunden nach der Entscheidung fröhlich, gelöst, aber auch mit Realitätssinn: "Ich habe großen Respekt vor der Aufgabe und darüber hinaus Respekt vor den Erwartungen der Menschen."

Der künftige OB legte im MRZ-Interview ein klares Bekenntnis zur Ampel-Koaltion aus SPD, Grünen und FDP ab. Gleichwohl will er nach seinem Amtsantritt "mit allen demokratischen Kräften" im Stadtrat sprechen.

Intern will er dafür sorgen, dass die Verwaltung künftig mit einer Stimme spricht. Das müsse nicht zwangsläufig die Stimme des Oberbürgermeisters sein. Auch erwartet Ebling eine "dynamische und dienstleistungsorientierte Verwaltung. Das sei keine Kritik an der bisherigen Arbeit. Aber: "Aus vielen guten Ideen muss sich eine Richtung entwickeln."

Die Verflechtungen, die unter dem Schlagwort "Handkäsmafia" der Stadt ein Negativimage einbrachten, will der neue OB zerschlagen. Verloren gegangenes Vertrauen lasse sich aber nicht in zwei, drei Jahren zurückgewinnen.

Günter Beck zeigte sich trotz seiner Niederlage vom Wahlausgang nicht enttäuscht. "Für die Grünen war es ein qualitativer Schritt nach vorne. Wir konnten während des Wahlkampfes viele Parteieintritte verzeichnen", berichtete er im MRZ-Gespräch. Auch habe er persönlich viel Zuspruch und zahlreiche Glückwünsche bekommen.

"Wir sind auf dem besten Weg, die Grünen als zweite politische Kraft in Mainz zu etablieren", hofft Beck auf einen positiven Schub.

Bei der Stichwahl am Sonntag hatte Ebling 58,2 Prozent bekommen, Beck 41,8 Prozent. Thomas K. Slotwinski

Hinweis: Ein ausführliches Interview mit dem künftigen Oberbürgermeister Ebling lesen Sie in unserer Printausgabe vom 27. März. Die kann man auch nachkaufen in unserer Geschäftstselle in der Großen Bleiche 17-23 – solange der Vorrat reicht.

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