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Mainz

Dom: Alte Turmspitze wird kopiert

Die Spitze des Westturms des Doms wird mit Steinen aus einem Steinbruch in Freudenberg bestückt. Domdekan Heinz Heckwolf und Steinmetz Jörg Walter nahmen die Steine in Augenschein.

Blick auf den eingerüsteten Westturm des Doms.  Foto: Armin Thomas
Blick auf den eingerüsteten Westturm des Doms.
Foto: Armin Thomas

Mainz – Die Spitze des Westturms des Doms wird mit Steinen aus einem Steinbruch in Freudenberg in der Nähe von Miltenberg bei Aschaffenburg bestückt.

Dies sind die Steine, die für die Spitze des Westturms verwendet werden sollen. Davor stehen (v.l.) Dieter Braun, Eberhard von Alten, Heinz Heckwolf, Michael Schmitt und Jörg Walter.  Foto: Bistum Mainz
Dies sind die Steine, die für die Spitze des Westturms verwendet werden sollen. Davor stehen (v.l.) Dieter Braun, Eberhard von Alten, Heinz Heckwolf, Michael Schmitt und Jörg Walter.
Foto: Bistum Mainz

Domdekan Heinz Heckwolf und Steinmetz Jörg Walter von der Dombauhütte nahmen die Steine jetzt vor Ort in Augenschein. Sie wurden begleitet vom Finanzdezernenten des Bistums, Eberhard von Alten, und Steinmetz Michael Schmitt.

Die roten Sandsteine werden aus dem sogenannten "Kirschfurter Steinbruch" gebrochen. Aus ihnen soll die neue Spitze des Westturms entstehen. "Wir müssen die Spitze des Turms komplett erneuern", erläuterte Heckwolf. Denn die Stabilität des Turmhelms könne nicht mehr gewährleistet werden. Unter anderem ist der Ringanker, der die Konstruktion hält, gerostet und das Mauerwerk an vielen Stellen aufgeplatzt.

"Insgesamt müssen für die 7,5 Meter hohe und rund 22 Tonnen schwere Turmspitze sieben Steine gebrochen werden", erklärte Jörg Walter. Der von Ignaz Neumann 1774 errichtete Westturm ist mit 83 Metern der größte und höchste der sechs Mainzer Domtürme.

Gebrochen werden die Steine von der Firma Zeller Natursteinwerke, die ihren Sitz in Umpfenbach bei Miltenberg in Unterfranken hat. "Wir wollen in den nächsten drei bis vier Wochen mit dem Brechen der Steine beginnen", sagte Dieter Braun, Geschäftsführer des vor 120 Jahren gegründeten Familienunternehmens. Braun führt die Firma gemeinsam mit seiner Frau in der fünften Generation. Im Werk sollen die Steine – soweit machbar – vorgeschnitten werden, bevor sie nach Mainz geliefert werden. "Wir planen, dass die Steine Oktober/November kommen", sagte Walter. Dann werden die Steinmetze eine Kopie der kompletten Domspitze erstellen. "Voraussichtlich im Sommer kommenden Jahres tauschen wir dann mit Hilfe eines Spezialkrans die Turmspitze in einer mehrtätigen Aktion aus", sagte Heckwolf.

Derweil ist die Schadenserfassung am Westturm nahezu abgeschlossen, erläuterte Walter. Mit einem kleineren Austausch von Steinen wurde in diesen Tagen begonnen.

Die große Sanierung des Doms hatte 2001 am Ostturm begonnen. Sie wird mindestens 15 Jahre dauern, wahrscheinlich länger.

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