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    Ärzte: Mediziner-"Tatort" war überspitzt

    Ärger bei den Ärzten wegen des jüngsten "Tatort"-Krimis: Die Geschichte rund um das Berliner Ermittlerteam sei überspitzt und pauschalisierend gewesen, kritisieren die hessischen Mediziner.

    «Tatort»-Vorspann
    Rennende Beine – ein Motiv aus dem Vorspann zur ARD-Krimireihe «Tatort». (Repro: WDR)

    Frankfurt – Ärger bei den Ärzten wegen des jüngsten "Tatort"-Krimis: Die Geschichte rund um das Berliner Ermittlerteam sei überspitzt und pauschalisierend gewesen, kritisieren die hessischen Mediziner.

    In der ARD-Sendung mit dem Titel "Edel sei der Mensch und gesund" (Sonntag) kommen die Berliner Ermittler bei der Aufklärung eines mysteriösen Todesfalls einem Abrechnungsbetrug auf die Schliche. Durch derartige Machenschaften verlieren Krankenkassen jedes Jahr Millionenbeträge. Der "Tatort" zeichne das Bild von Ärzten, die zu Medikamentenschwindel und Betrug neigten, sagte am Montag Cornelia Kur, Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) in Hessen.

    "Die Hemmschwelle des Betrügens ist nicht derart niedrig. Seine Kassenzulassung wird kein Arzt so leicht auf's Spiel setzen", sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. Außerdem entstehe der Eindruck, teure Medikamente seien ausnahmslos besser als preiswerte. Sie hofft, die TV-Zuschauer könnten zwischen Fiktion und Wirklichkeit differenzieren. Es dürfe kein Misstrauen zwischen Arzt und Patient aufkommen. "Konstruiert" und "unrealistisch" nannte auch der Vorsitzende des Hausärzteverbands Hessen, Dieter Conrad, den ARD-"Tatort". Zwar drohten Ärzten Strafzahlungen, wenn sie ein bestimmtes Budget für Arzneimittel überschritten. Deshalb weigerten sich auch viele, ein teures Medikament zu verschreiben, sagte Conrad. Dieses Problem thematisiere der "Tatort" zu Recht.

    Es handele sich aber um einen Fehler im Arzneimittelsystem. Die Schuld liege also nicht bei den Ärzten. Der "Zungenschlag, dass teure Medikamente die besseren sind", sei fragwürdig, sagte Conrad.  dpa

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