Archivierter Artikel vom 02.12.2014, 13:59 Uhr
Niederbieber

TV Feldkirchen präsentiert sich schwach im Schlüsselspiel

Die Volleyballer des TV Feldkirchen müssen sich in der Regionalliga Südwest mit dem Thema Abstieg beschäftigen. Gegen den Tabellennachbarn und Aufsteiger ASV Landau setzte es eine bittere 0:3 (23:25, 15:25, 20:25)-Niederlage, die es erst einmal zu verdauen gilt.

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Auch Francis Tonleu (links) erreichte nicht seine Normalform und musste nach zwei Sätzen auf die Bank. Der TV Feldkirchen steht nach dem 0:3 gegen Landau vor schweren Zeiten. Foto: Jörg Niebergall
Auch Francis Tonleu (links) erreichte nicht seine Normalform und musste nach zwei Sätzen auf die Bank. Der TV Feldkirchen steht nach dem 0:3 gegen Landau vor schweren Zeiten.
Foto: Jörg Niebergall

Auch Felix Schaab fehlt verletzt

Schon die Vorzeichen ließen nichts Gutes ahnen. Die beiden lange verletzten Stammspieler Christoph Sallie und Sebastian Korbach hatten gerade ihre Krücken abgestellt, da übernahm unter der Woche Zuspieler Felix Schaab die Gehhilfen. Er hatte sich im Training eine Fußgelenksverletzung zugezogen und konnte so nur auf dem Stuhl des Anschreibers Platz nehmen.

Von dort aus musste er mit ansehen, wie seine Mannschaftskameraden ein Spiel verloren, das ein Schlüsselspiel hatte werden sollen. „Wie es scheint, haben wir die Seuche. Aber wir brauchen den Kopf nicht in den Sand zu stecken“, war Trainer Alexander Leibetseder noch vor der Partie verhalten optimistisch.

Die Schaab-Position übernahm Andreas Kurz, der seine Sache im ersten Satz sehr anständig machte. Mit Henrik Wingerath und Ex-Trainer Tim Brandt saßen zwei Routiniers auf der Bank, die helfen wollten. Der erste Durchgang war bis ins Finale ausgeglichen und bei ständig wechselnder Führung auch spannend. Als Kapitän Peter Wagler beim Spielstand von 16:16 den Ball lässig und überraschend über das Netz ins gegnerische Feld pritschte, blitzte so etwas wie Spielwitz auf und ließ die TVF-Fans jubeln. Matthias Betancourt und Wagler verwerteten mehrere kurz gestellte Bälle nach einem Drei-Punkte-Rückstand (18:21) zum Ausgleich. Zwar brachte der TVF den Satz dennoch nicht nach Hause, machte sich aber noch keine großen Sorgen.

Doch der zweite Satz endete in kompletter Ratlosigkeit. „Ohne Annahme gewinnst du kein Spiel“, meinte ein Zuschauer treffend. Kaum ein Angriff der Gäste wurde sicher angenommen, und so auch kamen keine vernünftigen Anspiele ans Netz. Die Folge: Die Landauer lagen meistens mit zehn Punkten vorne und hatten mächtig Spaß daran. Wenn Feldkirchen einmal zwei, drei Punkte gutmachte, nutzte der Neuling prompt jeden noch so kleinen Fehler.

Der TV-Trainer reagierte im dritten Satz, stellte Jan Rütz auf die Zuspieler-Position, setzte den glücklosen Francis Tonleu auf die Bank und verhalf Rene Rietscher zu seinem Heimdebüt. Das Team besann sich, das Engagement stimmte wieder, die Mannschaft kämpfte um jeden Punkt. Doch irgendwie war an diesem Tag der Wurm drin. Rütz brachte seine Mannschaft mit einer Finte 12:11 in Führung und schlug die folgende Angabe ins Aus.

Gäste nutzen ersten Matchball

Bis zum 18:18 blieben beide Teams dennoch auf Augenhöhe. Als aber Peter Wagler dreimal über die Außenposition mit seinen harten Angriffsbällen am Landauer Block scheiterte, nutzen die Gäste gleich ihren ersten Matchball, machten ihren Spielerkreis und sangen das Lied vom Auswärtssieg.

„Unser erster Erfolg in der Fremde fühlt sich gut an“, meinte Spielertrainer Thorsten Zäck, der in der Vergangenheit schon in Andernach aktiv war und aus Koblenz stammt. „Wir haben für unsere Verhältnisse so anständig gespielt, wie ich mir das immer wünsche. Natürlich hatte Feldkirchen heute einen schwarzen Tag, aber wir waren auch gut.“

TVF-Trainer Leibetseder wirkte wie die gesamte Mannschaft frustriert: „Das Kollektiv hat heute eine immens schwache Vorstellung gezeigt. Die wenigen guten Phasen reichten nicht aus, um an das Niveau der Gäste heranzureichen. Wir haben uns einfach schlecht verkauft.“

Von unserem Mitarbeiter

Jörg Linnig