Archivierter Artikel vom 05.04.2012, 13:13 Uhr
Rheinland-Pfalz

Mit dem Fahrrad fit in den Frühling

Wenn es in den frühlingshaften Tagen warm wird, die Bäume ausschlagen und die Sonne ihre Kraft zurückgewinnt, ist es Zeit für die erste Fahrradtour des Jahres. Getreu dem Motto „Der Winterschlaf ist vorüber“ darf die Fahrt ins Grüne beginnen.

Das Fahrrad ist das geeignete Freizeitbewegungsmittel für die gesamte Familie: Es bietet die Möglichkeit, generationenübergreifend gemeinsam die Natur zu erleben; am besten – anders als auf diesem Bild – mit Helm.
Das Fahrrad ist das geeignete Freizeitbewegungsmittel für die gesamte Familie: Es bietet die Möglichkeit, generationenübergreifend gemeinsam die Natur zu erleben; am besten – anders als auf diesem Bild – mit Helm.
Foto: Fotolia

Wer im Frühling auf den Sattel steigt, sollte aber nicht unbedarft losradeln. Geht das Rad kaputt oder seinem Fahrer die Puste aus, ist Frust programmiert. Gute Vorbereitung verhindert das. Unverzichtbar ist deshalb nach den Wintermonaten: Das Rad muss auf Fahrtauglichkeit überprüft werden, sonst bringt die tollste Tourenplanung nichts. „Gerade zu Beginn der Saison ist eine Inspektion wichtig“, sagt Siegfried Neuberger vom Zweirad-Industrie-Verband (ZIV). „Vor einer längeren Tour würde ich das Rad komplett durchchecken.“ Wer das selbst nicht kann, geht in einen Fahrradladen.

Absolut kritisch ist die Bremse: „Die muss einwandfrei funktionieren“, betont Neuberger. Die Bremsbacken dürfen nicht zu abgefahren sein, die Bremszüge nicht verschlissen. Hakt die Schaltung, macht die Radtour keinen großen Spaß. Abgenutzte Zahnkränze sollten deshalb gewechselt werden. „Am besten alle Gänge durchschalten“, rät Neuberger.

Die Kette sollte gereinigt und vor allem gut geölt sein, damit sie nicht schwergängig läuft. „Das ist das A und O“, sagt Neuberger. Bei den Reifen zählt der Luftdruck. Der optimale Wert steht auf der Reifenwand. „Man sollte den Reifen nicht mit dem Daumen eindrücken können. Dann wird der Rollwiderstand geringer und das Fahren angenehmer.“ Darüber hinaus sollte auch die Beleuchtung anstandslos funktionieren.

Ins Gepäck gehören Neuberger zufolge ein Ersatzschlauch für den Reifen, eine Luftpumpe, ein Schloss und ein kleiner Werkzeugsatz. Die Packtasche am Gepäckträger darf nicht zu voll sein, schwere Sachen gehören nach unten. Der Schwerpunkt sollte möglichst niedrig sein, das Gewicht zudem gleichmäßig links und rechts verteilt.

Bei der Bekleidung empfiehlt sich das Zwiebelprinzip, sagt Wolfgang Richter vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC). „Gerade für Leute, die schneller fahren.“ Radler ziehen also am besten mehrere dünne Lagen von Kleidung übereinander. So können sie schnell etwas ausziehen, wenn sie ins Schwitzen geraten. Wichtig ist zudem das ausreichende Trinken, an heißen Tagen bis drei Liter.

Bei längeren Touren für die genaue Streckenplanung nahezu unverzichtbar ist eine gute Karte. „Es ist schon wichtig, ob ich autofrei auf einem Radweg unterwegs bin oder auf der Straße“, sagt Richter. Gerade für die fahrradinteressierte Generation 50 plus empfehlen Experten aber auch eine GPS-Navigation als technische Ergänzung zur klassischen Faltkarte. Wenn nach all diesen Vorbereitungen und Planungen die Radler auch noch einen Helm aufsetzen, der nicht zu alt und vor allem ohne Risse sein sollte, steht einem guten Start in den Radfrühling nichts mehr im Weg.