Archivierter Artikel vom 09.03.2013, 08:00 Uhr
Berlin

ITB: „Gastlandschaften“ Rheinland-Pfalz

Was ist, wenn Wirtschaftsministerin Eveline Lemke, die Deutsche Weinkönigin Julia Bertram aus Dernau und Radsport- Ass Marcel Wüst gemeinsam eine Pressekonferenz geben? Die Antwort dürfte einfach sein: Dann geht es um den Tourismus in Rheinland- Pfalz, um Werbung für die Urlaubsregion zwischen Westerwald und Pfalz.

„Weinreich“, „Radhelden“, „Wanderwunder“ und „Ichzeit“ – vier Schwerpunkte der rheinland-pfälzischen Tourismusstrategie, mit denen sich das Land auf einem hart umkämpften Markt behaupten will. „Wir sind gern Gastgeber“, sagt Tourismusministerin Eveline Lemke.
„Weinreich“, „Radhelden“, „Wanderwunder“ und „Ichzeit“ – vier Schwerpunkte der rheinland-pfälzischen Tourismusstrategie, mit denen sich das Land auf einem hart umkämpften Markt behaupten will. „Wir sind gern Gastgeber“, sagt Tourismusministerin Eveline Lemke.
Foto: Rheinland-Pfalz

So geschehen im Rahmen der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin, der weltgrößten Reisemesse, bei der sich auch das Land wieder dem Wettbewerb mit Tourismusregionen im In- und Ausland stellt.

„Weinreich“, „Radhelden“, „Wanderwunder“ und „Ichzeit“ – vier Schwerpunkte der rheinland-pfälzischen Tourismusstrategie, mit denen sich das Land auf einem hart umkämpften Markt behaupten will. „Wir sind gern Gastgeber“, sagt Tourismusministerin Eveline Lemke.
„Weinreich“, „Radhelden“, „Wanderwunder“ und „Ichzeit“ – vier Schwerpunkte der rheinland-pfälzischen Tourismusstrategie, mit denen sich das Land auf einem hart umkämpften Markt behaupten will. „Wir sind gern Gastgeber“, sagt Tourismusministerin Eveline Lemke.
Foto: Rheinland-Pfalz

Und in diesem Jahr nun treten die Rheinland-Pfälzer kräftig in die Pedale. Auf zwei Rädern sollen Touristen das Land erkunden, Abstrampeln ausdrücklich erwünscht. „Radhelden“ heißt die Komponente der Tourismusstrategie, die nicht nur die flachen Radwege entlang der Flüsse einbindet, sondern auch Radrennstrecken in den Mittelgebirgen und schweißtreibende Mountainbike-Parks. Mit unüberhörbarem Stolz klingeln die Ministerin und Achim Schloemer, Geschäftsführer der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH (RPT), für das mehr als 8000 Kilometer starke Radwegenetz, auf dem vom Hobbyradler bis zum Leistungssportler jeder ein Heldenerlebnis erfahren soll.

„Weinreich“, „Radhelden“, „Wanderwunder“ und „Ichzeit“ – vier Schwerpunkte der rheinland-pfälzischen Tourismusstrategie, mit denen sich das Land auf einem hart umkämpften Markt behaupten will. „Wir sind gern Gastgeber“, sagt Tourismusministerin Eveline Lemke.
„Weinreich“, „Radhelden“, „Wanderwunder“ und „Ichzeit“ – vier Schwerpunkte der rheinland-pfälzischen Tourismusstrategie, mit denen sich das Land auf einem hart umkämpften Markt behaupten will. „Wir sind gern Gastgeber“, sagt Tourismusministerin Eveline Lemke.
Foto: Rheinland-Pfalz

Mit 544 sogenannten „Bed & Bike“-Betrieben haben auch Hotellerie und Gastronomie den Rahmen für diesen Schwerpunkt geschaffen. Und mit dem ehemaligen Radprofi Marcel Wüst, der beruflich inzwischen als Promoter und Moderator unterwegs ist, hat man sich einen Mann vom Fach an die Seite geholt, der für den nötigen Anschub sorgen soll. Er ist nach eigenem Bekunden oft auf rheinland- pfälzischen Radwegen anzutreffen und bloggt auch darüber.

„Weinreich“, „Radhelden“, „Wanderwunder“ und „Ichzeit“ – vier Schwerpunkte der rheinland-pfälzischen Tourismusstrategie, mit denen sich das Land auf einem hart umkämpften Markt behaupten will. „Wir sind gern Gastgeber“, sagt Tourismusministerin Eveline Lemke.
„Weinreich“, „Radhelden“, „Wanderwunder“ und „Ichzeit“ – vier Schwerpunkte der rheinland-pfälzischen Tourismusstrategie, mit denen sich das Land auf einem hart umkämpften Markt behaupten will. „Wir sind gern Gastgeber“, sagt Tourismusministerin Eveline Lemke.
Foto: Rheinland-Pfalz

Übernachtungen rückläufig

Die nackten Zahlen, die Ministerin Lemke im Gepäck hat, geben nicht ganz so viel Anlass für Optimismus. Mit 9 166 000 Gästen und 25,9 Millionen Übernachtungen wurden im vergangenen Jahr die Werte von 2011 um jeweils gut 2 Prozent unterschritten. Die Erklärung liegt auf der Hand. Nach der Bundesgartenschau in Koblenz fehlte 2012 ein herausragendes touristisches Großereignis. Deshalb verweist die Grünenpolitikerin lieber auf einen Anstieg von 4 Prozent bei den Gästen und 2,3 Prozent bei den Übernachtungen, jeweils gemessen an den Zahlen aus dem Jahr 2010.

Eine gemeinsame Identität eines ansonsten eher heterogenen Landes soll künftig die Marke „Gastlandschaften Rheinland-Pfalz“ vermitteln, mit der das Land die zehn Urlaubsregionen bewirbt. „Wir sind gern Gastgeber“, ist sich Lemke sicher und setzt darauf, dass es den gastronomischen Betrieben gelingt, mit „Verbindlichkeit und Vertrauen“ bei den Touristen zu punkten. Dazu zählen für sie insbesondere die Bewahrung der Regionalität und eine gute Leistungsbereitschaft in den Betrieben, die sie auch an der Bezahlung und Arbeitsbelastung der Mitarbeiter festmacht.

Erfolgreicher Umweltcheck

Dass im Tourismus auch Nachhaltigkeit ein immer wichtigerer Faktor zu werden scheint, braucht man einer grünen Wirtschafts- und Tourismusministerin nicht mühsam zu entlocken. Und so weist Eveline Lemke selbstredend auf den Anfang des vergangenen Jahres vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) gestarteten Umweltcheck hin, bei dem sich insbesondere Hotels und Gastronomiebetriebe aus Rheinland-Pfalz hervortun. Es geht darum, einen stärkeren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und Einsparpotenziale auszuschöpfen.

Von bundesweit inzwischen 85 ausgezeichneten Betrieben kommen 14 aus Rheinland-Pfalz. Mit acht Auszeichnungen in Gold und jeweils drei in Silber und Bronze liegt das Land hinter Baden-Württemberg an zweiter Stelle in der Wertung der Bundesländer. Auch in diesem Qualitätsmerkmal sieht Lemke eine Chance für die heimischen Urlaubsregionen. „Die Zeiten des Billigtourismus sind vorbei“, ist sie sich sicher.

Von der ITB in Berlin berichtete unser Redakteur Markus Kratzer