Archivierter Artikel vom 06.09.2012, 06:00 Uhr

Hintergrund: Arme Renter

Das Problem der Altersarmut ist noch nicht akut: Heute gelten nur etwa 2,5 Prozent der 20 Millionen Rentner in Deutschland als arm. Ende 2010 lag das Einkommen von 400. 000 älteren Menschen unter der Grundsicherung, das heißt, sie mussten von knapp 700 Euro ihre Wohnung und alle übrigen Kosten tragen.

Wegen gebrochener Erwerbsbiografien, Arbeitslosigkeit oder einer Beschäftigung im Niedriglohnbereich steuern aber immer mehr Menschen in Deutschland auf eine Niedrigrente zu.

Mit diesen Zahlen will Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen die Notwendigkeit des Zuschussrenten-Modells begründen. Nicht berücksichtigt ist dabei allerdings, dass es bis zum Jahr 2030 noch erhebliche Lohn- (und Renten-)Anstiege geben kann. Außerdem wird ausgeblendet, dass der Bürger mit der staatlich geförderten Riester-Rente seine Einkünfte im Alter aufbessern soll.
Mit diesen Zahlen will Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen die Notwendigkeit des Zuschussrenten-Modells begründen. Nicht berücksichtigt ist dabei allerdings, dass es bis zum Jahr 2030 noch erhebliche Lohn- (und Renten-)Anstiege geben kann. Außerdem wird ausgeblendet, dass der Bürger mit der staatlich geförderten Riester-Rente seine Einkünfte im Alter aufbessern soll.


„Wer sein Leben lang gearbeitet und Rentenbeiträge gezahlt, aber wenig verdient hat, muss im Alter besser gestellt sein als derjenige, der wenig gearbeitet und wenig in die Rentenkasse eingezahlt hat. Dieses Problem muss gelöst werden. Ansonsten schwindet die Akzeptanz der gesetzlichen Rentenversicherung bei Geringverdienern.“ Rentenexperte Bert Rürup