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Rheinland-Pfalz

Schifffahrt: Nicht nur im Rhein wird das Wasser knapp

Die anhaltende Trockenheit lässt den Wasserstand des Rheins weiter sinken. Das ist vor allem für die Schifffahrt problematisch, wie ein Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts in Bingen bestätigt. Statt 350 Zentimeter Tiefgang können viele Containerschiffe derzeit nur bis zu einem Tiefgang von etwa 160 Zentimetern beladen werden. Eingestellt wird die Schifffahrt auf dem Rhein aber grundsätzlich nicht, erklärt Ralf Schäfer. „Die Unternehmen entscheiden selbst: Sobald es nicht mehr wirtschaftlich ist, bleiben die Schiffe in den Häfen oder werden nicht mehr durch das flache Mittelrheintal geschickt.“

Güterschiff auf dem Rhein (Aufnahme vom 3. August 2018)
Güterschiff auf dem Rhein (Aufnahme vom 3. August 2018)
Foto: dpa

Am Pegel Mainz wurden am Montagmorgen 163 Zentimeter gemessen. Am vergangenen Dienstag waren es noch 177. Am Pegel Kaub lag der Wasserstand am Montag bei 74 Zentimetern. Um die tatsächliche Tiefe der Fahrrinne zu ermitteln, muss man als Faustregel 1,12 Meter dazu addieren, erklärt Schäfer. Die Fahrrinne bei Kaub ist also etwa 1,86 Meter tief. Für kommenden Freitag prognostiziert das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt einen Pegel von 63 Zentimetern. „Das ist aber noch weit von dem Rekordjahr 2003 entfernt“, sagt Schäfer. Damals lag der Pegel bei 34 Zentimetern.

Der Wasserstand der Mosel bleibt hingegen fast unverändert. Am Pegel Trier wurden am Montag 226 Zentimeter gemessen – wie am Sonntag und vergangenen Dienstag. Auch bei Perl veränderte er sich kaum: Am Montag lag er bei 217 Zentimetern, fünf Zentimeter weniger als am Montag. Grund hierfür ist die mögliche Regulation durch die Staustufen.

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