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Bad Kreuznach

Die deutsche Winterkälte ist für südamerikanische Schüler ungewohnt

Die Austauschaktion des Gymnasiums Römerkastell mit Uruquay ist ein großes Abenteuer.

Jede Menge neuer Eindrücke und Erfahrungen bei dem Schüleraustausch mit dem Gymnasium Römerkastell konnten Maria, Carolina und Romina aus Uruquay gewinnen. Im Mai erfolgt dann der Gegenbesuch von vier Schülerinnen aus Bad Kreuznach und Umgebung.
Jede Menge neuer Eindrücke und Erfahrungen bei dem Schüleraustausch mit dem Gymnasium Römerkastell konnten Maria, Carolina und Romina aus Uruquay gewinnen. Im Mai erfolgt dann der Gegenbesuch von vier Schülerinnen aus Bad Kreuznach und Umgebung.
Foto: Kai Sieben

Früher war eine Klassenfahrt oder ein Schüleraustausch mit Frankreich oder England ein großes Abenteuer für die Jugendlichen. Heute sind zwar unser westlicher Nachbar und die Britischen Inseln immer noch fester Bestandteil von Austauschaktionen, aber die Globalisierung macht auch vor den Schulen nicht halt. Das Gymnasium am Römerkastell ist das beste Beispiel dafür.

Der Pädagoge Uwe Franke schrieb seine Examensarbeit über Mittelamerika und lebte auch eine Zeit lang in Mexiko. Seit zehn Jahren organisiert er den Austausch zwischen Kreuznacher Jugendlichen vom Gymnasium Römerkastell und dem Colegio y Liceo Aleman in Montevideo. Seit Mitte Januar weilen Maria Paz López, Carolina Sorondo und Romina Wiens an der Schule und hatten neben einem Berlinbesuch im Februar die Gelegenheit Deutschland kennenzulernen. Sie besuchten mit ihren Austauschschülerinnen den regulären Unterricht und wurden gemeinsam mit Judith Olave in der spanischen Sprache unterrichtet.

Vier Schülerinnen aus dem Spanischkurs werden von Mai bis Juli die Schule in Uruquay besuchen. Antonia Wink, Hanna Limbach, Laura Machado und Jette Michel freuen sich auf die Kultur, das Essen und vor allem die lateinamerikanischen Tänze des exotischen Landes. Ein Besuch des Dreiländerecks von Brasilien, Paraquay und Argentinien an den Irazu-Wasserfällen wird einer der Höhepunkte des Austauschs in Südamerika sein.

Welche Erfahrungen haben die drei jungen Damen aus Uruquay in den letzten zwei Monaten gemacht? Die Kälte sei doch schon sehr ungewohnt gewesen, lautet der Tenor aller drei Schülerinnen. Pech für die Drei, dass sie ausgerechnet in einer außergewöhnlichen Kälteperiode Deutschland besuchten. „Schnee gibt es bei uns sehr selten“, erläutert Maria und Carolina war erstaunt, dass man in Deutschland so viel Gemüse und wenig Fleisch esse. „Anfangs hatten wir die Befürchtung, dass die Lehrer in Deutschland sehr streng seien“, sagt Romina. Das habe sich aber bereits nach wenigen Tagen als unbegründet erwiesen. ksi

Wir von hier - Kreis Bad Kreuznach
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