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Niederfischbach

Die Sänger des MGV Niederfischbach setzen musikalische Akzente in Rom

Besser kann ein Einstieg in das Festjahr „100 Jahre MGV Niederfischbach“ im Jahr 2019 nicht beginnen: Der MGV Niederfischbach hat als Auftakt der Festveranstaltungen eine fünftägige Chor- und Konzertreise nach Rom durchgeführt.

Foto: MGV Niederfischbach

Der Männerchor, der außer seinen eigenen Sängern noch von zwei Mitreisenden aus Siegen und Salchendorf unterstützt wurde, steht seit einigen Jahren unter der musikalische Leitung von Matthias Merzhäuser, ICV, der im Vorfeld bereits die wichtigsten Auftrittsorte und Musikprogramme mit Verantwortlichen in Rom organisiert und abgestimmt hatte.

Foto: MGV Niederfischbach

Schon bei der Anreise gab der Chor ein spontanes Ständchen auf dem Köln-Bonner Flughafen. Dieser überraschende Kurzauftritt wirkte wie ein Flashmob, der viele Reisende innehalten ließ und zum Zuhören animierte. Handys wurden gezückt, um allen in Bild und Ton festzuhalten. Tolle Akustik und Riesenapplaus waren der Dank.

In Rom angekommen, wurde die 90-köpfige Reisegruppe von geschulten Reiseführern empfangen, die in den folgenden Tagen die Gruppe betreuten und sachkundig die touristischen Höhepunkte und Führungen mit viel wissenswertem ergänzten.

Schon am nächsten Tag stand eine Generalaudienz bei Papst Franziskus an, was aufgrund der einzigartigen Atmosphäre und der Nähe des Papstes für viele ein unglaubliches Erlebnis wurde. Obwohl Zehntausende aus aller Welt nach Rom gereist waren, wurde der Chor aus Niederfischbach vorgestellt und konnte dem Papst aus der Nähe begegnen. Es folgt Führungen im Vatikan mit Petersplatz und Petersdom und als Höhepunkt des Tages und der kompletten Chorreise dann die Mitwirkung bei der Heiligen Messe im Petersdom. Mit fünf Liedvorträgen, die seitens des Domkapellmeisters Maestro Capone noch spontan geändert und durch gregorianische Chorgesänge erweitert wurden, konnte der Chor mit dem Solisten Siegfried Reifenrath die Gläubigen begeistern.

Auch am nächsten Tag wurden musikalische Akzente gesetzt. Neben Stadtführungen zu den wichtigsten Plätzen und Brunnen in Rom war es ein Höhepunkt, ein Konzert im Pantheon, dem ältesten noch komplett erhaltenen Gebäude aus der Glanzzeit des Römerreichs, zu geben. Tausende Besucher aus aller Welt unterbrachen ihre Besichtigung und hörten dem Chor aufmerksam zu und bedachten die Vorträge in dieser einzigartigen Akustik mit Applaus. Zuvor hatte der Chor einen weiteren Gesangsauftritt in der Papstbasilika San Paolo (Sankt Paul vor den Mauern).

Eine ganz besondere Akustik bot auch der Auftritt beim Ausflug nach Ostia Antica, der ursprünglichen antiken Hafenstadt von Rom. Ostia Anttica war über Jahrhunderte völlig vergessen und wurde nie überbaut. Daher konnten viele Gebäude unbeschadet ausgegraben werden. Der Auftritt an historischer Stätte im antiken Amphitheater wurde von vielen Zuhörern besonders geschätzt, da die Akustik im Freien so klar und unverfälscht, trotzdem aber gehaltvoll und ansprechend war. In der Antike wurde großer Wert auf eine ausgefeilte Akustik gelegt.

Natürlich gab es noch viele andere Höhepunkte, und auch individuell waren je nach Interessenlage Besichtigungen der Kuppel des Petersdoms, des Colosseums, des Trevi-Brunnens, der spanischen Treppe oder vieler anderer Sehenswürdigkeiten möglich. Auch das spontane abendliche Musizieren auf der Dachterrasse, teils von Chorleiter Matthias Merzhäuser am weißen Flügel begleitet, waren Puzzleteile eines wunderbaren Gesamtwerkes, bei dem alles passte. Merzhäuser gab es mit folgenden Worten wieder (Zitat): „Arrivederci bella Roma. Eine unvergessliche Chorreise geht zu Ende. Erfolgreiche Auftritte wie die Messgestaltung im Petersdom, Singen in der St. Paul-Papstbasilika, Platzkonzerte im Pantheon und in Ostia-Anitika bis hin zum Flashmob im Flughafen Köln-Bonn – es hat alles gestimmt. Dazu eine tolle Reisegruppe mit 90 netten Leuten, viele touristische Highlights, Generalaudienz bei Papst Franziskus und nicht zu vergessen: Die abendlichen Treffen mit Musik und Wein auf der Dachterrasse mit Blick auf den Petersdom und das alles bei perfektem Wetter... Dankeschön an alle, die dazu beigetragen haben.“

Verbunden war damit auch ein Dank an die Organisatoren im Verein Rudolf Schlechtinger und Konrad Löcherbach, die dem Vorsitzenden Karl-Heinz Löhr viel Arbeit abnahmen. Wenn alle Veranstaltungen im Jubiläumsjahr so perfekt laufen, wie diese unvergessliche Reise, dann wird es ein erfolgreiches Jahr für den MGV Niederfischbach.

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