40.000
Aus unserem Archiv
Koblenz

Mädchen erschließen neue Berufsfelder für sich

Erfolgreicher Girls' Day des Ada-Lovelace-Projekts an der Universität Koblenz-Landau.

Foto: Universität Koblenz-Landau

112 Mädchen der 5. bis 12. Klasse aus Koblenz und der umliegenden Region kamen auf Einladung des Ada-Lovelace-Projekts zum Girls‘ Day an den Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau. Warum der Mädchen-Zukunftstag auch im Jahr 2018 sehr wichtig ist, hob Stephanie Justrie, Projektleiterin im Ada-Lovelace-Projekt, bei der offiziellen Begrüßung in der Aula der Universität hervor: „Es gibt immer noch viel zu wenige Frauen im MINT-Bereich. Damit verpassen Frauen nicht nur die Chance, die Technik in ihrem Interesse und nach ihren Bedürfnissen mitzugestalten, sie lassen auch attraktive Berufsperspektiven und gute Verdienstmöglichkeiten von vorneherein außen vor. Wir wollen mit unserem Angebot und unserem Engagement erreichen, dass sich die jungen Frauen ausschließlich nach ihren Begabungen, Fähigkeiten und Interessen für einen Beruf beziehungsweise ein Studium entscheiden, unabhängig von ihrem Geschlecht und den damit verbundenen Klischees und Rollenstereotypen.“

Der Girls´ Day wurde 2001 ins Leben gerufen, um Mädchen ab den weiterführenden Schulen die Möglichkeit zu geben, ihre Fähigkeiten im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu testen und neue Berufsfelder für sich zu erschließen. Das Ada-Lovelace-Projekt an der Universität in Koblenz unterstützt diese Initiative bereits seit 2002 und bot den interessierten Schülerinnen auch in diesem Jahr wieder ein vielfältiges Workshop-Angebot an.

Ob beim Löten, Fräsen, Rechnen oder Programmieren: Die Mädchen bewiesen in acht unterschiedlichen Workshops ihr Können und waren mit viel Spaß und Motivation bei der Sache.

Die Resonanz und Bereitschaft, den Girls‘ Day zu unterstützen, war in den Fachbereichen Mathematik/Naturwissenschaften und Informatik sehr groß. Mit insgesamt fünf, teilweise neuen Angeboten aus der Informatik, der Mathematik, Physik und des GIS-Labors konnten den Schülerinnen eine große Bandbreite der Studienmöglichkeiten am Campus Koblenz näher gebracht werden.

Bei der Workshop-Premiere „Künstliche Intelligenz“ waren die Schülerinnen eifrig bei der Sache und lernten mit Hilfe von Streichholzschachteln und Bügelperlen, wie es möglich ist, dass Spielsysteme Schach und Go besser spielen können als Menschen. Nina, die mittlerweile zum 4. Mal dabei war, war verblüfft: „Ich hätte nicht gedacht, dass man so leicht ein System belehren kann, in dem man es bestraft oder belohnt. Jetzt kann ich mir vorstellen, wie Künstliche Intelligenz funktioniert.“

In der Lötwerkstatt griffen die Teilnehmerinnen mit großer Tatkraft und Selbstverständlichkeit zum Lötkolben, Platinen und Lötzinn und brachten ein Mini-Atomium zum Leuchten. „Ich fand es cool, zu sehen, wie so eine Lampe aufgebaut ist! Ebenfalls gut finde ich, dass wir die Sachen, die wir gelötet haben, mitnehmen dürfen“, resümierte eine der Workshop-Teilnehmerinnen.

Alle Aktivitäten fanden in den Räumlichkeiten der Universität statt. Die Schülerinnen mischten sich ganz selbstverständlich unter die Studierenden.

So konnte neben den Workshops echte Universitäts-Luft geschnuppert werden. Eine weitere Teilnehmerin hielt abschließend fest: „Ich fand es besonders spannend, die Uni von innen zu sehen.“

Wir von hier - Koblenz & Region
Meistgelesene Artikel