Archivierter Artikel vom 31.05.2011, 12:32 Uhr

Zur Person: Abraham Roentgen

Neuwied – Er hätte in diesem Jahr seinen 300. Geburtstag: Abraham Roentgen, der am 30. Januar 1711 in Mülheim am Rhein geboren wurde und am 1. März 1793 in Herrnhut verstarb.

Neuwied – Er hätte in diesem Jahr seinen 300. Geburtstag: Abraham Roentgen, der am 30. Januar 1711 in Mülheim am Rhein geboren wurde und am 1. März 1793 in Herrnhut verstarb.

Sein Handwerk, die „Kabinettmacherei“, erlernte er bei seinem Vater. Im Alter von 20 Jahren ging er auf Wanderschaft und arbeitete bei den geschicktesten Meistern seiner Zeit. Schon bald war Roentgen ein gefragter Handwerker, der sich vor allem in wohlhabenden Kreisen einen Namen machte.

1737 trat er der Herrnhuter Brüdergemeine bei und arbeitete ab 1738 in der Werkstatt dieser Freikirche auf Schloss Marienborn. 1739 heiratete Abraham Roentgen die Herrnhuterin Susanna Maria Bausch; Sohn David kam am 11. August 1743 zur Welt. David führte später die Arbeit seines Vaters fort und brachte es dabei zu besonderer Kunstfertigkeit.

1750 ließ sich Abraham Roentgen in Neuwied nieder und eröffnete eine Werkstatt in der Pfarrstraße. Dort schuf er Rokokomöbel in technischer Vollendung, die oft durch besonders raffinierte Mechanik beeindruckten.

Später geriet er in finanzielle Schwierigkeiten, was ihn dazu veranlasste, einen Teil der Lagerbestände einer Hamburger Lotterie zu verkaufen. Das führte allerdings zum Bruch mit den Herrnhutern. 1772 übergab er daher das Geschäft an seinen Sohn David.