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    Watzlawik krönt eine grandiose Woche des SV Roßbach/Verscheid

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    Foto: Jörg Niebergall

    Über die erste Halbzeit gibt es eigentlich nur zwei nennenswerte Dinge zu berichten. In der 44. Minute jagte Roßbachs Maximilian Fichtl einen 16-Meter-Schuss knapp neben das Trierer Tor, während im Gegenzug Eintracht-Stürmer Tim Hartmann den Roßbacher Torwart Jörg Linnig zu einer Glanzparade zwang. Vorher war 43 Minuten lang Langeweile pur angesagt.

    "Bis zum Pause war es mit Sicherheit kein fußballerischer Leckerbissen", kommentierte SVR-Trainer Achim Schmickler den müden Kick, während sein Trierer Gegenüber Herbert Herres dafür den Gastgebern den schwarzen Peter zuschob: "Wir sind nicht nach Roßbach gekommen, um das Spiel zu machen."

    Mit dieser Betrachtung lag der Eintracht-Coach eigentlich auch gar nicht so falsch. Denn im zweiten Abschnitt agierten besonders die Wiedtaler wesentlich forscher nach vorne. Im Lauf der Zeit entwickelte sich so noch eine sehr ansehnliche Oberligapartie. Die größten Chancen lagen zunächst auf Roßbacher Seite. So prüften Fichtl (64.) mit einer "Bogenlampe" und der stark spielende Ebewa-Yam Mimbala (69.) mit einem Fernschuss jeweils den Gästetorwart Philipp Basquit.

    Die Einwechslung von Jeffrey Eshun nach 57 Minuten sorgte für viel Gefahr und Unruhe in der Trierer Hälfte. Doch zwischen der 81. und 86. Minute schwächelte der SVR. Nun konnten sich die Wiedtaler gleich zwei Mal bei ihrem ansonsten arbeitslosen Torwart bedanken, der reaktionsschnell gegen Clems Göpel (81.) und Besart Aliu (86.) einen möglichen Rückstand verhinderte. "Da wollten wir einfach zu viel. Anstatt aus einer sicheren Abwehr heraus zumindest den einen Punkt zu retten, haben wir durch unsere riskanten Offensivaktionen für kurze Zeit die Ordnung in der Defensive vernachlässigt. Das wäre beinahe ins Auge gegangen", sagte Schmickler.

    Aber Roßbach überstand die heikle Phase und drängte in den Schlussminuten vehement weiter auf das 1:0. Als jedoch der eingewechselte Tim Schnug (89.) nach einer schönen Flanke von Eshun aus fünf Metern per Kopf das Tor verfehlt hatte, sah alles nach einem torlosen Unentschieden aus. Doch ausgerechnet der SVR-Defensivroutinier Sascha Watzlawik erlöste mit einem herrlichen Kopfball nach einer Ecke von Adnan Behlulovic in der 90. Minute die Roßbacher Fans.

    "Das haben wir schon mehrmals im Training geübt. Nun konnten wir es in einem so wichtigen Spiel in die Praxis umsetzen", freute sich "Watze" über den "goldenen" Treffer.

    Auch Achim Schmickler war angetan: "Das sind ganz wichtige drei Punkte und ein weiterer Schritt in Richtung Klassenverbleib. Nach den Ergebnissen der Konkurrenten wären wir sonst wieder näher an die Abstiegsplätze geraten", sagte der Coach. "Die Mannschaft ist intakt. Sie hat trotz der Zusatzbelastung im Pokal über 90 Minuten gekämpft und nie aufgegeben. Das war eine grandiose Woche für uns." Von unserem Mitarbeiter Ludwig Velten

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