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    Osterspais Spinnennetz reißt in Engers nach einer Ecke

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    Matthias Daun (2. von links) traf für Engers zum 2:0. Hinten beobachtet Nikolas Merkler seinen Mannschaftskameraden im Zweikampf mit Sebastian Weinand vom FSV Osterspai. Links Osterspais Florian Lemler.
Foto: Jörg Niebergall
    Matthias Daun (2. von links) traf für Engers zum 2:0. Hinten beobachtet Nikolas Merkler seinen Mannschaftskameraden im Zweikampf mit Sebastian Weinand vom FSV Osterspai. Links Osterspais Florian Lemler.
    Foto: Jörg Niebergall

    Bevor es zu den Feierlichkeiten abseits des Rasens kam, mussten sich die Engerser in die Partie regelrecht "reinbeißen". Der Favorit begann souverän und druckvoll, die Gäste, mit nur einer Offensivkraft (Adrian Knop) angetreten, gaben sich mit der Außenreiterrolle scheinbar zufrieden. Nur selten kamen die Bälle gezielt über die Mittellinie. Der Engerser Einbahnstraßen-Fußball war zunächst gut anzuschauen. Doch vor lauter Kür vergaß der Tabellenführer seine Pflicht: die des Tore-Schießens. Gleich zwei Mal binnen 120 Sekunden durfte sich Daniel Fiege ärgern, dass er aus kurzer Distanz erst einmal übers Tor ballerte und anschließend frei an FSV-Torhüter Kai Weiler scheiterte.

    Angesichts der Überlegenheit und der fehlenden Führung passierte das, was einer weitgehend jungen Mannschaft widerfährt, wenn der Plan nicht aufzugehen scheint. Die Engerser wurden zunehmend ungeduldiger und vernachlässigten das Passspiel zugunsten langer Bälle. Es fehlte die Idee, sich zentral vor dem gegnerischen Strafraum entscheidend in Position zu bringen. Mit phasenweise sieben Akteuren bauten die Gäste in dieser Zone eine Art Spinnennetz auf, in der sich die FVE-Kicker verhedderten. Als Spielertrainer Sascha Watzlawik wenige Minuten vor der Pause seine Mitspieler ermahnte ("Spielt doch mal geduldiger") und vermutlich eine Halbzeitansage gedanklich gereift war, half eine Standardsituation zur Führung. Nach einer Ecke hämmerte der beste Engerser, Björn Kremer, den ball aus fünf Metern ins Netz.

    Mit diesem Führungstreffer nahm das Geschehen nach der Halbzeit den erwarteten (oder aus Gästesicht befürchteten) Verlauf. Gästetrainer Marc Mies: "Wir haben eine Halbzeit gut gestanden und waren gut organisiert. Als dann kurz nach der Pause das zweite Tor gefallen war, hatten wir nichts mehr entgegenzusetzen. Engers hat hochverdient gewonnen."

    Im zweiten Abschnitt spielte der FVE cleverer und nutze die Schwächen von Osterspai auf den Außenbahnen. Die Tore zwei und drei wurden über die Flügel lehrbuchartig eingeleitet und schließlich vollendet. Mies wechselte nicht ohne Grund nach der Vorentscheidung beide Außenverteidiger aus. An der Deutlichkeit des Ergebnisses sollte das nichts ändern. Der vermeintliche Aufsteiger spielte und spielte, ließ aber weiterhin starke Gelegenheiten liegen und scheiterte mehrfach an Osterspais Torhüter und Einzelkämpfer Weiler. Er hatte lediglich nach Kremers Soloauftritt (dieser tanzte zentral zwei Gästespieler aus) noch einmal das Nachsehen.

    Die Einseitigkeit des Geschehens wurde lediglich drei Mal bis zum Spielende gestört, was bezeichnend für die kaum existenten Offensivbemühungen des Absteigers war. Nach 70 Minuten segelte im zweiten Durchgang erstmals eine Flanke (von Sebastian Pottbäcker geschlagen) in den Engerser Strafraum - im Gegenzug fiel das erwähnte vierte Engerser Tor. FVE-Torsteher Andreas Pütz durfte in der 80. Minute seinen ersten Torschuss parieren, und in Unterzahl hatte Osterspais Stürmer Knop bei einem Alleingang sogar die Chance auf einen Ehrentreffer. Doch hier zeigte sich der beschäftigungslose Pütz hellwach und dokumentierte, dass seine Anwesenheit nicht nur auf dem Spielberichtsbogen benötigt wurde.

    Entsprechend ausgelassen feierten die Gastgeber nach dem Schlusspfiff geschlossen im Kreis, auch wenn der Aufstieg noch nicht vollzogen ist. FVE-Spielertrainer Sascha Watzlawik: "Wir waren durch die guten Ergebnisse von Osterspai gewarnt und hatten es zunächst schwer, weil wir auch ein paar Chancen liegen gelassen haben." Von den Grillwürstchen nach dem Spielende dürften hingegen keine liegen geblieben sein.

    Von unserem Mitarbeiter

    Marco Lindner

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