Archivierter Artikel vom 21.06.2012, 16:12 Uhr
Berlin

Kritik an Polit-Talkshows

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat seine Kritik an der Talkshow-Flut in ARD und ZDF erneuert. Ihn ärgert nach wie vor die „erbarmungslose Dominanz“ gebührenfinanzierter politischer Talk-Sendungen, die für die Zuschauer keine Informationen transportieren, sagte der CDU-Politiker.

Die politischen Talkshows zeigten keine politischen Hintergründe auf, sondern seien „auf Unterhaltung konditioniert“ und befriedigten nur das punktuelle Interesse an Informationen. „Menschen müssen begreifen, dass das zeitlich befristete Interesse an Politik nicht ausreicht, um mitreden zu können“, betonte Lammert. Auch der ARD-Programmbeirat hatte eine Reduzierung der fünf Polit-Talkshows im Ersten gefordert. Das Gremium kritisierte unter anderem, dass sich Gäste und Themen häufig doppelten. 38 Personen waren demnach zwischen September und April mindestens dreimal zu Gast in einer ARD-Show.