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    Der letzte Schritt für die 88er ins Finale: "Eine Herkulesaufgabe"

    Play-off-Halbfinale, Rückkampf - Jetzt gilt’s. An diesem Samstag (19.30 Uhr) nehmen die Ringer des ASV Mainz 88 ihren zweiten Anlauf in diesem Jahrtausend, um ins Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft einzuziehen. Einen Punkt müssen die 88er gegenüber dem ASV Nendingen aufholen, um den großen Sprung zu schaffen.

    Der Traum vom Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft lebt: 88-Trainer Baris Baglan baut an diesem Samstagabend in Mombach gegen den ASV Nendingen auch auf einen glücklicheren Moment von Hinkampfverlierer George Bucur (links).
    Der Traum vom Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft lebt: 88-Trainer Baris Baglan baut an diesem Samstagabend in Mombach gegen den ASV Nendingen auch auf einen glücklicheren Moment von Hinkampfverlierer George Bucur (links).
    Foto: Harry Braun/Arch

    Die Arena in der Mombacher Sporthalle am Großen Sand wird brechend voll sein. Die Mainzer Fans werden wie ein Mann hinter ihrer Mannschaft stehen. Diese Unterstützung, diese wilde Atmosphäre brauchen die 88er. Denn auch die Nendinger leben ihren Traum vom möglichen Einzug in den Titelendkampf.

    Greco Pascal Eisele (rotes Trikot) will seine unnötige Hinkampfniederlage im Weltergewicht im Rückkampf ausbügeln.
    Greco Pascal Eisele (rotes Trikot) will seine unnötige Hinkampfniederlage im Weltergewicht im Rückkampf ausbügeln.
    Foto: Harry Braun/Arch

    "Es ist nach wie vor eine Herkulesaufgabe", sagt der Mainzer Cheftrainer Baris Baglan vor dem Entscheidungstag. "Die Nendinger verfügen nach wie vor über die Mannschaft mit den großen Namen. Meine Jungs müssen über sich hinauswachsen und auch mal einen unerwarteten Sieg holen. Nur dann kann es am Ende reichen." Die 88er haben in der Tat noch Steigerungspotenzial gegenüber dem mit 19:20 knapp verlorenen Halbfinalhinkampf im Hexenkessel von Geisingen.

    Knapp verlorene Kämpfe

    George Bucur wird darauf brennen, seine vermeidbare 1:3-Niederlage gegen Samet Dülger vergessen zu lassen. Dawid Karecinski konnte sich in Nendingen kaum mehr beruhigen, nachdem ihm der eigentlich verdiente Sieg über Frank Stäbler durch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen vorenthalten wurde; im Heimkampf kann er sich revanchieren. Pascal Eisele war nach der 2:3-Niederlage gegen Eduard Kratz enttäuscht. "Die vierte Runde war der Knackpunkt", ärgerte sich der 20-Jährige. Der Mattenleiter hatte Kratz in diesem Durchgang aktiver gesehen und ihm die Wahl der Lage zugesprochen.

    Pascal Eisele will diesmal mehr

    Kratz entschied sich für die Bodenlage, Eisele konnte ihn nicht bewegen. Hätte Eisele zuvor etwas mehr attackiert, wäre dem Unparteiischen keine andere Möglichkeit geblieben, als dem Mainzer den Vorteil einzuräumen. Viel spricht dafür, dass der 88er in der Bodenlage den 3:1-Sieg perfekt gemacht hätte. "Ich wollte von Anfang an gewinnen", sagte Eisele. "Ich traue mir das zu." Er kann es beweisen.

    Wenn es den 88ern gelingt, aus den offenen Kämpfen, die sie auswärts abgaben, mehr Runden, vielleicht auch den ein oder anderen zusätzlichen Sieg herauszuholen, stehen die Zeichen auf Finale. "Mehr denn je gilt, möglichst klar gewinnen, möglichst knapp verlieren", sagt Baris Baglan. In Nendingen gab eine Runde den Ausschlag über Sieg und Niederlage. Viel deutlicher wird die Entscheidung auch diesmal nicht ausfallen.

    Wie wird Baglan sein Team stellen? Da in Tahir Zaidov ein Deutscher im Fliegengewicht ins Team rutscht, wird ein Platz für einen internationalen Ringer frei. Wahrscheinlich ist, dass Saban Karatas Patric Nuding ersetzt. Der Türke machte im Viertelfinale bei seinen Siegen einen bärenstarken Eindruck. Für den Nicht-EU-Ausländerplatz gibt es Optionen. Elizbar Odikaze könnte im Schwergewicht William Harth verdrängen. Doch einerseits würde dann wieder ein Deutscher fehlen, andererseits hat Harth schon im Halbschwergewicht Nicolai Ceban bezwungen. Warum soll ihm das eine Klasse höher nicht erneut gelingen?

    Kämpft wieder Jaburyan?

    Wahrscheinlicher ist, dass erneut Mihran Jaburyan zum Einsatz kommt. Der würde wieder auf Ghenadie Tulbea treffen, gegen den er in Nendingen 3:1 gewann.

    Die Mainzer haben in dieser Woche täglich trainiert. Alle sind fit, keiner verletzt. Bei den Einheiten im Weisenauer Athletikzentrum bekamen die Ringer auch mit, dass in der Geschäftsstelle, in der die Ticketreservierung bearbeitet wurde, das Telefon überhaupt nicht mehr zur Ruhe kam.

    "Dieses Mitfiebern der Fans ist Wahnsinn", sagt Baris Baglan. "Wir spüren eine unheimliche Solidarität in der Stadt, die uns beflügelt. Mit dieser Unterstützung im Rücken wollen wir das Unmögliche möglich machen."

    Gert Adolphi

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