Archivierter Artikel vom 20.04.2013, 14:30 Uhr

Chronologie des Bostoner Terrors

Erstmals nach den Terrorangriffen vom 11. September 2001 sind die USA wieder Ziel eines tödlichen Bombenanschlags geworden. Ein Rückblick:

15. April:

Drei Menschen sterben, und mehr als 170 werden verletzt, als im Zielbereich des traditionsreichen Marathons der US-Ostküstenstadt Boston zwei Sprengsätze kurz nacheinander explodieren. Die Todesopfer sind ein Achtjähriger, eine 29-jährige Amerikanerin und eine Studentin aus China.

16. April:

US-Präsident Barack Obama bezeichnet das Blutbad von Boston als einen „Terrorakt“. Mehr als 1000 Fahnder sind laut Bundespolizei FBI mit dem Fall befasst. Beide Sprengsätze wurden nach ihren Angaben vermutlich in schwarzen Rucksäcken oder Nylontaschen zum Tatort gebracht. Für Hinweise auf die Verantwortlichen setzt die Feuerwehr 50 000 Dollar (38 000 Euro) Belohnung aus.

17. April:

Die Polizei dementiert Medienberichte über die angebliche Festnahme eines Verdächtigen. Eine für den Abend angekündigte Pressekonferenz zum Stand der Ermittlungen wird von der Bundespolizei mehrfach verschoben und schließlich ganz abgesagt. Weitere Einzelheiten zur Bauart einer der Bomben werden bekannt.

18. April:

Präsident Obama ruft in Boston bei einem Trauergottesdienst mit mehr als 2000 Besuchern die Amerikaner auf, dem Terror zu trotzen. Die Polizei veröffentlicht Fotos zweier noch nicht identifizierter Tatverdächtiger und ruft die Bevölkerung zur Mithilfe auf. Die kurz vor dem Massaker am Tatort aufgenommenen Fotos zeigen zwei junge Männer in dunkler Kleidung mit Rucksäcken. Die Männer sind bewaffnet und gefährlich.

19. April:

Einer der mutmaßlichen Bombenleger wird nach einer Verfolgungsjagd getötet. Bei dem mutmaßlichen Terrorduo soll es sich um ein Brüderpaar aus Tschetschenien handeln, das legal in den USA lebt.