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    ASC stürzt den Tabellenführer: Comeback sorgt für Genugtuung

    Als 20 Minuten vorüber waren, herrschte unter großen Teilen der 650 Zuschauer Einigkeit: Das, so das Empfinden beim Basketball-Regionalligaspiel zwischen dem TuS Treis-Karden und dem ASC Mainz, war die beste Vorstellung der Gastgeber seit Jahren.

    Regionalliga – Als 20 Minuten vorüber waren, herrschte unter großen Teilen der 650 Zuschauer Einigkeit: Das, so das Empfinden beim Basketball-Regionalligaspiel zwischen dem TuS Treis-Karden und dem ASC Mainz, war die beste Vorstellung der Gastgeber seit Jahren.

    30:13 hatte der Tabellenführer den Rivalen aus der Landeshauptstadt im zweiten Viertel niedergebügelt, der Halbzeitstand war 51:33. Dumm nur, dass die Treiser ihren Gästen damit auch Anschauungsunterricht gegeben hatten: "Uns wurde gezeigt, was man tun muss, um so ein Spiel zu gewinnen", sagte ASC-Trainer Wolfgang Ortmann später – zu einem Zeitpunkt, als die Mainzer den Spitzenreiter mit 77:75 geschlagen und gestürzt hatten.

    "In der zweiten Halbzeit war alles anders", frohlockte Coach Alexander Heidbrink. Bis dahin war sein Team mit dem körperbetonten Spiel der Treiser nicht zurechtgekommen. "Aber dann kamen wir aus der Kabine, haben endlich Defense gespielt, dem Gegner Paroli geboten, uns vorne besser bewegt und schnelle Entscheidungen getroffen." Rasch verkürzten die Gäste den Rückstand auf acht Zähler. "Das war nach der Pause ein Raketenstart", sagte Heidbrink, "dass unser Vorhaben so extrem gut funktionieren würde, hat mich selbst überrascht."

    Erste Treiser Heimniederlage

    Diese hohe Intensität mit einer "überragenden Defenseleistung von allen, die aufs Feld kamen" (Heidbrink), hielt der ASC bis zum Ende durch. Die Gastgeber kamen überhaupt nicht mehr zur Entfaltung, mehrmals lief die 24-Sekunden-Schussuhr ab, ohne dass der TuS zum Abschluss kam. Trainer Emir Colan war hinter derart bedient, dass er sich auf einen einzigen Satz beschränkte: "Das war einfach nur dumm."

    Dass sie die erste Halbzeit "nicht zum ersten Mal völlig verkackt hatten", war gestern Abend angesichts der sensationellen zweiten Halbzeit kein Thema mehr. Heidbrink und Ortmann waren vielmehr stolz darauf, dass es ihren Spielern gelungen war, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Immerhin war es dem ASC damit auch gelungen, dem bisherigen Tabellenführer in der laufenden Saison die erste Heimniederlage beizubringen.

    Dieser Sieg, bestätigte Heidbrink, sei für ihn eine Genugtuung. Nicht, weil sein Team das Vorrundenspiel nach deutlichem Sieg am Grünen Tisch verloren hatte. "Das war für uns eine ärgerliche Sache, hatte aber mit dem heutigen Spiel nichts zu tun", sagte der Sportliche Leiter des ASC. "Die Genugtuung ziehe ich daraus, dass wir nach einem unfassbaren Comeback beim Spitzenreiter gewinnen, und dass eine Mannschaft, die sich schon wie den sicheren Sieger feiert, am Ende bedröppelt aus der Halle schleicht."

    Peter H. Eisenhuth

    ASC Mainz: Whitfield (10), Brauner (8), Zander (18), Kühlborn (2), Koltai (4), Schön (11), Zutic (4), Luyeye-Kuelusukina (20).

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