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    SohrenGösenroth/Laufersweiler: Debakel vor 600 Fans

    Was für eine tolle Kulisse in Sohren – und was für ein schwacher Auftritt der SG Gösenroth/Laufersweiler: In seinem ersten Spiel der Oberliga-Aufstiegsrunde ging der Rheinlandmeister vor 600 Zuschauern gegen den TV Offenbach mit 14:32 (5:13) unter. Für den Pfalzmeister war es nach dem 32:23 gegen den TV Niederwürzbach der zweite Sieg im zweiten Match. Die 100 pfälzischen Fans feierten nach der Schlusssirene die Rückkehr in die Oberliga nach zwei Jahren. Um das zweite Oberliga-Ticket in der Dreierrunde streiten sich am Sonntag um 16 Uhr Niederwürzbach und Gösenroth. Aufgrund der höheren Niederlage gegen Offenbach muss die SG im Saarland gewinnen, ansonsten spielt sie auch in der nächsten Saison weiter in der Rheinlandliga.

    Wenn es einen Spieler gab, der annähernd Normalform bei Gösenroth hatte, dann war es Youngster Jona Conrath (in Rot-Schwarz): Der Linksaußen traf dreimal für die SG beim 14:32-Debakel gegen den TV Offenbach vor der sagenhaften Kulisse von 600 Zuschauern in Sohren. Foto: B&P Schmitt
    Wenn es einen Spieler gab, der annähernd Normalform bei Gösenroth hatte, dann war es Youngster Jona Conrath (in Rot-Schwarz): Der Linksaußen traf dreimal für die SG beim 14:32-Debakel gegen den TV Offenbach vor der sagenhaften Kulisse von 600 Zuschauern in Sohren.
    Foto: B&P Schmitt

    Aber: Gösenroth und Oberliga? Wer den SG-Auftritt gegen Offenbach gesehen hat, muss sich schon die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines Aufstiegs stellen. Die Verantwortlichen blieben nach dem Debakel ruhig. „Wir haben die Rheinlandliga dominiert, eine Mannschaft wächst mit ihren Aufgaben, warum sollte das auch nicht für uns gelten?“, sagte SG-Chef Ralf Johann: „Das Spiel gegen Offenbach sollte man nicht als Maßstab nehmen. Beim Skifahren würde man sagen: klassisch verwachst. So schlecht habe ich unsere Mannschaft noch nie gesehen. Wir sind auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Aber: Die Uhren werden jetzt auf Null gestellt. Ein Sieg in Niederwürzbach – und wir spielen nächste Saison Oberliga.“

    Trainer Igor Domaschenko versuchte nach dem 14:32 die richtigen Worte zu finden: „So hoch habe ich als Trainer und als Spieler noch nie verloren. Es waren so viele Zuschauer da, und dann zeigen wir so eine peinliche Leistung. Jeder meiner Jungs hat gekämpft, aber die Trefferquote war ganz schlecht mit vielleicht 20 Prozent, wir hatten kein Zusammenspiel. Die Abwehr war am Anfang noch okay, im zweiten Durchgang dann auch schwach.“ Die großartige Kulisse hätte seine SG zudem gehemmt: „Ich denke, der Druck war zu hoch für meine jungen Spieler. Als ich gesehen habe, dass so viele Zuschauer hier sind, habe ich schon befürchtet, dass wir damit nicht umgehen können.“

    So kam es dann auch. Nach elf Minuten stand es 1:7, der Gäste-Keeper Florian Pfaffmann hatte zu dem Zeitpunkt schon drei (!) Gösenrother Siebenmeter gehalten. Der zu Beginn nur auf der Bank sitzende Torjäger Heinrich Löwen brachte Gösenroth nach 17 Minuten auf 4:7 heran. Die SG schien endlich im Spiel angekommen zu sein. Doch weit gefehlt: 60 Sekunden später stand es 4:9, wenig später 4:13 (27.) – das Debakel nahm seinen Lauf.

    Vor allem die beiden Schlüsselspieler Löwen und Anton Domaschenko enttäuschten auf ganzer Linie. Löwen packte schon früh die Brechstange aus und gab erfolglos den Alleinunterhalter. Mickrige 4 Treffer bei rund 15 Versuchen standen am Ende bei ihm zu Buche. „Wir haben es nur über die Mitte versucht, so wollten wir eigentlich nicht spielen“, kritisierte Domaschenko indirekt Löwen. Und auch sein Sohn bekam sein Fett weg: „So schlecht habe ich Anton noch nie gesehen.“ Domaschenko junior gelang kein Treffer, er fluchte die komplette zweite Hälfte vor sich hin. Löwen hatte da schon lange resigniert. Der Rest bei Gösenroth war geprägt von Fassungslosigkeit über die eigene Leistung.

    Auf die Frage, ob man in der Pfalzliga so ein leichtes Spiel in dieser Saison gehabt hätte, antwortete Offenbachs Trainer Christoph Morio ehrlich: „Nein, so einfach hatten wir es lange nicht mehr. Mir war klar, wenn unsere Abwehr steht und sie Löwen und Domaschenko in den Griff bekommt, dann werden wir kein Problem haben, gegen Gösenroth zu gewinnen.“ Morio behielt Recht, es wurde für ein Spaziergang in die Oberliga.

    Der Gäste-Trainer diente als guter Experte, wer seinen Offenbachern am kommenden Sonntag in die Oberliga folgen könnte: „Bei Niederwürzbach ist es ähnlich wie bei Gösenroth, das Spiel ist auf zwei Spieler ausgelegt. Es kann ein spannendes Spiel werden, aber ich denke, Niederwürzbach hat definitiv einen großen Vorteil: Sie spielen zu Hause.“ Und das vor vielen Zuschauern, denn der Ex-Bundesligist Niederwürzbach (bis 1999) ist den Handballfans immer noch Musik in den Ohren. „Dann war das Spiel gegen Offenbach unter dem Aspekt ja eine gute Generalprobe“, suchte SG-Chef Ralf Johann verzweifelt nach einem Hoffnungsschimmer für das „Finale“ am Sonntag: „In Niederwürzbach müssen wir dem Druck dann eben standhalten.“ Nach der Abfuhr von Sohren glauben nur noch die kühnsten Optimisten an einen Gösenrother Aufstieg in die Oberliga.

    Michael Bongard

    SG Gösenroth/Laufersweiler - TV Offenbach 14:32 (5:13)

    Gösenroth: Martin, J. Schneider – Scherschlicht (2), L. Schneider, E. Hermann, Koch (1), F. Saam (2), Conrath (3), Löwen (4), Domaschenko, Friedrich (1/1), Schmitz (1).

    Offenbach: Pfaffmann – Kunz (7/5), Gläßgen (6), Übel, S. Mohra (2), Metz (2), Steuer (4), Meyer (1), Graap (2), Pfalzer (2), P. Mohra (1), Busch (1), Daum (4).

    Schiedsrichter: Mark Bertram/ Florian Deyer (Kirn).

    Zuschauer: 600.

    Spielfilm: 1:7 (11.), 4:7 (17.), 4:13 (27.), 5:13 (Halbzeit); 7:17 (38.), 10:23 (48.), 14:32 (Endstand).

    Besonderheit: Rot für Koch (Gösenroth) wg. dritter Zeitstrafe (49.).

    Nächste Aufgabe für Gösenroth: am Sonntag (16 Uhr) beim TV Niederwürzbach.

    Handball (LJD)
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