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Mainz

TuS Koblenz holt in Mainz ein 0:2 auf und verliert doch mit 2:3

Auch wenn es hart klingen mag: Spätestens am Freitag, 13. Oktober, hat der Abstiegskampf für die TuS Koblenz in der Fußball-Regionalliga Südwest begonnen. Im 13. Punktspiel unterlagen die Schängel beim bisherigen Tabellenletzten TSV Schott Mainz nach wechselhaftem und nervenaufreibendem Verlauf ein wenig überraschend mit 2:3 (0:2). Die siebte Niederlage der Saison spülte die Koblenzer mit schmalen acht Zählern hinter Mainz auf den vorletzten Platz zurück, nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz trägt Röchling Völklingen jetzt die Rote Laterne. Die Saarländer hatten ihren bislang einzigen Sieg (3:2) bekanntermaßen am ersten Spieltag eingefahren – zu Hause gegen die TuS.

Vergebene Mühe: Dem Koblenzer Angreifer Dejan Bozic (Zweiter von rechts) und auch seinem neuen Sturmpartner Lukas Hombach (verdeckt im roten Trikot) war beim bitteren 2:3 im Kellerduell in Mainz kein Erfolgserlebnis vergönnt.  Foto: Heinz-Jörg Wurzbacher
Vergebene Mühe: Dem Koblenzer Angreifer Dejan Bozic (Zweiter von rechts) und auch seinem neuen Sturmpartner Lukas Hombach (verdeckt im roten Trikot) war beim bitteren 2:3 im Kellerduell in Mainz kein Erfolgserlebnis vergönnt.
Foto: Heinz-Jörg Wurzbacher

Der Koblenzer Trainer Petrik Sander musste im Vergleich zum Spiel gegen Offenbach notgedrungen eine Position in der Startelf ändern. Für den gesperrten Kapitän André Marx rückte der erst dieser Tage verpflichtete Lukas Hombach ins Team, was einige Umstellungen nach sich zog. Hombach bildete im 4-4-2 gemeinsam mit Dejan Bozic die Doppelspitze, Daniel von der Bracke rückte aus dem defensiven Mittelfeld zurück ins Zentrum der Abwehr und bekleidete dort die üblicherweise von Marx besetzte Position.

Ob es an der neuen Formation lag oder am ungewohnten Kunstrasen? Auf jeden Fall kam die TuS schleppend in die Begegnung und lag nach der ersten echten Chance des Gegners schon in Rückstand. Nach einer Ecke von der linken Mainzer Seite kam der aufgerückte Innenverteidiger Nenad Simic am hinteren Rand des Fünfmeterraums relativ ungehindert zum Kopfball, der Aufsetzer sprang hoch in den gegenüberliegenden Winkel – Chris Keilmann im Tor der Schängel war an diesem Abend erstmals geschlagen (5.).

Und nicht einmal vier Minuten später hätte es um Haaresbreite erneut im Gehäuse der Gäste eingeschlagen. Silas Schwarz kam nach simpler Kombination auf halbrechter Position völlig frei zum Abschluss, sein Schuss rauschte aber um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Es war so etwas wie der Weckruf für bis dato lethargische Koblenzer, die auf der Gegenseite nach einer knappen Viertelstunde nur knapp den Ausgleich verpassten. Einen Eckball von Nicolai Lorenzoni erwischte Michael Stahl in der Mainzer Gefahrenzone mit dem Kopf, doch das Spielgerät klatschte nur an die Latte des Schott-Kastens (14.).

Fortan diktierte die TuS das Geschehen, die nächste Chance bot sich aber den Platzherren. Jan Just tauchte über die linke Angriffsseite vor Keilmann auf, doch der verhinderte mit einem Reflex das mögliche 2:0 (27.). Auf der Gegenseite wäre Hombach fast der Ausgleich geglückt, als Just über den Ball trat und die Nummer 24 frei vorm Tor nur den herausstürzenden TSV-Keeper Niklas Reichel traf. Die nächste gute Gelegenheit brachte dann ein Erfolgserlebnis, zum Leidwesen der Schängel aber für den Gastgeber. Schwarz brachte sich unbedrängt über rechts aus knapp 20 Metern in Position, sein satter, aber sicher nicht unhaltbarer Schuss schlug direkt über Keilmann ein – 2:0 (39.).

Es war die letzte nennenswerte Aktion zur Pause, da hätte es gut und gerne auch 4:2 für Mainz stehen können. Coach Sander reagierte früh wie selten, brachte Marco Koch für Dino Bajric ins Spiel. Die Nummer 21 agierte offensiv auf der linken Seite. Nicolai Lorenzoni rückte nach hinten in die Abwehr, Müller wechselte ins zentrale Mittelfeld. Das machte sich schnell bezahlt: Kevin Lahn wurde knapp hinter der Strafraumlinie gelegt, der Unparteiische deutete sofort auf den Punkt. Michael Stahl ließ sich das nicht entgehen und nutzte den fälligen Foulelfmeter kaltschnäuzig zum Anschluss (54.).

Sieben Minuten später schafften die Schängel schon den Ausgleich. Der frisch ins Spiel gekommene Koch nahm nach einer weiten Hereingabe am langen Pfosten gefühlvoll Maß und überlupfte Reichel zum 2:2. Koblenz blieb am Drücker, dem Gegner fiel offensichtlich nicht mehr viel ein. Die TuS tauschte zum zweiten Mal aus, für den angeschlagenen Kevin Lahn kam Felix Käfferbitz in die Partie. Und der musste tatenlos mit ansehen, wie die fast mausetoten Mainzer urplötzlich zurückschlugen. Ein Freistoß fand in der Mitte den erst 60 Sekunden zuvor eingewechselten Stephane Eba Eba, er markierte zielgenau per Kopf den dritten Treffer des Gastgebers (79.). Dabei blieb es trotz aller Koblenzer Bemühungen bis zum Schlusspfiff nach etwas mehr als drei Minuten Nachspielzeit – eine bittere und sicher auch vermeidbare Niederlage.

Bis zur nächsten Prüfung müssen die Koblenzer nicht lange warten. Am Dienstag um 19 Uhr steht das Rheinlandpokal-Achtelfinale beim Ost-Bezirksligisten SG Weitefeld auf dem Rasenplatz in Neunkhausen auf dem Programm.

Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann

TSV Schott Mainz - TuS Koblenz 3:2 (2:0)

Mainz: Reichel - Kern (78. Eba Eba), Simic, Just, Schlosser - Schneider (36. Senftleben) - Schwarz (59. Iten), Sakai, Soultani, Güclü - Ripplinger.

Koblenz: Keilmann – Antonaci, von der Bracke, Schüler, Müller - Bajric (46. Koch), Stahl – Lahn (75. Käfferbitz), Bozic, Lorenzoni – Hombach.

Schiedsrichter: Mario Hildenbrand (Wertheim).

Zuschauer: 812.

Tore: 1:0 Simic (5.), 2:0 Schwarz (39.), 2:1 Stahl (54., Foulelfmeter), 2:2 Koch (61.), 3:2 Eba Eba (79.).

Gelbe Karten: Simic - Stahl (1).

Nächste Aufgabe für Koblenz: am Dienstag um 19 Uhr im Rheinlandpokal-Achtelfinale bei der SG Weitefeld (in Neunkhausen).

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