40.000
Aus unserem Archiv
Koblenz

Koblenz in der Abstiegszone: TuS erhält trotz Niederlage jede Menge Lob

Die Hälfte der Saison ist vorbei. Die TuS Koblenz liegt mit nur 13 Punkten aus 18 Spielen auf dem 17. Platz in der Abstiegszone der Fußball-Regionalliga Südwest. Das sind die wenig verheißungsvollen Fakten. Aber nach dem ärgerlichen 2:3 (2:2)-Verlust gegen die SV 07 Elversberg drängt sich unweigerlich einmal mehr die Frage auf: Wie konnte es trotz größtenteils ordentlicher Leistungen in der Summe so schlecht laufen?

Hier ist es, das zuletzt obligatorische Gegentor für die Koblenzer nach der 80. Minute: Der zurückgeeilte Kevin Lahn (in der Mitte) kommt gegen den eingewechselten Sven Sellentin zu spät, TuS-Keeper Chris Keilmann muss den Schrägschuss zum finalen 2:3 passieren lassen.  Foto: Jörg Niebergall
Hier ist es, das zuletzt obligatorische Gegentor für die Koblenzer nach der 80. Minute: Der zurückgeeilte Kevin Lahn (in der Mitte) kommt gegen den eingewechselten Sven Sellentin zu spät, TuS-Keeper Chris Keilmann muss den Schrägschuss zum finalen 2:3 passieren lassen.
Foto: Jörg Niebergall

50 Prozent ihrer Spiele haben die Schängel verloren, jedesmal mit nur einem einzigen Tor Unterschied. Dreimal hintereinander lag die TuS zuletzt auf Kurs, um dann mit jeweils einem Gegentor jenseits der 80. Minute insgesamt fünf Punkte abzugeben. Leichtfertig verschenkt wurde Zählbares vornehmlich in den Spielen gegen Konkurrenten aus dem Keller, in Völklingen, Frankfurt und Mainz gab es vermeidbare Niederlagen.

Trainer Petrik Sander äußerte sich nach der Partie gegen Elversberg ruhig und gefasst: „Das Spiel wurde entschieden durch die entsprechende Offensiveffektivität – logischerweise verbunden mit der vorhandenen Qualität. Wenn ich aus so wenig drei Tore mache, dann spricht das für den Gegner. Wir haben gut und couragiert gespielt. Aber wenn du aus so vielen Möglichkeiten nur zwei Tore erzielst, dann reicht es eben einfach nicht.“ Danach nahm er Stellung zur gesamten Situation: „Die Tabelle lügt ja nicht. Mit 13 Punkten bist du ein klarer Abstiegskandidat. Ich bin froh, dass diese Dreckshinrunde jetzt vorbei ist – vor allem, wenn man mal sieht, wie viele Punkte wir da verpasst haben.“

In der Anfangsphase spielten die Koblenzer den mit erlesenen Spielern gespickten Gegner phasenweise an die Wand. Das gab Elversbergs Coach Karsten Neitzel unumwunden zu: „Da musst du auch mal den Mut zur Wahrheit haben, da hätten wir schon chancenlos hinten liegen können. Das Spiel hatte extreme Hochs und Tiefs. Am Ende sind wir mit keiner guten Leistung als glücklicher Gewinner gegen einen sehr, sehr starken Gegner vom Platz gegangen.“

Das Manko des Gastgebers: Es war nur ein einziger Treffer, den die TuS im ersten und besten Drittel der Begegnung zuwege brachte – und das trotz exzellenter Chancen. Die Beschreibung des einzigen Erfolgserlebnisses: Ricardo Antonaci brachte die blau-schwarzen Farben der Schängel nach einer Viertelstunde per Abstauber in Führung, als SV-Keeper Frank Lehmann einen Schuss des freistehenden Dejan Bozic auf Vorlage des starken Kevin Lahn nur ungenügend zur Seite klären konnte. Bis dahin hätten die Koblenzer aber schon zwei Tore erzielen können – besser: müssen, der Gegner bot der TuS erstaunlich viel Freiraum in vorderster Linie.

Binnen 180 Sekunden drehten bis dahin überhaupt nicht präsente Elversberger urplötzlich die Begegnung. Erst traf Julius Perstaller praktisch aus dem Nichts heraus zum 1:1 (37.), wenig später war es Stefano Cincotta, der den Verlauf der Partie komplett auf den Kopf stellte (39.). Davon ließen sich die Platzherren aber nicht entmutigen, Michael Stahl sorgte zwei Minuten nach dem Rückstand im Anschluss an einen Freistoß von Andreas Glockner schon wieder für ausgeglichene Verhältnisse.

Wer annahm, ambitionierte Elversberger würden nach der Pause eindeutig das Kommando übernehmen, sah sich getäuscht. Koblenz hielt weiterhin munter mit. Bozic traf zwar für die TuS mit einem Schuss von der Strafraumgrenze ins Schwarze (50.), soll dabei aber nach Meinung des Schiedsrichters im Abseits gestanden haben. Eine Viertelstunde danach war das Spiel für den Koblenzer Angreifer mit der Nummer 19 gelaufen, er verletzte sich schwer an der linken Schulter und musste mit der Trage und schmerzverzerrtem Gesicht abtransportiert werden. Für in griff Lukas Hombach ins Geschehen ein.

Nach knapp fünfminütiger Unterbrechung ging es weiter, die Gäste kamen besser ins Rollen. Und nutzten rigoros eine sich bietende Gelegenheit, als der eingewechselte Sven Sellentin auf der rechten Seite maßgenau bedient wurde und dem herauseilenden TuS-Schlussmann Chris Keilmann keine Abwehrchance ließ (81.). Trotz aller Bemühungen wollte den Schängeln auch in der fünfminütigen Nachspielzeit der verdiente Punktgewinn nicht mehr glücken.

Fazit: Wirklich gut gespielt, leidenschaftlich gekämpft, aber nichts geholt. Nun trifft die TuS zum Rückrunden-Auftakt im Heimspiel auf den SV Röchling Völklingen (Sonntag, 19. November, 14 Uhr). Keine Frage, dass dann ganz dringend drei Punkte hermüssen, um den noch nicht aussichtslosen Rückstand aufs rettende Ufer deutlich zu verkürzen.

Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann

Fußball-Regionalliga
Meistgelesene Artikel
Fußball Männer
Fußball Frauen
Neuzugang Yuko Aizawa (links; rechts kommt Mitspielerin Angelika Weber einen Schritt zu spät) steuerte zwei Treffer für den SC 13 zum 4:0-Sieg gegen den MSV Duisburg II bei. Foto: Vollrath

im Rheinland

- Westerwald

- Mittelrhein/Mosel

- Rhein-Lahn

im Südwesten

 späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

Fußball Mix
Kapitän Tim Schulz (links) bemühte sich mit seinen Betzdorfer Mitspielern zwar, doch auch gegen Elversberg reichte es am Ende nicht.

Jugendfußball

- im Rheinland

- im Südwesten

Fußballpokale

Hallenfußball

 späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

Regionalsport Mix
Sport-Lokalteile
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
  • Regionalsport
  • Newsticker
  • Lokalticker