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    Koblenz

    Stahl schießt die Schängel zum Sieg gegen Nöttingen

    "Ein sensationelles Jahr." Trainer Petrik Sander und Kapitän André Marx wählten etwas zeitversetzt die gleichen Worte, um die sportliche Situation ihrer TuS Koblenz ins für sie rechte Licht zu rücken. Meisterschaft in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, Rückkehr in die Regionalliga Südwest, Platz sieben zur Winterpause nach dem verdienten 1:0 (0:0) gegen den FC Nöttingen - keine Frage, dass da in der Vorweihnachtszeit bei den Schängeln so ziemlich alles glänzt.

    Der Schlüssel zum Erfolg: Die Koblenzer Defensive - von rechts mit Kapitän André Marx, Ricardo Antonaci (am Boden im Dreikampf) und Daniel von der Bracke - ließ zum dritten Mal hintereinander kein Gegentor zu, gegen Nöttingen gab's unterm Strich einen verdienten 1:0-Sieg.  Foto: Wolfgang Heil
    Der Schlüssel zum Erfolg: Die Koblenzer Defensive - von rechts mit Kapitän André Marx, Ricardo Antonaci (am Boden im Dreikampf) und Daniel von der Bracke - ließ zum dritten Mal hintereinander kein Gegentor zu, gegen Nöttingen gab's unterm Strich einen verdienten 1:0-Sieg.
    Foto: Wolfgang Heil

    Sander ergänzte: "Was der Verein 2016 geleistet hat, ist der Wahnsinn. Wem die Tabelle am Herzen liegt, der wird froh und glücklich sein. Man muss nur mal sehen, wer da alles unter uns steht." Wenn es das Wellental im Fußball wirklich gibt, dann haben es die Koblenzer in dieser Saison definitiv durchlaufen: Neun Spielen mit nur einer Niederlage zum Auftakt folgten sechs Pleiten in Serie, danach wieder acht Partien mit nur einer Begegnung ohne Punkte. Der obere Rand der Abstiegszone ist bestenfalls mit dem Fernglas zu erkennen, neun Zähler Abstand zum 14. Platz in einer allerdings etwas schiefen Tabelle sind ein ordentliches Polster. Beschauliche Festtage sind garantiert. Torhüter Sebastian Patzler gab auch nach dem Abpfiff generös den Weihnachtsmann, er verschenkte zwei Paar seiner Handschuhe an die Balljungen.

    Mit seinem vierten Saisontor avancierte Michael Stahl gegen das Schlusslicht aus Nöttingen in der Mitte der zweiten Halbzeit zum Matchwinner: "Uns reicht oft dieses eine Ding, um zu gewinnen. Der Schlüssel ist unsere gute Defensive. Im Abschluss müssen wir uns noch verbessern, das ist das Vorhaben fürs neue Jahr."

    Nur Marx als Innenverteidiger steht mit fünf Erfolgserlebnissen in der vereinsinternen Statistik über dem Torschützen des Jahres 2010. Und der Spielführer konnte die Bilanz mit drei Siegen in Serie ohne Gegentor selbst kaum glauben: "Der Trainer wollte sechs Punkte aus diesen Spielen, jetzt haben wir sogar mit neun das Maximale herausgeholt. Erst der Aufstieg und nun mit 33 Punkten in die Winterpause - jetzt können wir in Ruhe unseren Urlaub genießen."

    Ein wenig zu bemängeln gibt es immer: Die Ausbeute in der vordersten Abteilung könnte besser sein, diese These galt auch oder gerade fürs Spiel gegen Nöttingen. Beispielhaft sei da vor allem die Szene in der 50. Minute genannt, als das 1:0 nicht nur sprichwörtlich in der Luft lag, sondern auch zu fast 100 Prozent auf dem Fuß des Koblenzer Mannes mit der Nummer sechs. Doch Andreas Glockner wollte es nach klasse Vorarbeit von Kevin Lahn wohl zu gut machen und setzte den Ball aus der Nahdistanz freistehend und zum Entsetzen des eigenen Anhangs am Pfosten vorbei.

    In der 67. Minute war der Bann gebrochen. Der bis dato fehlerfreie Nöttinger Keeper Robin Kraski segelte im Strafraum unter einem Glockner-Eckball hindurch, nach dem folgenden Kopfstoß in die Gefahrenzone direkt vors Tor brauchte Stahl im Prinzip nur noch den Fuß hinzuhalten - die überfällige Führung war perfekt und der neunte Saisonsieg greifbar nahe. In den übrigen 23 Minuten plus 270 Sekunden Nachspielzeit bis zum Ende war die TuS dem 2:0 deutlich näher als der harmlose Gegner dem Ausgleich. Zweimal Marx (82., 86.) und auch der enorm fleißige, aber im Abschluss weiterhin glücklose Dejan Bozic (85.) hätten noch erhöhen können, unterm Strich war am verdienten Erfolg der Schängel aber nicht zu rütteln.

    FC-Coach Dubravko Kolinger, der in der Saison 2005/2006 als Aktiver insgesamt 21 Spiele für die TuS bestritten hat, nahm's relativ gefasst zur Kenntnis, räumte aber auch ein: "Meine Rückkehr nach Koblenz habe ich mir anders vorgestellt. Wir wollten tief stehen, wenig Räume bieten, den Gegner vom Tor fernhalten. Wir haben ganz gut verteidigt, konnten aber auch von Glück reden, dass wir nicht schon vor dem 0:1 in Rückstand geraten sind. Beim Gegentor haben wir einen Riesenbock geschossen, das war zu einfach. Mit der Brechstange haben wir dann nichts mehr erreicht."

    Sein Kollege auf Koblenzer Seite entgegnete: "Wir brauchten Geduld. In der ersten Halbzeit fehlte nur der Dosenöffner, Chancen genug hatten wir ja. Das Tor haben wir dann förmlich erzwungen." Sander wäre aber nicht Sander, wenn er trotz der komfortablen Lage nicht noch schnell warnend den Finger heben würde: "Wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass das jetzt so munter weitergeht. Mit 33 Punkten steigst du ab, wir haben noch nichts erreicht. Unser Kader ist sehr dünn. Wenn mal vier oder fünf Spieler gleichzeitig ausfallen, dann wird’s echt schwer." Personeller Nachbesserungsbedarf ist also vorhanden, die dazu nötigen finanziellen Mittel aber wohl eher nicht oder nur in begrenztem Maße.

    Die Schar der Schängel-Sympathisanten muss sich nun eine ganze Weile gedulden, bevor sie den nächsten Pflichtspielauftritt ihrer Schützlinge bewundern darf. Erst am Karnevalwochenende geht es für die TuS in der Liga weiter, laut Plan kommt es am Samstag, 25. Februar, um 14 Uhr zum Derby gegen Eintracht Trier. Der kommende Gegner liegt im Tableau satte 18 Punkte hinter den Koblenzern. Ein weiterer Beweis für die Qualität der TuS im auslaufenden Kalenderjahr.

    Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann

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