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Emmelshausen

Bast bricht Bann beim ersten TSV-Sieg

Michael Bongard

Der TSV Emmelshausen hat am vierten Spieltag der Fußball-Oberliga im Aufsteiger-Duell die Hassia aus Bingen mit 3:1 (2:0) geschlagen und die ersten drei Zähler eingefahren. Damit übergab der TSV die Rote Laterne an den FV Diefflen und sprang auf den drittletzten Tabellenplatz 16.

Erstmals Torjubel bei TSV Emmelshausen in der Oberliga: Nils Bast (Dritter von links) traf gegen Hassia Bingen zum 1:0, Eric Peter (Zweiter von links) und Tobis Lenz (Vierter von links) steuerten die beiden anderen Treffer beim 3:1-Sieg hinzu.  Foto: Wolfgang Schmidt
Erstmals Torjubel bei TSV Emmelshausen in der Oberliga: Nils Bast (Dritter von links) traf gegen Hassia Bingen zum 1:0, Eric Peter (Zweiter von links) und Tobis Lenz (Vierter von links) steuerten die beiden anderen Treffer beim 3:1-Sieg hinzu.
Foto: Wolfgang Schmidt

Um 16.47 Uhr war es am Samstag mit dem Abpfiff von Schiedsrichter Luca Schiliro Gewissheit: Der TSV Emmelshausen hat seine allerersten Oberliga-Punkte im Sack. Und das hatten sich die Mannen von Julian Feit gegen eine harmlose Hassia mehr als verdient. „Es macht doch einfach mehr Bock, zu gewinnen“, lachte der Trainer nach dem ersten Dreier.

Dafür musste natürlich erst einmal das erste Tor her – in der 29. Minute war es gegen Bingen soweit, noch präziser nach 299 Saisonminuten. Fast genau fünf Stunden musste der TSV auf den Torschrei warten. Der erste Emmelshausener Oberliga-Treffer war Chefsache, Kapitän Nils Bast übernahm die „Verantwortung“. Bast schilderte den Moment so: „Die Ecke von Tobi Lenz kam perfekt, ich bin zum richtigen Zeitpunkt eingelaufen und habe den Ball unter die Latte geköpft. Da hat alles gepasst.“ Eine Last fiel dem TSV von den Schultern, das merkte man förmlich. „Das war das Erfolgserlebnis, was uns in den ersten drei Spielen gefehlt hat“, sagte Bast: „Nach dem 1:0 hatten wir eine richtig breite Brust.“ Das bekamen die Binger zu spüren. „Das 1:0 war der Schlüsselmoment“, meinte Hassia-Coach Nelson Rodrigues: „Man hat gemerkt, wie uns das Spiel aus der Hand ging.“ Bis zum 0:1 sah Rodrigues seine Hassia einen Tick besser. Eine Chance hatten die Gäste, nach sieben Minuten lenkte TSV-Keeper Jonas Börsch einen Kopfball von Mükerrem Serdar (er ist der ältere Bruder von Schalkes 10,5-Millionen-Euro-Einkauf, dem Ex-Mainzer Suat Serdar) über die Latte. „Ich fand uns etwas stärker“, wiederholte Rodrigues: „Beim TSV hatte ich nie das Gefühl, das was passiert. Aber dann kam dieser Eckball.“

Der TSV war nach dem 1:0 wie aufgedreht und legte direkt das 2:0 nach: Der überragende Mittelfeldmann Gerrit Wißfeld klaute der Hassia im Spielaufbau den Ball, leitete zu Eric Peters weiter, der seinen Sturmpartner Tobias Lenz auf die Reise schickte – mit links schlenzte Lenz den Ball alleine vor Hassia-Torsteher Jens Maass aus zehn Metern ins Eck (37.).

Das dritte TSV-Tor war fast eine Kopie des 2:0, denn wieder gewann Wißfeld den Ball, gab ihn an Lenz, der Rechtsaußen Niklas Kasper steil schickte. Kasper bediente Peters und der traf unter gütiger Mithilfe von Maass aus 16 Metern zum 3:0 nach 65 Minuten. „Klar war das ein Torwartfehler“, sagte Peters: „Aber unser Trainer hatte die ganze Woche im Training gepredigt: Denkt nicht nach, haut ihn einfach rein. Das habe ich gemacht.“ Ein Tor, eine Vorlage – der 29-Jährige, der früher schon für Mayen und Wirges in der Oberliga kickte, war so etwas wie der TSV-Matchwinner. „Darauf habe ich lange warten müssen“, sagte Peters, der vor mehr als zwei Jahren das letzte Mal in der TSV-Startelf stand und danach verletzungsbedingt nicht auf die Beine kam. Gegen Bingen zauberte Feit Peters aus dem Hut – ein Volltreffer. Bast fand die Aufstellung von Peters goldrichtig: „Eine mega Sache, was er da abgeliefert hat. Eric ist eben ein Motivationsmonster.“ Das 1:3 von Serdar nach 68 Minuten verhagelte nur kurz die Emmelshausener Jubelstimmung. „Man denkt kurz drüber nach, dass das Spiel vielleicht doch noch kippt, aber wir haben so gut verteidigt, da war mir schnell klar, dass da nix mehr anbrennt“, sagte Bast.

Der TSV durfte ab 16.47 Uhr die ersten drei Oberliga-Punkte gebührend feiern. Ein besseres Geschenk hätte es an seinem 62. Geburtstag für Teammanager Winni Hawig nicht geben können. „Ich habe den Jungs vorher gesagt: Lasst den Winni nicht hängen“, lachte der Sportliche Leiter Karl Hartmann und nahm seinen jahrzehntelangen TSV-Mitstreiter nach dem bisher historischsten Emmelshausener Sieg in die Arme.

Von unserem Redakteur Michael Bongard

TSV Emmelshausen - Hassia Bingen 3:1 (2:0)

Emmelshausen: Börsch – Weber, Bast, Wolf, Hachenthal - Kasper (84. Retzmann), Bersch, Wißfeld, Christ (69. Etzkorn) - Lenz, Peters (75. Kurt).

Bingen: Maass – Iten, Sovtic, Günes, Lautermann - Neumann (68. Klöckner), Serratore - Liesenfeld, Yakut (46. Persch), Oelsner (61. Shibuya) - Serdar.

Schiedsrichter: Luca Schiliro (Wadgassen); Zuschauer: 370.

Tore: 1:0 Bast (29.), 2:0 Lenz (37.), 3:0 Peters (65.), 3:1 Serdar (68.).

Nächste Aufgabe für Emmelshausen: am Sonntag (15 Uhr) daheim gegen den 1. FC Kaiserslautern II.

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