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Wiesbach

Neun-Mann-Defensivwand bietet keine Lücke: SC Idar-Oberstein gewinnt 2:0 bei Hertha Wiesbach

Fußball-Oberligist SC Idar-Oberstein hat am sein Auswärtsspiel aufgrund einer kompakten Defensivleistung nach der Pause beim FC Hertha Wiesbach mit 2:0 (0:0) gewonnen. Der Neuling aus der Schmuckstadt schließt damit die Hinrunde auf dem sechsten Tabellenplatz ab. „Wer hätte das gedacht, dass wir 29 Punkte nach der Vorrunde haben? Und in der Tabelle haben wir Wiesbach überholt“, meinte der rundum zufriedene Christian Henn, der diesmal die Spielführerbinde trug.

Im Nachsetzen brachte Henn den SC nach 54 Minuten mit einen Kullertor in Führung, ungestört erhöhte Christoph Schunck im Anschluss an einen Eckball auf 2:0 (62.). Trainer Murat Yasar hatte beim derzeit schwächelnden Gegner (nun sechs Spiele ohne Sieg) für seinen Abwehrverband die Fünferkette als taktische Grundformation gewählt. „Wir waren defensiver ausgerichtet als zuletzt, wollten kompakter stehen und Wiesbach in gewissen Zonen das Spielfeld überlassen“, erklärte der Übungsleiter. Drei Innenverteidiger machten mit einem engmaschigen Netz das Zentrum dicht. Schlupfloch für Wiesbach war vor der Pause die linke Abwehrseite, wo Justus Klein, auch wegen seines unsicheren Stellungsspiels, viele Probleme hatte. Offensiv inszenierte der SC bis zum Wechsel drei gut strukturierte Nadelstiche. Thiago zögerte in guter Position zu lange mit dem Abschluss (6.), und der sehr behäbig agierende Lucas schaufelte einen Ball aus 15 Metern über das Tor (11.). Ein weiterer Entlastungsangriff hätte die Führung bringen können. Lucas schaffte es ein zweites Mal sich davon zu stehlen. Präzise flankte er von links, Hertha-Schlussmann Julian Wamsbach blieb auf der Linie kleben, aber Alex versuchte viel zu schüchtern drei Meter vor dem Tor mit dem Kopf das Spielgerät ins Tor zu befördern (39.). Im direkten Gegenzug musste Andre Petry im Strafraum sein Bein ganz lang ausfahren, um einen Querpass vor dem einschussbereiten Patrick Ackermann zu klären.

Wiesbach drückte jetzt und der bis dahin nicht ernsthaft geprüfte SC-Schlussmann Christopher Bleimehl reagierte zweimal großartig. Nach einer Ecke von Giovanni Runco parierte er zunächst den Zehn-Meter-Schuss von Sebastian Lück (42.) und dann Tobias Zöllners Vollspanngeschoss aus zwölf Metern. „Christopher hat uns da im Spiel gehalten“, meinte Yasar.

In der Partie durfte auch Abwehrroutinier Schunck nach 16 Minuten bleiben. Fatal unterschätzte er einen langen Ball und riss dann als letzter Feldspieler den Wiesbacher Angreifer Björn Recktenwald vor dem Strafraum zu Boden. Überraschenderweise ließ der Unparteiische Benedict Seyler die Partie weiterlaufen.

„In der Halbzeitpause haben wir uns noch mal richtig gepusht“, berichtete Henn vom Kabinengespräch. Und gleich die erste Offensivaktion nach dem Wechsel saß. Andrej Ogorodnik foulte Lucas vor dem linken Strafraumeck. Thiago hob den Freistoß vor das Tor, und Henn beförderte den Ball im zweiten Versuch zum 1:0 ins Tor der Platzherren (54.).

Als „schülerhaft verteidigt“ bezeichnete Wiesbachs Trainer Michael Petri hinterher den folgenschweren Totalaussetzer seiner Mannschaft beim zweiten Treffer des SC. Im Anschluss an eine Ecke von Thiago durfte Schunck völlig ungestört die Kugel aus zwei Metern zum 2:0 über die Torlinie drücken (62.). Wiesbachs Bemühen um den Anschlusstreffer endete vor dem Strafraum, weil die Neun-Mann-Defensivwand des SC keine Lücke mehr anbot, und wenn es doch mal eine gab, dann warf sich ein Idarer in den Ball. „Wir haben uns das erarbeitet, über 90 Minuten die Null zu halten“, lobte Yasar, dessen Abwehrvariante, zwei Beine mehr im Strafraum zu haben, passte.

In der Schlussphase flog zunächst der bereits verwarnte Wiesbacher Ogorodnik mit der Ampelkarte vom Platz (83.). Der eingetauschte Dennis Schröder vergab anschließend die Topchance zum 3:0 (85.), und Michael Komarow sah vier Minuten nach seiner Einwechslung für ein ebenso rüdes wie völlig sinnloses Einsteigen gegen Sebastian Lück in der Nachspielzeit die Rote Karte. „Das war zu ungestüm. Er ist noch unerfahren, aber so darf er nicht hingehen“, kommentierte Yasar den Platzverweis.

Fakt ist: Vor den anstehenden Aufgaben gegen die Oberliga-Schwergewichte FC Homburg und FK Pirmasens hat der sich SC Idar-Oberstein mit dem achten Saisonerfolg ganz viel Luft nach hinten verschafft.

Von unserem Mitarbeiter Frank Faber

SC Idar-Oberstein
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