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Idar-Oberstein

Abstiegsangst? Yasar lässt Fakten sprechen

Vor dem Spiel am Samstag im Moselstadion bei Eintracht Trier (Anpfiff um 15.30 Uhr) ist bei den Anhängern und im Umfeld des SC Idar-Oberstein die Angst gewachsen, dass die Mission Oberliga-Klassenverbleib im letzten Moment doch noch scheitern könnte. Besonders wahrscheinlich ist das jedoch nicht, obwohl die Leistung bei der 1:2-Heimniederlage am vergangenen Wochenende bei der TSG Pfeddersheim bedenklich schlecht war. „Wir hoffen, dass wir den nächsten Matchball verwerten können“, sagt Murat Yasar.

Murat Yasar in voller Aktion. Der Trainer des SC Idar-Oberstein stellt sich vor dem Spiel bei Eintracht Trier vor seine Mannschaft.  Foto: Manfred Greber
Murat Yasar in voller Aktion. Der Trainer des SC Idar-Oberstein stellt sich vor dem Spiel bei Eintracht Trier vor seine Mannschaft.
Foto: Manfred Greber

Der SC-Trainer erklärt, dass die Unzufriedenheit unter den Zuschauern „nicht groß Thema“ in der Mannschaft gewesen sei. Yasar betont: „Wir haben das Spiel besprochen und wissen natürlich, dass wir nicht gut waren.“ Auch die Folgen der Niederlage bereiten Yasar keine zusätzlichen Angstzustände. Er sagt: „Es ist schade, dass wir es nicht schon geschafft haben, den Sack zuzumachen und es deshalb ein Stück weit spannend bleibt, aber wir sind ohnehin davon ausgegangen, dass wir bis zum Ende arbeiten müssen, bis der Klassenverbleib feststeht.“

Überhaupt kann der Trainer die Kritik an seinem Team nach der Winterpause nur bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen. Energisch erklärt Yasar: „Ich lasse mir die Saison oder die Leistungen der Jungs nicht schlechtreden. Man darf nicht vergessen, dass unser Etat nur noch ein Drittel von dem beträgt, das zur Verfügung stand, als ich beim SC Idar-Oberstein angefangen habe. Das führt dazu, dass der eine oder andere unserer aktuellen Spieler womöglich extrem am Limit spielt, körperlich und vielleicht sogar qualitativ.“ In Yasars Augen ist das normal und er verweist wieder einmal zu Recht auf das Saisonziel. „Wir wollen die Klasse halten, nichts anderes haben wir immer kommuniziert.“ Und dann präsentiert Yasar Fakten. Er betont sie scharf, und es klingt schon ein wenig wie Peitschenhiebe in Richtung der Kritiker: „Fakt ist, wir haben 43 Punkte. Fakt ist, es sind zehn Mannschaften hinter uns und Fakt ist, wir können unser Ziel, den Nichtabstieg, aus eigener Kraft schaffen.“ Yasar folgert: „Wenn uns vor der Saison jemand diese Situation zwei Spieltage vor Schluss angeboten hätte, hätten wir sofort und ohne zu zögern zugegriffen.“ Auch dass seine Mannschaft derzeit nicht besonders ansehnlich Fußball spielt, ficht den SC-Übungsleiter nicht an, er versucht es zu erklären: „Wir spielen immer am Limit, jetzt schon seit zwei Jahren. Aktuell haben wir wenig personelle Alternativen, das führt zu einem körperlichen Zustand, der manchmal auch nicht mehr zulässt und zu einer Phase, in der wir Fußball nicht zelebrieren können.“

Erstaunlicherweise spielte der SC in der Fremde zuletzt besser als im heimischen Stadion, insofern könnten Trainer und Mannschaft froh sein, am Samstag in Trier wieder ein Auswärtsspiel vor der Brust zu haben. Doch auch diese These verneint Yasar: „Wir freuen uns nicht, dass wir auswärts spielen. Wir spielen gerne im Haag, weil unser Stadion eine ganz besondere Atmosphäre hat.“ Der Coach gibt aber zu: „Möglicherweise ist aber auswärts die Erwartungshaltung an uns nicht so hoch. Das macht es ein Stück weit einfacher.“

Tatsächlich erwartet vom SC am Samstag im Moselstadion kaum jemand etwas. Die Schmuckstädter sind klarer Außenseiter bei der Eintracht, die es nicht geschafft hat, wieder in die Regionalliga aufzusteigen. „Die Eintracht will sicher wenigstens ein gutes letztes Heimspiel abliefern“, ist sich Yasar sicher, „deshalb werden sie auch nicht so defensiv spielen wie im Hinspiel bei uns im Haag.“ Damals, am 4. November, verlor der SC 0:3. Nicht zuletzt deshalb, weil die Eintracht – durchaus beeindruckt von der Idarer Superserie im Herbst – Wert auf eine starke Deckung legte und Kapitän und Ex-SC-Akteur Simon Maurer den Idarer Pfeil Felix Ruppenthal aus dem Spiel nahm.

Dieses Duell wird es im Moselstadion nicht noch einmal geben. Felix Ruppenthal kann nicht spielen. Er zog sich im Training einen Muskelfaserriss zu. „Auch daran kann man wohl sehen, dass wir körperlich an der Grenze sind. Die Gefahr solcher Verletzungen steigt dann einfach“, sagt Yasar, dem damit ein weiterer Stammspieler weggebrochen ist und der sich auf in die illustre Verletztenliste zu Christoph Schunck, Dennis Schröder, Andy Forster, Michael Komarow, Tim Oberländer und Tim Hulsey gesellt. Sascha Nicolay

SC Idar-Oberstein
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