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    Mendig/Bell vergrößert Oberwinterer Sorgen

    Mit dem ungefährdeten 4:0 (2:0)-Heimsieg gegen TuS Oberwinter hat sich Fußball-Rheinlandligist SG Eintracht Mendig/Bell vom neunten auf den sechsten Tabellenplatz verbessert. Für den Rivalen aus dem Rhein/Ahr-Kreis geht indes die Talfahrt weiter, inzwischen ist die Elf von Trainer Tomas Lopez vom ehedem fünften auf den 14. Rang abgerutscht und geht nach einem durchaus zufriedenstellenden Saisonstart schweren Zeiten entgegen.

    Gegen den personell arg gebeutelten TuS Oberwinter (weiße Trikots) kam die SG Eintracht Mendig/Bell (in Schwarz-Weiß) vor 190 Zuschauern zu einem nie gefährdeten 4:0-Heimsieg. Foto: Hans-Josef Schneider
    Gegen den personell arg gebeutelten TuS Oberwinter (weiße Trikots) kam die SG Eintracht Mendig/Bell (in Schwarz-Weiß) vor 190 Zuschauern zu einem nie gefährdeten 4:0-Heimsieg.
    Foto: Hans-Josef Schneider

    Beide Teams setzten vor 190 Zuschauern im Junkers-Proff-Stadion ihre Serien fort. Während die Hausherren schon seit fünf Spieltagen ungeschlagen sind und sich in Richtung obere Tabellenhälfte bewegen, hat der Liganeuling nun seit sechs Spielen keinen Sieg mehr eingefahren und in dieser langen Zeit nur ein Remis erzielt. Und es hat den Anschein, als ob das Ende der Abwärtsspirale noch nicht erreicht sei. „Zuletzt fehlten mir neun Aktive aus unserem Kader, heute gar zehn, sodass wir mit dem letzten Aufgebot nach Mendig gefahren sind und ein 49-Jähriger neben einem 45-Jährigen von den Alten Herren auf der Bank saß“, beschrieb Lopez die derzeitige Personalnot in Oberwinter.

    Am Sonntag in Mehring

    Und mit dem Blick auf die nächste schwere Aufgabe beim Tabellenachten SV Mehring (Sonntag, 15 Uhr) meinte er: „Mal sehen, wer uns an der Mosel zur Verfügung steht. Da müssen wir jetzt durch. Es kommen sicherlich bessere Zeiten, wenn wir personell wieder aus dem Vollen schöpfen können. Die Saison ist ja noch lang.“

    Häme vonseiten der Platzherren gab es trotz des hohen Sieges keineswegs. Im Gegenteil: Sowohl Trainer Cornel Hirt als auch Stadionsprecher Hermann Krings konnten gut nachvollziehen, wie es um die Seelenlage des Lokalrivalen bestellt sein muss. Sie haben in unterschiedlichen Funktionen ähnliche Zeiten erlebt. Hirt muss derzeit ebenfalls auf wichtige Leistungsträger verzichten und weiß, wie es ist, wenn man ständig experimentieren und in neuen Formationen auflaufen muss. Seiner Mannschaft attestierte der gebürtige Maifelder eine solide Vorstellung: „Allerdings haben wir heute keine Fußballer, sondern Krieger auf dem Kunstrasen erlebt. Wir haben den Sieg erarbeitet, und das mit einfachen Mitteln.“

    Kampfbetonte Begegnung

    Damit meinte Hirt vor allem die Pässe in den Rücken der TuS-Hintermannschaft, die sich erneut sehr löchrig präsentierte. Damit kreierten die Gastgeber vor allem im zweiten Spielabschnitt etliche gute Chancen, die Torquote zu erhöhen.

    Mit einer kampfbetonten Begegnung hatte Hirt im Vorfeld gerechnet. Er sollte recht behalten. Obwohl die sportliche Fairness stets gewahrt blieb und der gut leitende Schiedsrichter Athanasios Fasoulas nur dreimal Gelb zeigen musste, war die Partie gekennzeichnet von vielen Unterbrechungen, die aus überzogenem Einsatz resultierten.

    Den Gästen passierte es häufig, dass sie zu weit weg waren von den Gegenspielern und dann zu spät kamen. Mit zunehmender Spieldauer verschärfte sich der Eindruck, dass die Oberwinterer in großen Teilen wie gelähmt wirkten – und das nicht nur körperlich, sondern auch mental. Das lässt sich besonders an der Entstehung der Gegentreffer ablesen.

    Beim 1:0 (24.) war Marcel Berg auf der rechten Seite davongeeilt, seine scharfe Hereingabe drückte Milan Rawert nahezu ungehindert über die Torlinie. Beim 2:0 (28.) das Gleiche von der anderen Seite: Diesmal war Sebastian Mintgen der Ausgangspunkt und Damir Mrkalj der Vollstrecker. Dem schnellen Agieren der SG-Akteure hatte die TuS-Abwehr nur ungläubiges Staunen entgegenzusetzen. Beim 3:0 (57.) wechselte Mintgen vom Passgeber zum Torschützen. Eine Minute zuvor war er ungehindert auf den Torhüter zugelaufen, umkurvte ihn, um dann aus spitzem Winkel zu scheitern. Dann suchte er sich die weitaus schwierigere Variante aus und versenkte den Ball mit einem Distanzschuss im linken oberen Toreck. Völlig von der Rolle waren Torwart Benjamin Kauert und seine Vorderleute bei der Entstehung des Mendiger 4:0 (76.). Mirkalj nutzte das Missverständnis, lief alleine auf das leere Tor zu und vollendete zum Doppelpack. Mit jeweils fünf Treffern führen er und Mintgen derzeit die SG-Torschützenliste an.

    Wie gefährlich die beiden für jede Hintermannschaft sein können, bewiesen sie kurz vor der Pause, als Mrkalj nach einem Mintgen-Zuckerpass nur den Außenpfosten traf. TuS-Coach Lopez wollte seiner Mannschaft trotz der erneuten deprimierenden Niederlage keinen Vorwurf machen: „Von Resignation habe ich nichts gemerkt. Wir haben es Mendig zu einfach gemacht, zu Toren zu kommen. Und selbst haben wir es nicht geschafft, mit einem vernünftigen Spielaufbau Ruhe reinzubringen.“

    Die beste Zeit hatte sein Team in der ersten Viertelstunde. Die Partie wäre womöglich anders verlaufen, wenn Furkan Kalin in der siebten Minute mit seinem Heber über den Torwart erfolgreich gewesen wäre. Sebastian Sonntag verpasste am Ende das 1:4, als er mit einem Freistoß nur den Pfosten traf (85.), den anschließenden Nachschuss klärte SG-Kapitän Florian Schlich auf der Torlinie.

    Pikante Aufgabe für Cornel Hirt

    Und wie geht es für Mendig weiter? Am Sonntag (15 Uhr, in Altenkirchen) wartet eine pikante Aufgabe auf den Trainer. Bei der SG Neitersen war Cornel Hirt unter Vertrag, ehe er als Coach zu Saisonbeginn an die Brauerstraße wechselte. „Ich habe dort lange und gerne gearbeitet. Die neue Mannschaft hat Qualität, von der ich mich selbst schon dreimal überzeugen konnte. Dennoch kann es für uns nur heißen, drei Punkte mitzunehmen. Und vielleicht gelingt es uns sogar, wieder besseren und attraktiveren Fußball zu spielen.“

    SG Eintracht Mendig/Bell: Nett, Wirths, Strahl, Berg, Schlich, Jenke (81. Celik), Akwapay, Bianco, Mintgen (72. Tiede), Mrkalj (79. Schmitz), Rawert.

    TuS Oberwinter: Kauert, Dogan, Brötz, Irmgartz, Merken, Kalin, F. Gilles, Nuhn, Jaber (46. Saess), Sonntag, Palm.

    Schiedsrichter: Athanasios Fasoulas (Ahrbrück).

    Zuschauer: 190.

    Tore: 1:0 Rawert (24.), 2:0 Mrkalj (27.), 3:0 Mintgen (58.) 4:0 Mrkalj (77.).

    Von unserem Mitarbeiter Hans-Josef Schneider

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