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Mendig

Mendiger Fehler machen den Gegner stark

Aus der Traum vom ersten Heimsieg der Saison: Fußball-Rheinlandligist SG Eintracht Mendig/Bell verlor auch die vierte Begegnung auf eigenem Kunstrasen mit 1:4 (1:0) gegen die SG Neitersen/Altenkirchen und kassierte wie schon gegen Andernach (1:4) und Schoden (3:4) vier Gegentreffer. Damit verbleiben die Brauerstädter auf dem vorletzten Rang, während der Liga-Neuling mit seinem vierten Dreier auf Rang fünf vorrückte.

Auch Mendigs Angreifer Thomas Nürnberg (links), der schon früh in der Partie eine große Chance ausließ, konnte die neuerliche Heimpleite der SG Eintracht nicht verhindern.  Foto: Andreas Walz
Auch Mendigs Angreifer Thomas Nürnberg (links), der schon früh in der Partie eine große Chance ausließ, konnte die neuerliche Heimpleite der SG Eintracht nicht verhindern.
Foto: Andreas Walz

Angesichts des Auswärtssieges nach zwei Niederlagen in Folge und des daraus resultierenden einstelligen Tabellenplatzes hätte Gästetrainer Cornel Hirt eigentlich vor Freude in die Luft springen müssen. Doch der aus dem Maifeld stammende A-Lizenzinhaber hielt sich zurück und brachte sogar noch Verständnis auf die missliche Lage des Kontrahenten. "Mendig hat gut ins Spiel gefunden und war in der ersten Halbzeit spielerisch dominant. Man merkt schon, dass einige Neuzugänge wegen Verletzung fehlen."

Sein Pendant Erkan Göktepeli beklagte ebenfalls die personelle Situation: "Wir mussten noch kurzfristig drei Umstellungen vornehmen. So etwas wirkt sich nicht förderlich auf die Leistung aus." Beide Trainer waren sich auch einig darin, dass ihre Teams zwei verschiedene Gesichter gezeigt hatten.

Den besseren Start erwischten die Gastgeber, für die schon in der 6. Minute das 1:0 in der Luft lag. Daniel Gustavo Garza, der in der Folge bei Mendig die tragende Rolle übernehmen sollte, gab seinem anfangs völlig überforderten Gegenspieler Sebastian Weßler erstmals das Nachsehen, flankte nach innen, wo Thomas Nürnberg die Chance freistehend aus fünf Metern vergab. Aus dem Zuspieler wurde dann der Vollstrecker, denn von John Rausch glänzend in aussichtsreiche Schussposition gebracht, zog Garza diesmal selbst ab und traf mit dem linken Außenrist zum 1:0 (24.) und seinem zweiten Saisontor ins Schwarze. Kurz danach versuchte er es auch mal aus der zweiten Reihe, diesmal mit weniger Glück.

Nach dem Seitenwechsel war es vorbei mit Garzas Fußball-Herrlichkeit. Er verschwand ebenso in der Versenkung wie seine Mitspieler. Überhaupt schien den Einheimischen die Pause nicht gut getan zu haben, denn mit einem Mal war der Wurm drin. "Wir kamen nach der Pause ins Schwimmen und haben die Kontrolle völlig verloren", stellte Göktepeli fest und musste mit ansehen, wie die Gäste aus dem Westerwald gnadenlos Kapital schlugen aus verheerenden Abwehrfehlern der Mendiger. Los ging es sofort nach Wiederanpfiff mit zwei Ecken. Bei der ersten wirkte Torwart Luca Beck erstmals unsicher, bei der zweiten verfehlte ein Kopfball nur knapp das Tor.

Blackout Nummer eins bescherte Neitersen wenig später den Ausgleich. Torhüter Beck brachte Stefan Peters an der Strafraumgrenze nahe der Eckfahne strafstoßwürdig zu Fall, sodass dem Schiedsrichter keine andere Wahl blieb, als auf den Punkt zu zeigen. Diese Chance ließ sich Andre Fischer nicht nehmen und erzielte das 1:1 (50.).

Die Gastgeber hatten den Nackenschlag noch nicht verdaut, da musste Beck schon wieder hinter sich greifen. Der Schütze war wieder Fischer (53.), der diesmal ungehindert aus über 20 Metern Maß nahm und traf. Nach einem kurzen, aber wirkungslosen Aufbäumen der Mendiger lief es wie geschmiert bei den Gästen - wenn auch großzügig unterstützt durch zwei weitere Mendiger Blackouts.

Die Treffer zum 1:3 (76.) und 1:4 (84.) entstanden nach dem gleichen Schema: Ein Abwehrspieler drosch die Kugel weit und hoch nach vorne, wo die beiden Mendiger Innenverteidiger auf gleicher Linie standen und den Ball nicht kontrolliert bekamen. Aus diesen krassen Schnitzern schlug der eingewechselte Florian Vom Dorf Kapital, indem er zuerst selbst vollstreckte und wenig später dem mitgelaufenen Stefan Peters den Ball quasi auf dem Silbertablett servierte.

Das 1:4 mag zu hoch ausgefallen sein, macht jedoch deutlich, dass die Mendiger schweren Zeiten entgegen gehen. Das weiß auch Göktepeli: "Die Kette an Fehlverhalten fängt ganz vorne an und endet beim Keeper. Wir gehen schweren Zeiten entgegen."

Von unserem Mitarbeiter

Hans-Josef Schneider

SG Eintracht Mendig/Bell
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