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Urmitz

Der Germania winkt die Tabellenführung

Mit Ruhe und der Geduld sowie Disziplin, die dem FC Germania Metternich als Tugenden zugeschrieben werden, kamen die Koblenzer zu ihrem sechsten Sieg in Folge. „Es war vor der Pause kein gutes Spiel von uns, mit der zweiten Halbzeit bin ich sehr zufrieden“, lautete das Fazit von FC-Trainer Patrick Baade, dessen Team durch das 3:1 (0:0) bei Ata Urmitz auf Tuchfühlung mit Bezirksliga-Spitzenreiter Ahrweiler BC bleibt.

Die Ballhoheit hatte der FC Metternich (blau-weiße Trikots) im Bezirksliga-Spitzenspiel bei Ata Urmitz – allerdings musste die Germania lange bis zur Führung warten, und am Ende musste Metternich nach dem späten Urmitzer Anschlusstreffer zum 1:2 noch einmal mächtig zittern. Aber der FC machte den Sack zu und kann nun durch einen Punktgewinn im Nachholspiel am Mittwoch (beim FC Cosmos) die Tabellenführung übernehmen. Foto: Wolfgang Heil
Die Ballhoheit hatte der FC Metternich (blau-weiße Trikots) im Bezirksliga-Spitzenspiel bei Ata Urmitz – allerdings musste die Germania lange bis zur Führung warten, und am Ende musste Metternich nach dem späten Urmitzer Anschlusstreffer zum 1:2 noch einmal mächtig zittern. Aber der FC machte den Sack zu und kann nun durch einen Punktgewinn im Nachholspiel am Mittwoch (beim FC Cosmos) die Tabellenführung übernehmen.
Foto: Wolfgang Heil

Auch bei den Gastgebern hat eine Serie Bestand: In der Hinrunde noch vorn dabei, bewahrt Ata bei nun vier Niederlagen hintereinander nur ein ordentliches Punktepolster vor dem Abrutschen in Richtung Mittelfeld. „Bei dem einen oder anderen fehlt die Kraft“, stellte Spielertrainer Dzenis Ramovic fest. „Fitness ist die Basis, und die haben wir nicht nach der schlechten Wintervorbereitung.“ Und wenn man im Niemandsland der Liga dümpelt, ohne Kontakt nach oben oder unten, mangelt es vielleicht auch an der rechten Motivation.

Dabei hatte es Ata dem favorisierten Gast auf dem Kunstrasenplatz (wie ihn in dieser Art die Metternicher auch gern hätten) 45 Minuten lang schwer gemacht. „Wir haben den Gegner beobachtet, uns gut auf dessen Spiel eingestellt und ihm keine Chance erlaubt“, so Ramovic. Was allerdings nur gut eine Stunde lang klappte in einer fairen Partie, die Schiedsrichter Christian Fritzen aus Neuwied („Man muss die Zügel kurz halten und das eine oder andere überhören“) keine Mühe machte. Ata Urmitz ging mit viel Einsatz in die Zweikämpfe und bereitete dem FC Metternich große Probleme beim Spielaufbau. „Ohne Tempo, zögerlich in 1:1-Situationen, zu wenig ins Spiel investiert“, zählte Coach Baade auf. „Aber wir haben vorn die Qualität, Tore zu machen, und konnten Ruhe bewahren.“

Die Vorentscheidung fiel dann nach einem „katastrophalen Fehler“, ärgerte sich Ramovic. Ein langer Ball aus dem Mittelfeld über die Viererkette, wie es der Spielertrainer beschrieb, erreichte FC-Torjäger Tobias Lommer (bis dahin abgemeldet), der von Arjan Dervishay zu Fall gebracht wurde. Den Strafstoß verwandelte Marcel Stieffenhofer, „ein Micky-Maus-Tor“, befand Ramovic. Der coole Elfmeterschütze, wenige Minuten zuvor erst eingewechselt, probierte es dann gleich noch mal aus größerer Entfernung, sein Schrägschuss von der Strafraumgrenze zum 2:0 überraschte den sonst so guten Ata-Schlussmann Michael Wall. Frust bei den türkischen Gastgebern, der FC Metternich übte mit ruhigem, überlegtem Spiel die Kontrolle aus, schien die Partie im Griff zu haben – bis es kurz vor Schluss die Ramovic-Brüder noch mal spannend machten. Dzenis schoss aus kurzer Distanz, FC-Keeper Carsten Gerharz parierte prächtig, aber den Abpraller köpfte Edis ins Netz. „Nach 2:0-Führung sollte man nicht mehr zittern müssen“, meinte Patrick Baade, der seine Mannschaft ansonsten für Moral und Kampfgeist lobte. Ata Urmitz fehlte es am Ende dieses frühsommerlichen Fußballtages an Power und Substanz, um die Partie noch zu drehen. Ähnlich erging es Tobias Lommer, der in der Nachspielzeit mit seinem 3:1-Kontertor alles klar gemacht hatte: „Das war anstrengend, nur 60 Stunden nach unserem schweren Nachholspiel am Donnerstagabend; der Kopf ist leer.“ Und in diesem Rhythmus geht es weiter, am Mittwoch Derby bei Cosmos, noch ein Nachholspiel. Immerhin winkt dann die Tabellenführung.

Von unserem Mitarbeiter

Thomas Wächtler

Ata Urmitz - FC Metternich 1:3 (0:0)

Urmitz: Wall - Dervishay, Farik, Atlen, Dinler, Ates, Edis Ramovic, Dzenis Ramovic, Jusufi, Ritli (81. Colaklar), Mahmud.

Metternich: Gerharz - Menten, Kühl-Decker, Wans, Stiefenhofer, Wagner (82. Endres), Lommer, Tidelski (61. Stieffenhofer), Rittgen, Foehl (76. Heyer), Simsek.

Schiedsrichter: Christian Fritzen (Neuwied).

Zuschauer: 120.

Tore: 0:1 Stieffenhofer (67., Foulelfmeter), 0:2 Stieffenhofer (75.), 1:2 Edis Ramovic (88.), 1:3 Lommer (90+2).

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