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Bad Kreuznach

Zum Glück gezwungen: Kurtoglu tut SGE gut

Olaf Paare

Wenn spielerisch wenig läuft, dann müssen gute Joker oder gefährliche Standardsituationen her. Fußball-Verbandsligist SG Eintracht Bad Kreuznach zog beim 4:0 (0:0) über den Ludwigshafener SC gleich beide Optionen. Drei Tore markierten Einwechselspieler, die ersten beiden Treffer wurden zudem mit direkten Freistößen erzielt. Das deutliche Ergebnis täuscht allerdings über den Spielverlauf hinweg. Der LSC war bis zur 70. Minute gut in der Partie.

Die Entscheidung fiel in der 72. Minute: Prince Jubin foulte Yannik Wex und erhielt die Gelb-Rote Karte. Den fälligen Freistoß schoss Wex selbst und gar nicht mal so fest oder platziert, doch die LSC-Mauer fälschte den Ball so ab, dass Niklas Wiegand auf dem falschen Fuß erwischt wurde. Damit war die Gegenwehr der Ludwigshafener gebrochen, der Rest für den schnellen und abschlussstarken Joker Niklas Paulus Formsache.

Die erste Hälfte war ein Langweiler gewesen. Die Eintracht hatte mehr Spielanteile, wurde aber fast nie gefährlich. „Weil wir kein Tempo in unseren Aktionen hatten. Das war zu schleppend. Wir haben den Ball oft zu lange hinten herumgespielt“, analysierte SGE-Trainer Patrick Krick. Zudem fehlte mit Ball eine Staffelung: Vorne standen vier Offensivkräfte auf einer Höhe, hinten sechs Defensive, das Mittelfeld war dagegen verwaist. Zwei Abschlüsse von Wex, mehr war nicht zu notieren. Die Ludwigshafener müssen sich vorwerfen lassen, mehrere Überzahlsituationen aus dem Umschaltspiel heraus nicht in Chancen umgemünzt zu haben. Dabei wurde sichtbar: Glody Kuba ist ein Stabilisator in der Eintracht-Defensive. „Er war für mich über 90 Minuten unser bester Mann, war sehr nahe dran am Gegner und hat immer wieder gute Pässe gespielt“, lobte Krick den Mann, der zu Beginn der Saison aus beruflichen Gründen wenig hatte trainieren können und nur zu Kurzeinsätzen gekommen war. Mittlerweile ist Kuba aber wieder regelmäßig im Training – und eine feste Größe. 30 Minuten lang verteidigte er gemeinsam mit Adrian Simioanca, anschließend mit dem starken Sebastian Baumann.

Simioanca musste nach Jubins erster rüden Attacke vom Feld. Der Knöchel des Rumänen ist geprellt, ob die Verletzung schlimmer ist, soll eine Untersuchung am heutigen Montag ergeben. „Dadurch mussten wir Beytullah Kurtoglu frühzeitig bringen, und er hat unserem Spiel sehr gutgetan“, erläuterte Krick. Der SGE-Zehner, der auf der Sechs spielte, sprühte vor Ideen und verteilte die Bälle geschickt. Und nicht zu vergessen: Kurtoglu markierte das wichtige 1:0 (47.). Nach einem Foul an Niklas Schneider, der ein Solo hingelegt hatte, gab es 18 Meter vor dem Kasten einen Freistoß. Kurtoglu zirkelte den Ball über die Mauer in den Winkel. „Die klare Vorgabe in der Pause war es, schneller zu spielen, Druck aufzubauen. Das hat die Mannschaft gut umgesetzt. Da hatten wir Tempoläufe drin, auch gute Einzelaktionen“, erklärte Krick. Allerdings: Der LSC gab sich nach dem 0:1 nicht geschlagen, hatte gute Ausgleichsgelegenheiten. Bemerkenswert: SGE-Stürmer Schneider eilte in der 57. Minute bei einem Konter zurück und störte den einschussbereiten Julien Jubin beim Abschluss. Als Schwachpunkt bei der SGE erwies sich erneut Gürkan Satici, dem nur wenig gelang. Dazu wirkte er oft unbeteiligt, nicht ins Spiel eingebunden. „Es gab gute und schlechte Phasen. Er braucht dringend ein Tor“, sagte Krick über seinen Mittelstürmer.

Die Eintracht hat sich mit dem Dreier von der Abstiegsregion entfernt und im breiten Mittelfeld eingereiht. „Mit Blick auf die Tabelle war das ein ganz wichtiger Sieg“, freute sich denn auch Krick.

SG Eintracht Bad Kreuznach: Seyfert – Missal, Kuba, Simioanca (31. Kurtoglu), Scheick – Baumann, Bayir – Schneider, Wex, Tsurev (46. Paulus) – Satici (76. Sperling).

So geht's weiter: am Sonntag, 15.30 Uhr, beim FC Speyer.

Von unserem Redakteur Olaf Paare

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