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Birkenfeld

Ball verspringt – und Conrad vergibt die Entscheidung im Derby in Birkenfeld

Björn Peters

Ein Spiel in dem die Fußballgesetze widerlegt und zugleich bestätigt wurden, sahen 150 Zuschauer beim Bezirksligaderby des SC Birkenfeld gegen das Spitzenteam der SG Hoppstädten-Weiersbach, das 2:2 (0:2) endete.

Bestätigt wurde die These, dass eine Elf die ihre Chancen nicht konsequent verwertet, am Ende dafür bestraft wird. So holte der SCB in letzter Sekunde noch einen Punkt, weil die SG es versäumt hatte, den Sack zu schließen. Widerlegt hingegen wurde dadurch die Gesetzmäßigkeit, dass ein Team aus dem Tabellenkeller meist unglücklich kurz vor Abpfiff noch ein Tor schlucken muss und so Punkte verliert. „Wir sind einfach zu fahrlässig mit unseren Torgelegenheiten umgegangen und haben versäumt die Partie mit einem mehrmals möglichen 3:0 frühzeitig zu entscheiden“, war Gästecoach Jörg Marcinkowski nicht zufrieden mit dem Remis.

In einem schwachen Spiel auf dem Birkenfelder Hartplatz übernahm die SG von Beginn an das Kommando und hatte leichtes Spiel mit den ängstlich und zurückhaltend agierenden Hausherren. Immer wieder sorgten vor allem Timon Porcher und Eloy Campos für Verwirrung in der SCB-Defensive und erspielten sich einige gute Gelegenheiten. Bereits früh fiel dann auch das 0:1 durch einen von Carsten Conrad verwandelten Foulelfmeter (5.). Gastgeber-Verteidiger Arne Wildbihler bedrängte Campos bei einer Hereingabe nach Auffassung von Schiedsrichter Tobias Spengler etwas zu energisch und wurde durch einen Elfmeterpfiff bestraft. „Den hätte ich nie im Leben gepfiffen“, erklärte SCB-Coach Helge Dietze. Diese Meinung teilte auch ein Großteil der Zuschauer. Der Pfiff von Spengler war definitiv hart, aber nicht völlig falsch.

Der SG kam er zumindest gerade recht, und mit der Führung im Rücken kam noch mehr Sicherheit ins Spiel des Spitzenteams. Als dann Porcher einen langen Ball über die Abwehr spielte und in Campos, der völlig frei zum 2:0 einlupfte (31.), einen dankbaren Abnehmer fand, dachte keiner, dass die folgende Szene spielentscheidend werden sollte. Wieder hatte Porcher einen Ball toll auf Campos gesteckt, der keinen guten Winkel zum Abschluss hatte und überragend quer passte. Am zweiten Pfosten war Conrad völlig unbedrängt und musste nur noch zum dann wohl entscheidenden 3:0 einschieben. Er jagte die Kugel aber aus drei Metern über das leere Tor. „Das wäre die Entscheidung gewesen. Ich wollte einfach locker einschieben und der Ball ist kurz versprungen. Dann hab ich ihn mit dem Schienbein erwischt und die Chance vergeigt“, erklärte der enttäuschte Fehlschütze.

Conrads Fehlschuss war allerdings nur ein Grund, warum die Gastgeber in der zweiten Hälft noch im Spiel waren. Dass sie die Partie noch drehen konnten, hatte auch andere Faktoren. „Wir haben immer daran geglaubt und vor allem mit mehr Mut und Einsatzbereitschaft gespielt. Ich denke am Ende ist der Punkt verdient“, analysierte Dietze. Der SCB kam präsenter aus der Pause und fightete. Es ergaben sich zwar keine wirklichen Torgelegenheiten, aber zumindest wurden die Gäste neutralisiert. Und der eingewechselte Flamur Pllavci sorgte nun im Gastgeber-Sturm immer wieder für Aktionen und Unruhe in der SG-Abwehr. Belohnt wurde er für sein Engagement, als er Philipp Reichert, der einen Ball ins Toraus rollen lassen wollte, diesen abluchste und zu Nikolas Schuch spitzelte. Der brachte die Kugel direkt und stramm ins Zentrum, wo Nathan Smock mit dem Körper zum 1:2 verkürzte (68.). „Der Philipp muss da einfach den Ball wegschlagen. Dann passiert überhaupt nichts“, kritisierte Marcinkowski seinen Innenverteidiger.

Die Partie blieb danach weiter auf sehr überschaubarem Niveau. Doch dann kam der Auftritt von SCB-Oldie Christian Jahn. In der 85. Minute eingewechselt, lauerte er bei einer Ecke am langen Pfosten und bekam die Kugel maßgerecht serviert. Er hielt den Fuß hin und erzielte das viel umjubelte 2:2 (90.). Letztendlich muss auch festgehalten werden, dass die SG zwar in der ersten Hälfte klar stärker war und die Partie auch hätte entscheiden müssen, sich der SCB aber aufgrund des aufopferungsvollen Kampfes im zweiten Durchgang das Unentschieden durchaus verdient hat.

Von unserem Mitarbeiter Björn Peters

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