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    Simmern

    SV Holzbach: Aus im DFB-Pokal nach großem Kampf

    Das erste DFB-Pokalspiel im Rhein-Hunsrück-Kreis ist ein Zuschauermagnet gewesen: 453 Fans sahen im Simmerner Hunsrückstadion die knappe 0:2-Niederlage des Regionalliga-Aufsteiger SV Holzbach gegen den eine Spielklasse höher agierenden Zweitligisten Schott Mainz. Beide Mannschaften betrieben beste Werbung für den Frauenfußball.

    Der SV Holzbach (grüne Trikots, von links mit Stella Adam, Anna Sauer und Jana Olbermann) stemmte sich mit aller Macht gegen den Zweitligisten Schott Mainz. Letztlich ohne Erfolg: Trotz großen Kampfs unterlag der Regionalligist in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 0:2. Fotos: B&P Schmitt
    Der SV Holzbach (grüne Trikots, von links mit Stella Adam, Anna Sauer und Jana Olbermann) stemmte sich mit aller Macht gegen den Zweitligisten Schott Mainz. Letztlich ohne Erfolg: Trotz großen Kampfs unterlag der Regionalligist in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 0:2. Fotos: B&P Schmitt
    Foto: B&P Schmitt

    Alle Beteiligten gingen zufrieden nach Hause. Die Gäste aus Mainz, weil sie ihrer Favoritenrolle trotz harter Gegenwehr gerecht wurden. Die fast 500 Zuschauer, darunter etliche aktive Männer-Kicker, weil sie eine intensive und spannende Auseinandersetzung miterleben durften. Und auch bei Gastgeber Holzbach gab es kein enttäuschtes Gesicht nach dem großem Kampf vor der großen Kulisse zu sehen.

    Einlaufkinder sind Pflicht im DFB-Pokal: Die Bambinimannschaft der JSG Soonwald/Simmern begleitete den SV Holzbach und Schott Mainz aufs Feld und gab vor den mehr als 450 Zuschauern ein gutes Bild ab.
    Einlaufkinder sind Pflicht im DFB-Pokal: Die Bambinimannschaft der JSG Soonwald/Simmern begleitete den SV Holzbach und Schott Mainz aufs Feld und gab vor den mehr als 450 Zuschauern ein gutes Bild ab.
    Foto: B&P Schmitt

    „Unsere Mannschaft hat sich sehr gut präsentiert“, sagte Holzbachs Abteilungsleiterin Michelle Wächter: „Das war ein tolles Ereignis für den Frauenfußball im Hunsrück.“ Mit vereinten Kräften, auch das Männerteam und der Nachwuchs packten tatkräftig mit an, wurde die Veranstaltung von der SG Soonwald/Simmern bei bestem Fußballwetter gestemmt. Das lohnte sich. „Da bleibt auf jeden Fall etwas hängen“, sagte Wächter.

    Das gilt für das Finanzielle, aber auch für den Kopf. Das Spiel wird den Holzbacherinnen noch lange in Erinnerung bleiben. „Ich bin stolz auf die Mädels“, sagte der neue Trainer Tobias Blatt: „Wir haben uns so verkauft, wie ich es mir vorgestellt habe. Das Ergebnis von 0:2 ist okay, Schott Mainz war einen Tick besser.“

    In der ersten halben Stunde hatte der Zweitligist große Probleme ins Spiel zu finden. Die Holzbacher Defensive um die starke Co-Trainerin Hanna Lena Diel und die emsigen Außenverteidigerinnen Hannah Wust und Anna Sauer stand bombensicher, die Mainzerinnen kamen nicht in Tornähe. Vielmehr hatte das Publikum nach einem 23-Meter-Freistoß von Linksfuß Stella Adam, der das Außennetz touchierte, den Torschrei nach 25 Minuten bereits auf den Lippen.

    Ab der 30. Minute legte Schott dann los – und Holzbach kam ins Schwimmen. Großen Anteil daran hatte eine Rayerschiederin: Judith Bast, die vor elf Jahren als 14-Jährige den Hunsrück verließ und dann bei großen Klubs wie Turbine Potsdam ausgebildet wurde, ist seit mehr als zwei Jahren die Abwehrchefin bei den Mainzerinnen. Aber auch offensiv weiß Bast, wie es geht. Nach einer Ecke stand sie einschussbereit frei vor Holzbachs Keeperin Franziska Lübken – und erhielt einen Stoß von hinten von Jenny Rhein. Bast ging zu Boden „Ich stehe fünf Meter vor dem Tor, da lasse ich mich nicht einfach so fallen“, sagte Bast. Es war ein klarer Elfmeter. Die amtierende U17-Europameisterin Marleen Schimmer trat zum Strafstoß an – und scheiterte an Lübken, die den halbhohen Ball über die Latte lenkte (31.). Das Hunsrückstadion jubelte, die komplette Holzbacher Mannschaft bedankte sich bei Lübken, dass es weiter 0:0 stand. Sieben Minuten später ließen sie ihre Torfrau dann ein wenig im Stich. Schott-Talent Schimmer machte ihren Elfmeter-Fauxpas wett, indem sie trotz Bedrängnis aus 18 Metern einen strammen Schuss ins kurze Eck von Lübken losließ. Der Ball schlug ein zum 0:1 (38.), Lübken war zu spät unten. „Kein Vorwurf an Franzi“, meinte Trainer Blatt: „Drei meiner Spielerinnen sind bei Schimmer, sie müssen bei dem Schuss nur den Fuß hinhalten.“

    Mit dem 0:1 wurde es aus Holzbacher Sicht natürlich noch schwerer, doch keine zwei Minuten später hatte Oldie-Torjägerin Michaela Blatt – die 35-Jährige ist die mit Abstand Älteste im SVH-Team – den Ausgleich auf dem Fuß, doch ihren 20-Meter-Schuss pflückte Romina Kunze im Schott-Tor weg (40.). Es war die beste Szene von Blatt, die ansonsten gut aufgehoben war bei Bast und dem Rest der Schott-Abwehr. „Der eine oder andere Ellbogen landet da mal im Gesicht, aber das ist Fußball“, sagte Bast zu den Duellen mit Blatt. Die Holzbacher Knipserin kam wie gesagt nur in der 40. Minute zum Abschluss, das war das große SVH-Problem. Defensiv sicher, aber nach vorne fehlte der letzte Pass. Auch vier Ecken verpufften. „Holzbach hatte ein, zwei Aktionen, aber ansonsten haben wir hinten nix zugelassen“, meinte Bast. Nach vorne ging bei Schott aber auch nicht viel, weil Holzbach toll dagegenhielt. „Hut ab, dass ein Regionalligist das Tempo gegen einen Zweitligisten so mithalten kann“, lobte Bast.

    Als Holzbachs Trainer Tobias Blatt gerade die Schlussoffensive einläuten wollte, fiel die Entscheidung für Mainz: Nach einem Freistoß von Schimmer staubte Maileen Mößner zum 2:0 ab (75.). „Mößner stand klar im Abseits, ich weiß nicht, warum die Assistentin da nicht gewunken hat“, sagte Blatt. Jedenfalls war der Treffer die Entscheidung, Schott Mainz gewann knapp mit 2:0 und steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals.

    Das Aus tat dem SV Holzbach nicht weh. Trainer Blatt konnte aus der Leistung und dem ganzen Drumherum nur Positives ziehen: „Mehr als 450 Zuschauer – das war, was wir wollten. Ich bin stolz, dass wir für so viele Leute interessant sind. Ich hoffe, das bleibt so.“ Die nächste Gelegenheit gibt es bereits in sechs Tagen in der Liga, wenn für den SV Holzbach im Hunsrückstadion der nächste Kracher steigt: Am Sonntag (14 Uhr) ist Ex-Bundesligist Bad Neuenahr zu Gast.

    Michael Bongard

    SV Holzbach - Schott Mainz 0:2 (0:1)

    Holzbach: Lübken – Wust, Diel, Besant, A. Sauer, Kuhn, Haubrich, Adam, Kliebe (60. Rode), Olbermann (12. Rhein/66. Kreuz), Blatt.

    Mainz: Kunze – Korkmaz, Loeber, Bast, Vinci (76. Beuter), Segawa (85. Kierek), Mößner, Herrmann (59. Gürtler), Schimmer, Loos, Uzungüney.

    Schiedsrichterin: Wiebke Schneider (Gelnhausen); Zuschauer: 453.

    Tore: 0:1 Schimmer (38.), 0:2 Mößner (75.).

    Besonderheiten: Lübken (Holzbach) pariert Foulelfmeter von Schimmer (31.).

    Nächste Aufgabe für Holzbach: am Sonntag (14 Uhr) in Simmern gegen Bad Neuenahr.

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