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    Mainz 05 in Mörschied: Der Rasen muss drei Zentimeter kurz sein

    Drei Wochen noch, dann weht Bundesligaluft durch Mörschied. Der TuS richtet am 11. Juli, um 18.30 Uhr, auf seinem Sportgelände in Zusammenarbeit mit dem TuS Breitenthal das zweite Vorbereitungsspiel des FSV Mainz 05 auf die kommende Saison in der Fußball-Bundesliga aus. Gegner ist Regionalligist TuS Koblenz.

    Sind in drei Wochen in Mörschied zu Gast. Rouven Schröder, der Sportdirektor des FSV Mainz 05 und sein Trainer Sandro Schwarz.  Foto: picture-alliance
    Sind in drei Wochen in Mörschied zu Gast. Rouven Schröder, der Sportdirektor des FSV Mainz 05 und sein Trainer Sandro Schwarz.
    Foto: picture-alliance

    Noch könnte die TuS allerdings nicht gegen die Mainzer antreten. Kurz vor Beginn der Vorbereitung am Donnerstag haben die Koblenzer noch keine komplette Mannschaft zur Verfügung. Neun Spieler stehen bis dato unter Vertrag. Trainer Petrik Sander kann die Momentaufnahme aber nicht schrecken. Gelassen sagt er: „Geduld ist mal wieder gefragt. Wir sind in guten Gesprächen, bis Donnerstag werden wir den einen oder anderen noch verpflichten“, erklärt er.

    Während die TuS also noch auf Spielersuche ist, hat eine Delegation von Mainz 05 schon einmal das Sportgelände des TuS Mörschied besichtigt. Darius Salbert vom Funktionsteam der Nullfünfer schaute sich alles genau an. Schließlich kommt ein Bundesligist nicht einfach so, spielt und fährt wieder nach Hause. Da müssen Massagebänke aufgebaut, Aufwärm-, Spiel- und Auslaufkleidung vorbereitet und Getränke gemixt werden. Deshalb wird Salbert ein paar Stunden früher als die Mainzer Mannschaft anreisen. Zu beanstanden hatte er in Mörschied freilich nichts. Die Anlage ist in einem Top-Zustand. „Die Mainzer waren sehr positiv gestimmt, als sie alles gesehen hatten“, erzählt Jürgen Römer. Der Mörschieder, einst selbst einer der besten Fußballer des Kreises und renommierter Trainer, ist der Sprecher des Organisationsteams, das die Mörschieder und Breitenthaler gebildet haben.

    Römer kennt auch den Vertrag, in dem die Bedingungen stehen, damit die Partie auch angepfiffen werden kann. „Da steht zum Beispiel drin, dass der Rasen genau auf drei Zentimeter Höhe geschnitten sein und vor jeder Halbzeit gewässert werden muss“, lacht er, um dann aber festzuhalten: „Es steht nichts drin, was wir nicht erfüllen könnten. Es ist viel Arbeit, aber wir haben alles im Griff.“ In diesem Zusammenhang lobt Römer das Miteinander der ausrichtenden Vereine. „Der TuS Mörschied und der TuS Breitenthal arbeiten prima zusammen“, sagt er und macht auch keinen Hehl daraus, dass sich beide Vereine der Chance bewusst seien, dass der eine oder andere Euro in ihre Kassen gespült wird. „Dadurch, dass die Begegnung wegen der Kontakte der Firma Bohr zustande gekommen ist, besteht für uns die Chance, das etwas hängen bleibt“, sagt Römer und stellt klar, dass das alles andere als selbstverständlich sei, wenn sich ein Bundesligist die Ehre gibt. „Das kostet normalerweise richtig viel Geld. So viel, dass sich ein normaler Verein fragen muss, ob sich die Partie überhaupt für ihn lohnt“, so Römer. Der TuS Mörschied und der TuS Breitenthal hatten das Glück, dass die Firma Bohr seit vielen Jahren die Mannschaftsbusse des FSV Mainz 05 und der TuS Koblenz stellt und als Vermittler für das außergewöhnliche Spiel aufgetreten ist.

    Beide Klubs sind so in der Lage, die Partie ohne Risiko zu veranstalten. Entsprechend vorsichtig ist auch die Zuschauerkalkulation: „Wenn wir 1500 Zuschauer erreichen, dann sind wir zufrieden“, sagt Römer, um im nächsten Atemzug zu erklären, dass die TuS Koblenz schon 500 Eintrittskarten geordert habe und der FSV Mainz 05 wohl mindestens das gleiche Kontingent anfordern werde. „Die Mainzer wollen auf ihrem Fanfest am 8. Juli kräftig Werbung für das Spiel machen“, erzählt Römer, ehe er die Frage beantwortet, wo denn die Zuschauer-Kapazitätsgrenze in Mörschied liege. „Bei der Eröffnung des Rasenplatzes vor 17 Jahren hat der 1. FC Kaiserslautern hier vor 3000 Zuschauern gespielt. Diese Zahl wäre natürlich auch diesmal möglich“, sagt Römer. Auch genügend Parkfläche sei vorhanden.

    Ein interessantes Spiel dürften die Besucher auf jeden Fall zu sehen bekommen. Schließlich wird der neue Coach des FSV, Sandro Schwarz, jede Vorbereitungspartie nutzen, um seinem Team seine Vorstellungen näherzubringen. Und für Regionalligist TuS Koblenz ist die Begegnung ein perfekter Testlauf für das DFB-Pokalspiel ein paar Wochen später gegen Dynamo Dresden.

    Die Dresdner wissen übrigens, wie perfekt der TuS Mörschied solch eine Partie zu planen weiß, denn 1993 waren sie zu Gast und bestritten einen Tag nach dem Bundesligaspiel in Kaiserslautern ein Testspiel in Mörschied – natürlich auf dem damaligen Hartplatz. Vor 24 Jahren waren Bundesligisten eben noch genügsamer als heutzutage.

    Von unserem Redakteur Sascha Nicolay

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