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Basketball: Sunniva Ferri bei EM in Portugal

Von unserem Reporter Robin Brand

Sunniva Ferri in Aktion: Ab heute spielt die Bad Kreuznacherin mit der deutschen U16-Nationalmannschaft um den EM-Titel der B-Klasse.
Sunniva Ferri in Aktion: Ab heute spielt die Bad Kreuznacherin mit der deutschen U16-Nationalmannschaft um den EM-Titel der B-Klasse.
Foto: Eva Willwacher

Bad Kreuznach/Mathosinhos – Erst 16 Jahre ist die Bad Kreuznacherin Sunniva Ferri alt, trotzdem spielt sie beim ASC Theresianum Mainz bereits in der Zweiten Frauen-Basketball-Bundesliga. Ab dem heutigen Donnerstag tritt sie mit der deutschen U16-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Mathosinhos in Portugal an. Bereits die Nominierung für die EM bezeichnet Ferri als ihren bisher größten Erfolg. Dabei ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht: Nachwuchsbundestrainerin Alexandra Maerz plant bei der EM mit einer Achter- oder Neunerrotation, Sunniva Ferri gehört auf ihrer Forward-Position dazu und kann mit entsprechend vielen Einsatzminuten rechnen.

Das Ziel ist für Ferri klar. Das deutsche Team spielt in der Kategorie B. Mit einem Sieg bei der Euro soll der Aufstieg in die höchste Klasse her. Doch das Feld ist stark: Heute warten die Irinnen, Tip-Off ist um 18.30 Uhr. In den weiteren Vorrundenspielen geht es gegen Dänemark und Gastgeber Portugal. Ferri selbst hat sich im vergangenen Jahr in den engsten Kreis des Nationalteams gespielt und einen steinigen Weg hinter sich. Im Testspiel gegen die starken Französinnen, in dem sie die Topscorerin war, fand er seinen vorläufigen Höhepunkt. Ferri ist ein unverzichtbarer Bestandteil des deutschen Teams geworden.

Los ging ihr Weg dorthin mit dem Sichtungsturnier in Heidelberg im Oktober 2011. "Das war der erste Schritt zu meiner Nominierung", erinnert sich Ferri. Als einzige Rheinland-Pfälzerin schaffte sie es in die Spielgemeinschaft Süd-West aus den besten Basketballerinnen aus Baden-Württemberg, dem Saarland und Rheinland-Pfalz. Bei dem bundesweiten Turnier schafften es die 48 besten Spielerinnen in den Nominierungskader – Ferri gehörte dazu. Es folgte ein Jahr voller Lehrgänge, in denen sie ihr Spiel weiter verbessern konnte und in dem sie sich keine Schwäche leisten durfte. Schrittweise wurden die Kandidatinnen ausgesiebt, bis die finalen 16 feststanden. Ferri schaffte es in die Auswahl.

Angefangen mit dem Basketball hat sie mit etwa neun Jahren. Damals gab es noch kein Mädchenteam in Bad Kreuznach und so trainierte sie mit den Jungs. "Das hat viel ausgemacht, dass sie das ruppige Spiel kennengelernt hat", sagt ihr Vater Sandro Ferri, der auch ihr erster Trainer war. Später schloss sie sich dann den U15 Mädchen in Bad Kreuznach an – mit gerade einmal elf Jahren. Dort arbeitete sie auch erstmals mit Alex Schoch zusammen, ihrem heutigen Coach in Mainz. "Dank ihm kann ich Basketball spielen", sagt Ferri. Mit 13 zog es sie nach Speyer, um bei der U17 mitzutrainieren, die in der weiblichen Nachwuchsbundesliga spielte. Ohne den Rückhalt ihrer Eltern wäre ihr das nicht möglich gewesen. Häufig fuhren sie ihre Tochter zum Training. "Wir haben ein enges Familienleben und das ist auch ein Geheimnis ihres Erfolgs", ist sich ihre Mutter Barbara Ferri sicher.

Vor einem Jahr schließlich wechselte Ferri in die zweite Bundesliga nach Mainz. Dort traf sie auch wieder auf ihren ehemaligen Förderer Schoch. Seitdem trainiert sie fast täglich. Die Arbeit zahlt sich aus. "Am Anfang war es schwer, reinzukommen. Ich war nicht so der Strukturtyp. Aber jetzt bin ich drin", sagt Ferri. Das regelmäßige Spiel auf höchstem Niveau half ihr auch, auf Bundesebene erfolgreich zu sein. Und Ferris Werdegang blieb nicht unentdeckt: Mehrere Klubs bekundeten im Verlauf der Saison ihr Interesse, darunter die Bundesligavereine aus Freiburg und Saarlouis. Für Ferri ist das noch keine Option: "Ich würde nicht für den Sport von Zuhause wegziehen. Ich würde vieles dafür aufgeben, aber nicht alles." Zuerst will sie ihr Abitur machen, im nächsten Jahr kommt sie in die Oberstufe. Für die Zeit danach ist sich einer Sache sicher: "Ich will im Basketball weiterkommen."

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