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    Nachspielzeit von Mirko Bernd: Nur bei Rheinböllens Prognose lagen wir ziemlich daneben

    Weihnachtszeit, Weihnachtszeit, macht euch für das Fest bereit. Wer beruhigt Weihnachten feiern darf von den überkreislich spielenden Hunsrücker Fußballklubs, werden wir heute mal im Schein der bislang angezündeten drei Adventskerzen beleuchten. Und dabei ein wenig in uns gehen, denn wir schauen auch auf unsere Prognosen in "Tempo Tore Titeljagd" zu Saisonbeginn, Und darauf, was aus ihnen vor der Winterpause, die am Sonntag bei den Senioren begonnen hat, geworden ist.

    FC Karbach

    Unsere Prognose (im Wortlaut): Karbach und Regionalliga? Wer die Verantwortlichen beim FC kennt, weiß, dass dieser Plan schon in der

    Schublade liegt. Er wird jedoch frühestens 2018 herausgekramt. Die kommende Runde wird Karbach wieder unter den Top 3 in der Oberliga abschließen, aber zwei Mannschaften werden erneut besser sein als der FC. Allerdings: Auf Regionalliga-Fußball wird man im Hunsrück nicht mehr ewig warten müssen, denn Stillstand gibt es in Karbach nicht. Das hat die Vergangenheit bewiesen. bon

    Der Stand: Karbach ist derzeit Vierter, es sieht demnach so aus, als ob wie prognostiziert tatsächlich am Ende zwei oder sogar drei Teams vor den Hunsrückern stehen könnten, von daher liegt das sehr nah an der Prognose. Allerdings war Karbach lange Erster und es sah ganz anders aus - nämlich nach einer Dominanz des FCK in der Liga. Aber eine Wende kam mit dem Mechtersheim-Spiel, das bekanntlich am Samstag wiederholt wurde und in Zuge dessen Karbach Kräfte gelassen hat. Vor einigen Tagen kam das (vorläufige) Regionalliga-Veto des Vereins, was zumindest darauf hindeutet, dass der fertige Plan noch nicht in der Schublade lag. Zumindest noch nicht in der Form, dass die FC-Verantwortlichen ihn guten Gewissens und ohne Rücksicht auf Verluste umsetzen wollen und können.

    TSV Emmelshausen

    Unsere Prognose: Wenn die Verantwortlichen des TSV Emmelshausen, die schon beim ersten Verbandsliga-Aufstieg 1995 das Sagen

    hatten und lange genug im Geschäft sind, einen 22-Jährigen als Trainer installieren, dann ist man von dieser Lösung voll überzeugt. Das Vertrauen wird Julian Feit rechtfertigen, der TSV geht kein Risiko mit dieser Personalie. Aber es wird natürlich nicht alles perfekt laufen: Emmelshausen ist ein Auf- steiger, der gegen den Abstieg kämpfen wird. Aber der TSV wird drinbleiben - ohne am spielfreien letzten Spieltag zittern zu müssen. Und an dem Tag wird auch noch Julian Feit der Trainer sein. bon

    Der Stand: Der TSV geht als fast sorgenfreier Zwölfter in die Pause. Gibt es nicht mehr als vier Absteiger, sind es schon zwölf Punkte auf die Abstiegszone. Zudem ist Emmelshausen bester Aufsteiger: Windhagen hat vier Punkte weniger, Leiwen 14. Auch das Experiment mit Feit ist gelungen. Nicht zuletzt, weil der sich teils in den Spielen rausgenommen hat und von außen einwirken konnte. Über Spiele in der Reserve machte er sich fit, um helfen zu können, wenn er gebraucht wird. Zudem hat er mit Philipp Rath einen gleich denkenden und fast gleich alten "Co" an der Seite, falls Feit spielt. Auch wenn der TSV-Coach gerne den einen oder anderen Punkt mehr gehabt hätte: Emmelshausen steht gut da, die Prognose dürfte am Ende komplett eintreffen.

    TuS Kirchberg

    Die Prognose: Der TuS Kirchberg wird sich gegenüber der Vorsaison

    steigern und vorne mitmischen: Quantität und Qualität im Kader stimmen, dazu werden sich die vielen Talente in dieser Saison stark entwickeln. Kirchberg landet definitiv unter den Top 3. Aber Meister? Nein, dafür wird dem TuS mindestens ein Puzzleteil am Ende fehlen. bon

    Der Stand: Kirchberg ist Tabellenführer und damit unter den Top 3. Die heißen Metternich, Oberwinter und eben Kirchberg. Und es sieht so aus, als könne der TuS unsere Prognose widerlegen. Die Talente sind stabiler geworden, vor Schwankungen ist die Elf von Trainer Christian Schneider aber noch längst nicht gefeit. Das angesprochene fehlende Puzzleteil könnte nach dem Winter Jonas Heimer sein, der zu einem halbjährigen Auslandsaufenthalt aufbricht. Das war aber zum Zeitpunkt der Prognose nicht klar.

    SG Unzenberg/Sargenroth/Meng.

    Die Prognose: Kaum eine Elf in der Bezirksliga weiß so gut wie Unzenberg, was sie kann, aber auch, was sie nicht kann. Und das, was sie kann, spielt die Elf von Trainer Andreas Auler zum richtigen Zeitpunkt aus - und zwar meist, wenn es darum geht, sich nach der Winterpause schnell den Klassenerhalt zu sichern. Das gelingt auch dieses Mal, denn der Kader ist fast unverändert. Der spielende Co-Trainer Christoph Braun passt ins Team und kann mit seiner individuellen Stärke für das eine oder andere Sahnehäubchen gut sein. Von daher: Unzenberg landet auf einem einstelligen Platz - und zwar auf einem besseren als dem Neunten der Vorsaison. mb

    Der Stand: Einiges ist eingetroffen. Die SG steht auf Platz fünf - und damit sogar klar besser als Platz neun. Christoph Braun hat Unzenberg als Spieler und auch als Trainerergänzung zu Andreas Auler gut getan. Das Team weiß, was es kann - und hat damit ganz starke 32 Punkte geholt. Das aber schon vor der Winterpause, womit weder wir noch einige Unzenberger selbst gerechnet hätten.

    TuS Rheinböllen

    Die Prognose: Was macht Rheinböllen in dieser Saison? Das fragen sich viele. Auch wir. Neu-Trainer Kevin Tost würde Platz acht bis zehn unterschreiben. Aber der wird es nicht mit Blick auf das Tableau. Von den Aufsteigern wird am ehesten Niederburg Probleme bekommen, Elztal und Urmitz wohl nicht. Das heißt: Rheinböllen wird wieder bis zum Schlusszittern. Es wird Platz 12 oder 13. mb

    Der Stand: Beim Team, das mit am schwersten einzuschätzen war, liegen wir derzeit am weitesten weg. Denn der neue Mann Kevin Tost hat es geschafft, eine Mannschaft zu formen, die diesen Begriff verdient hat. und irgendwie jeden mitzunehmen. Der Kader ist klein, aber - das ist auch klar, wenn alle inklusive Rückkehrer Tim Flesch dabei sind - fein. Dennoch steht der TuS viel besser da, als von Laien und Experten vor der Saison vermutet.

    SG Argenthal/Liebsh./Mörschb.

    Die Prognose: Vor einem Jahr prognostizierten wir an dieser Stelle: Die SG wird Fünfter im Quintett der Hunsrück-Teams. Das war falsch. Nur Emmelshausen und Kirchberg lagen vor dem Schwegel-Team. Der TSV ist weg, Kirchberg aber auch heuer einen Tick stärker. Aber Argenthal stabilisiert sich und wird diesmal Siebter. mb

    Der Stand: Argenthal ist Achter, hat aber ein Spiel weniger als der Siebte Vordereifel und auch der Sechste Rheinböllen. Brutto ist also noch was drin, die SG liegt fast wie vorausgesagt. Überraschend kam deshalb der Rücktritt von Trainer Michael Schwegel vor dem letzten Spiel vor der Winterpause. Aber der Rücktritt zeigt auch, dass einfach die Konstanz in den Leistungen fehlt - und deshalb fehlt jetzt auch Schwegel. Es gab einige Hochs wie der Sieg in Kirchberg, aber auch Tiefs wie bei den bitteren Niederlagen gegen Rheinböllen oder Niederburg.

    SG Niederburg/Biebernheim

    Die Prognose: Jan Schink verletzt, katastrophale Testspielergebnisse - Aufsteiger SG Niederburg/Biebernheim ist der Abstiegskandidat Nummer eins. So lautet die Prognose vieler Szenekenner. Aber Vorsicht! Natürlich wird's schwer, aber die SG hat einen Team- und

    Kampfgeist, den nicht viele haben. Damit kann man einige Schwächen kaschieren. Und: Jan Schink ist nach dem Winter wieder dabei. Vielleicht zur rechten Zeit, um Niederburg zur Rettung zu schießen. Darauf wetten sollte man allerdings nicht. bon

    Der Stand: Abstiegskandidat Nummer eins ist Niederburg ganz und gar nicht, dieses Attribut haben sich andere gesichert. Die SG steht als Zwölfter mit 16 Punkten bereits jetzt über dem Strich, nach dem Winter kommt wie angekündigt Jan Schink dazu. Und das offenbar tatsächlich zur rechten Zeit.

    Betrachtet man diese sieben Hunsrück-Klubs als Paket, so bleibt als Gesamtfazit: Sie schlagen sich überkreislich überaus gut - kleine Wackler inbegriffen. So ähnlich geht es auch unseren Prognosen.

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