40.000
  • Startseite
  • » Sport
  • » Fußball
  • » Die Geschichte von viel zu vielen Gegentoren
  • Aus unserem Archiv
    Mainz/Bremen

    Die Geschichte von viel zu vielen Gegentoren

    1980 stieg Werder Bremen ab mit einer gut besetzten Mannschaft und mit dem jungen Thomas Schaaf im Kader. Am Samstag kommt der Klub mit ihm als Trainer zu Mainz 05.

    Thomas Schaaf
    Thomas Schaaf
    Foto: DPA

    Mainz/Bremen - Thomas Schaaf weiß, wie das ist, wenn man mit einer gut besetzten Mannschaft aus der Bundesliga absteigt.

    Das passierte Werder Bremen in der Saison 1979/80 - und damals füllte der heutige Bremer Cheftrainer als 18 Jahre altes Verteidigertalent den Kader auf. Niemand hätte damals auf Werder als Absteiger getippt. Am Ende war das Nordlicht Vorletzter und verabschiedete sich für ein Jahr gemeinsam mit Hertha BSC Berlin und Eintracht Braunschweig in die Zweite Liga.

    Den direkten Wiederaufstieg schaffte der Klub dann mit dem langjährigen Erfolgstrainer Otto Rehhagel, der den Kader nahezu komplett austauschte und in der Aufstiegssaison 1981/82 auf Anhieb Rang fünf schaffte. Der Start der großen Rehhagel-Ära.

    1980 stiegen die Bremer ab mit dem großen Torhüter Dieter Burdenski, mit Manndeckern wie dem riesigen Engländer Dave Watson und dem knochenharten Norbert Siegmann, mit soliden Außenverteidigern wie Karl-Heinz Geils und Jonny Otten, mit einem Mittelfeld um die spielstarken Benno Möhlmann und Jürgen Röber und dem erfahrenen Kar-Heinz Kamp, mit torgefährlichen Stürmern wie Uwe Reinders, Klaus Wunder und Werner Dreßel.

    Noch bis tief in die Rückrunde hinein mochte niemand in Bremen wahrhaben, dass da Abstiegsgefahr besteht. Der junge Trainer Wolfgang Weber war im Februar gefeuert worden. Der noch mal ausgebuddelte Oldie Fritz Langner (geboren am 8. August 1912) scheiterte grandios. Das Hauptproblem: gigantische 93 Gegentreffer.

    Auch aktuell mag in Bremen niemand daran glauben, dass es nach unten hin wirklich eng werden könnte am Ende. Im Moment ist es eng. Drei Punkte nur trennen diese auf einigen Positionen hochkarätig besetzte Mannschaft vom Abstiegsrelegationsplatz. Und Trainer Thomas Schaaf nebst Manager Klaus Allofs, nachweislich überragende Fachleute, machen nicht den Eindruck, als hätten sie den Schlüssel für die nötige Wende schon gefunden.

    Was läuft da schief an der Weser? Auffallend ist die Bremer Defensivschwäche. 42 Gegentore. Das wird nur getoppt vom Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach (50). Die vielen Erfolge unter Schaaf basierten in all den Jahren auf einer hoch stehenden Viererabwehrkette, auf einer extrem laufstarken, eng verschiebenden und aggressiv nach vorne verteidigenden Mittelfeldraute sowie engagiert pressenden Stürmern. Der Gegner geriet in Ballbesitz permanent in Zeit- und Entscheidungsdruck. Dieses System funktioniert nicht mehr. Die mannschafts- und gruppentaktischen Automatismen haben extrem gelitten. Ebenso wie die Bereitschaft zur organisierten und leidenschaftlichen Balljagd.

    Das hängt auch mit dem Personal zusammen. Der Innenverteidigung mit Per Mertesacker und Sebastian Prödl mangelt es an Schnelligkeit. Außenverteidiger Clemens Fritz ist schnell, aber im Aufbau nicht sonderlich spielstark. Linksverteidiger Mikael Silvestre, der mit Manchester United einst alles gewonnen hat, ist nicht schnell und auch nicht stellungssicher. Und im Mittelfeld ist der ins Alter gekommene Torsten Frings der letzte echte Sechser, da fehlt es im Kader auch qualitativ an der nötigen Tiefe. Das Mittelfeld schafft es oft nur noch phasenweise, Kompaktheit herzustellen.

    "Wir hatten im August keine Zeit, wir haben jetzt keine Zeit", erklärte Schaaf auf der Bremer Pressekonferenz vor der Mainz-Partie. "Wir m ü s s e n jetzt Ergebnisse liefern. Das wissen wir."

    Reinhard Rehberg

    Ganz simpler Lösungsansatz: Tore schießenGanz simpler Lösungsansatz: Tore schießen
    Mainz 05
    Meistgelesene Artikel
    Sport-Lokalteile
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige
    Fußball Männer
    Fußball Frauen
    Neuzugang Yuko Aizawa (links; rechts kommt Mitspielerin Angelika Weber einen Schritt zu spät) steuerte zwei Treffer für den SC 13 zum 4:0-Sieg gegen den MSV Duisburg II bei. Foto: Vollrath

    im Rheinland

    - Westerwald

    - Mittelrhein/Mosel

    - Rhein-Lahn

    im Südwesten

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Fußball Mix
    Kapitän Tim Schulz (links) bemühte sich mit seinen Betzdorfer Mitspielern zwar, doch auch gegen Elversberg reichte es am Ende nicht.

    Jugendfußball

    - im Rheinland

    - im Südwesten

    Fußballpokale

    Hallenfußball

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Regionalsport Mix