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Bad Kreuznach

Bauern im Land fahren etwas mehr Gewinn ein

Die Bauern in Rheinland-Pfalz haben nach zwei Krisenjahren wieder etwas mehr Gewinn eingefahren. Trotz des Anstiegs seien die Ergebnisse der landwirtschaftlichen Betriebe aber nach wie vor bescheiden, erklärte die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz anlässlich ihrer Vollversammlung, die in Bad Kreuznach begann. Im Wirtschaftsjahr 2016/2017 haben die Haupterwerbsbetriebe demnach im Schnitt ein Unternehmensergebnis von rund 50.000 Euro erzielt. Im Vorjahr waren es rund 46.000 Euro.

Foto: dpa

„Das hört sich jetzt alles gut an, aber man muss schauen, von welchem Niveau wir kommen“, sagte ein Sachverständiger der Landwirtschaftskammer. Ackerbau- und Futterbaubetriebe sowie Gemischtbetriebe brauchen ihm zufolge 60.000 bis 70.000 Euro, um auf Dauer zu überleben, da sie auch investieren müssen. Im abgelaufenen Betriebsjahr habe sich die Situation vor allem für Milchbauern und Schweinehalter verbessert, beide lägen aber noch weit unter den Zielen. Der Weinbau im Land steht mit einem durchschnittlichen Ergebnis von zuletzt knapp 79.000 Euro besser da.

In den Auswertungen fehlen die Einnahmen durch gewerbliche Aktivitäten wie Übernachtungsgäste und Biogasanlagen. Genau diese Einkommensalternativen hätten in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen, sagte der Präsident der Landwirtschaftskammer, Norbert Schindler, bei der Tagung des Parlaments der Bauern und Winzer. Die Bauern suchen sich zahlreiche neue Einnahmequellen, zum Beispiel Hofläden, Kooperationen mit dem Handel, Vinotheken, Hofcafés, Straußenwirtschaften und Gutsschänken.

Für keine gute Idee hält Schindler das Aufstellen von Fotovoltaikanlagen auf zusätzlichen Dauergrünlandflächen. In einem Korridor von 110 Meter von Autobahnen und Bahnstrecken sei das Aufstellen der Kollektoren nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) schon möglich, weil dort der Raum als belastet gilt. Eine weitere Öffnung lehnt er ab, weil das erhebliche Einflüsse auf die regionalen Bodenmärkte habe. Die Pachtpreise stiegen dadurch, meinte Schindler. Aber schlussendlich profitierten davon nicht die Menschen auf dem Land, sondern die Konzerne und Planungsbüros.

Wirtschaft
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