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    Bad Kreuznach

    Weinkenner probieren und diskutieren in Bad Kreuznach: Entsäuerung das große Weinprobenthema

    Stehvermögen verlangt die große Fachweinprobe im Rahmen der Wintertagung, an der an zwei Tagen über 500 Weinkenner teilnehmen.

    Kellermeister Rainer Gies (links) schenkt einen Probenwein aus. Das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, im Volksmund immer noch die Weinbauschule, hatte mit dem Jahrgang 2010 viel Arbeit, gewann durch die unzähligen Varianten aber auch einen reichen Erfahrungsschatz für kommende Jahre.
    Kellermeister Rainer Gies (links) schenkt einen Probenwein aus. Das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, im Volksmund immer noch die Weinbauschule, hatte mit dem Jahrgang 2010 viel Arbeit, gewann durch die unzähligen Varianten aber auch einen reichen Erfahrungsschatz für kommende Jahre.
    Foto: Armin Seibert

    Für die Winzer ist wichtig, welche Erkenntnis von den Bakterienstämmen bis zum Rebschnitt in ihren Betrieb zu übernehmen sind. Da geht es um Arbeitsersparnis durch vollautomatische Traubensortierung oder darum, wann, wie und womit entsäuert werden kann. Die Weinprobe wird somit für viele zum Herzstück der Wintertagung.

    Im Jahrgang 2010 ist sogar der Versuchswein knapp. Bei der großen Fachweinprobe der 55. Wintertagung merkte Probenleiter Udo Bamberger halb ernsthaft an, die Probenteilnehmer könnten sich ja bei den Spitzenweinen schadlos halten. Zwei trockene Rieslinge lieferte Elmar Schauß (Monzingen), zwei liebliche kamen von Harald Hexamer (Meddersheim), und zwei Burgunder (früh und spät) steuerte Martin Reimann (Windesheim) bei. Die mit Staatsehrenpreisen geadelten Weine zeigen, dass die Nahe mit Recht in der Spitze zu finden sind.
    So weit kämen die Versuchsweine nicht, auch wenn es mehr als nur eine Korbflasche davon gäbe.
    Interessante Ergebnisse dank Minimalschnitterziehung lieferte Oswald Walg. Dabei wird der Rebschnitt per Laubschneider vorgenommen und dann ausgedünnt. Höhere Mostgewichte und bessere Traubengesundheit wirken sich auch im Glas positiv gegenüber herkömmlichem Rebschnitt in gleicher Lage aus. Beim Rotwein war auch die Farbausbeute besser.
    Was unter optischer Traubensortierung zu verstehen ist, zeigte Michael Lipps (Bockenau, Leiter der Kellerwirtschaft am DLR Mosel), in einem kleinen Film. Grüne und braune Beeren werden getrennt. Was aus gesundem und faulem Lesegut im Fass wird, kann man im Glas schmecken. Die Sortiertechnik ist noch entwicklungsfähig, auch gelbe hochreife Beeren kann man herauslesen.
    Die angehenden Techniker Ralf Listmann (Dorn-Dürkheim) und Matthias Mertes (Minheim/Mosel) befassten sich mit dem großen Kellereithema dieses Herbstes: Entsäuerung. Listmann stellte sechs Rieslingweine vor, die in unterschiedlichen Stadien (Most oder Wein) mit unterschiedlichen Verfahren entsäuert wurden. Die Unterschiede waren frappierend. Udo Bamberger warnte in Anbetracht eines mit Kalk entsäuerten Weines: „Nicht zu tief gehen! Man kann Weine auch kaputtentsäuern. Nach einem halben Jahr ist der gar nicht mehr da.“ Es werde in diesem Jahrgang daher noch einige unliebsame Überraschungen geben.⋌ as

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