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    Mittelrhein

    Trotz Buga-Euphorie: Verteilschlüssel auf Kommunen löst Diskussion aus

    Die Begeisterung für eine Buga 2031 war nach den beiden Präsentationen des Entwurfs der Machbarkeitsstudie auf den Fahrgastschiffen von Koblenz nach Rüdesheim und umgekehrt ungebrochen. Dass es neben der Euphorie auch Diskussionsbedarf gibt, nachdem die ersten Pläne für Veranstaltungsflächen und Finanzierung vorgestellt wurden, ist für DBG-Geschäftsführer Jochen Sandner normal: „Alles andere hätte mich eher gewundert.“

    Foto: RZ

    Der Vorsteher des Welterbe-Zweckverbandes und Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, Frank Puchtler (SPD), freut sich, dass das Projekt Schwung aufgenommen hat: „Wir haben viele Ideen entwickelt, und herausgekommen ist eine tolle Studie mit guten Ansätzen. Wichtig ist, dass wir weiter unsere gemeinsame Chance sehen – für alle Menschen, die im Tal leben.“

    Lokale Projekte machen noch mehr Sinn

    Als „nach wie vor großer Fan der Buga-Idee“ sieht sich auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Werner Groß (CDU): „Angesichts der tollen Präsentation kann ich dem Planungsteam nur sagen: Weiter so!“ Laut Groß hat schon die Anerkennung als Welterbe im Jahr 2002 zu zahlreichen Investitionen im Tal geführt. Nicht zuletzt wird derzeit die Felsspitze auf dem Loreley-Plateau für mehr als 6 Millionen Euro in einen Kultur- und Landschaftspark umgestaltet: „Dieses Projekt kann zwar auch für sich allein stehen, aber es macht im Hinblick auf eine Buga 2031 noch mehr Sinn.“

    Ungerecht verteilt?

    Der Bopparder Stadtbürgermeister Walter Bersch, der das Buga-Projekt ebenfalls weiterhin unterstützt, äußerte jedoch Kritik am Verteilungsschlüssel für den Anteil der Kommunen an den Buga-Kosten. Die für Bersch in ihrer Gesamtheit unstrittige Beteiligung in Höhe von 14,4 Millionen verteilt sich derzeit auf die Kommunen anhand eines Schlüssels, der für die Beiträge zum Welterbe-Zweckverband verwendet wird. Dieser richtet sich prinzipiell nach der jeweiligen Anzahl an Einwohnern, die innerhalb des Welterbegebietes leben. Allerdings, so Bersch, seien die Städte Boppard und Bingen seinerzeit bereit gewesen, ihre gesamte Einwohnerzahl einzubringen, um zu einer Finanzierungslösung zu kommen. Und dies, obwohl Bopparder Stadtteile sich weit außerhalb bis zur Moselseite hinziehen und auch Teile der Stadt Bingen nicht zum Welterbe gehören. In Koblenz dagegen sei die Messzahl auf die Welterbekulisse beschränkt. „Beim Mitgliedsbeitrag fällt das nicht so ins Gewicht, aber bei der Finanzierung einer Buga schon“, sagte Bersch.

    Alternative Modellrechnungen

    Bis zur Versammlung des Zweckverbandes am 28. November werden die Planer deshalb auch alternative Modellrechnungen vorstellen. Darin soll beispielsweise auch die touristische Wirtschaftskraft anhand von Übernachtungszahlen eingerechnet werden. aj

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