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    Schmuggelte Lkw-Fahrer kiloweise Kokain?

    Rhein-Hunsrück - Im Rhein-Hunsrück-Kreis mimte er den ehrlichen Lastwagenfahrer – aber in den Niederlanden, wenige Kilometer hinter der Grenze, wurde er zum internationalen Drogenkurier: Das zumindest wirft die Staatsanwaltschaft Koblenz dem ehemaligen Mitarbeiter (44) einer Spedition aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis vor.

    Schmuggelte Lkw-Fahrer kiloweise Kokain?
    Schmuggelte Lkw-Fahrer kiloweise Kokain?
    Foto: dpa

    Rhein-Hunsrück - Im Rhein-Hunsrück-Kreis mimte er den ehrlichen Lastwagenfahrer – aber in den Niederlanden, wenige Kilometer hinter der Grenze, wurde er zum internationalen Drogenkurier: Das zumindest wirft die Staatsanwaltschaft Koblenz dem ehemaligen Mitarbeiter (44) einer Spedition aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis vor. Der Mann, der zuletzt in Koblenz wohnte, soll 2009 gut 8 Kilogramm Kokain nach Großbritannien gebracht und dafür mindestens 12.000 Euro kassiert haben. Jetzt steht er wegen Beihilfe zum illegalen Drogenhandel in acht Fällen vor dem Landgericht Koblenz. Ihm droht eine lange Haftstrafe.

    Am ersten Prozesstag sagte der Angeklagte kein Wort – weder zu den Tatvorwürfen noch zu seiner Person. Er ist Deutscher, stammt jedoch aus Afrika. Ein Dolmetscher übersetzte ihm im Gerichtssaal jedes Wort ins Englische.

    So ging der 44-Jährige laut der Anklageschrift vor: Er fuhr von Ende Juni bis Anfang September 2009 achtmal mit dem Lastwagen nach Großbritannien. In Amsterdam traf er einen Kontaktmann, der ihm jeweils 1 bis 1,4 Kilogramm Kokainpulver in kleinen Päckchen übergab. Mit dieser illegalen Fracht fuhr der Mann weiter über Belgien und Frankreich nach Großbritannien. Die Polizei hörte im Tatzeitraum seine Telefonate ab. Nach seiner letzten Kurierfahrt wurde er in Großbritannien festgenommen. Dort verbrachte er bereits viele Monate im Gefängnis. Dann wurde er nach Deutschland ausgeliefert. Seit Januar sitzt er in Koblenz in Untersuchungshaft.

    Es wird voraussichtlich ein langer Prozess. Das Gericht unter Vorsitz von Richterin Monika Fay-Thiemann hat bereits acht weitere Verhandlungstage anberaumt. Der nächste findet am 16. Juli statt. Dann sollen Mitarbeiter des niedersächsischen Landeskriminalamtes berichten, wie sie dem mutmaßlichen Drogenkurier auf die Schliche kamen. Hartmut Wagner

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