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RKK: „Revolution“ hat vorerst Pause

Dieser Schuss ging nach hinten los: Bei den Rheinischen Karnevals-Korporationen (RKK) scheiterten die Gegner der Verbandsführung mit ihrem Plan, den amtierenden Präsidenten schnellstmöglich abzulösen. Sie müssen jetzt sogar harte Strafen akzeptieren.

Die in der „RKK-Liga“ zusammengeschlossene Opposition gegen den Vorstand der Rheinischen Karnevals-Korporationen ist mit ihrem Antrag gescheitert, schnellstmöglich eine Neuwahl des Vorstands durchzusetzen. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung wird es nicht geben, Präsident Peter Müller bleibt im Amt.

Das Scheitern der „Liga“ ist nicht der einzige Paukenschlag der jüngsten Präsidiumssitzung. Der bereits als künftiger Präsident gehandelte Bezirksvorsitzende Wolf-Dieter Tigges musste ebenso wie sein Amtskollege Alexander Siemer-Simon mit sofortiger Wirkung sein Amt abgeben – und damit den Sitz im Präsidium. Ein Ausschlussantrag war nach geheimer Abstimmung mit überraschend großer Mehrheit angenommen worden.

Die „Liga“ ist entsetzt und verkündete via Internet, dass die Kritiker für ihre freie Meinungsäußerung bestraft wurden. „Der Vorstand lässt sich nicht von einigen wenigen Funktionären für deren persönliche Profilierungswünsche missbrauchen“, hält Präsident Müller dagegen. Ihm dürfte allerdings klar sein, dass die Abwahl ein symbolischer Akt war, weil das Präsidium vor der Jahreshauptversammlung nur noch einmal tagt. Am 16. Oktober sollen dann bei der RKK-Jahreshauptversammlung in Wirges die Karten neu gemischt werden. „Präsident und Vorstand wurden bei der jüngsten Versammlung gestärkt“, ist Pressesprecher Franz-Josef Wüst dennoch überzeugt – zumal es dem amtierenden Vorstand gelungen ist, vakante Posten mit jungen Akteuren zu besetzen, die langfristig planen. Dazu gehören die neuen Geschäftsführer Ute Erfurt (41) aus Urmitz und Sebastian Müller (21) aus Bad Ems. Neuer Schriftführer ist Daniel Marx (23) aus Idar-Oberstein. Die vakanten Posten von Bezirksvorsitzenden sollen im Oktober besetzt werden. Es bleibt nun die Frage, wie die „Liga“ reagiert. Die „Revolution“ wurde wohl nur aufgeschoben. (ka)

Rheinland-Pfalz
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