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    Pro Rheintal will Druck erhöhen

    Die Bürgernetzwerk Pro Rheintal ist enttäuscht von den Ergebnissen des Bahn-Gipfels in Mainz. Die Initiative habe gehofft, dass sich der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) bei dem Treffen mit Bahnchef Rüdiger Grube stärker gegen den zunehmenden Lärm im Mittelrheintal zur Wehr setze.

    Die Menschen am Mittelrhein hoffen, dass sich in Sachen Bahnlärm endlich etwas tut. Dafür kämpft das Bürgernetzwerk Pro Rheintal. Große Hoffnungen ruhten auf dem Bahn-Gipfel in Mainz. Doch von den Ergebnissen ist das Bürgernetzwerk enttäuscht.
    Die Menschen am Mittelrhein hoffen, dass sich in Sachen Bahnlärm endlich etwas tut. Dafür kämpft das Bürgernetzwerk Pro Rheintal. Große Hoffnungen ruhten auf dem Bahn-Gipfel in Mainz. Doch von den Ergebnissen ist das Bürgernetzwerk enttäuscht.
    Foto: dpa

    Mittelrhein. Die Bürgernetzwerk Pro Rheintal ist enttäuscht von den Ergebnissen des Bahn-Gipfels in Mainz. Die Initiative habe gehofft, dass sich der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) bei dem Treffen mit Bahnchef Rüdiger Grube stärker gegen den zunehmenden Lärm im Mittelrheintal zur Wehr setze. Das angekündigte Maßnahmenpaket könne nur wirksam werden, wenn eine Umrüstung aller Güterwaggons schnell erfolge, so der Vorsitzende von Pro Rheintal, Frank Gross.

    „Bahnchef Grube hat es bis heute nicht für notwendig befunden, sich einmal ein Bild von der tatsächlichen Situation im Rheintal zu machen“, verdeutlicht Gross. Die Aussage des Bahnchefs, er sei inkognito tagsüber und auch nachts hier gewesen, sei so glaubhaft wie die Forderung nach einer ganzheitlichen Lösung. Grube ignoriere, dass die Menschen im Rheintal bereits seit 20 Jahren Versprechen vorgesetzt bekommen. Doch de facto sei es nicht leiser, sondern lauter geworden. Auch jetzt würden Milliarden am Oberrhein, im Bereich Bonn-Bad Godesberg und am Niederrhein verplant und verbaut, um noch mehr Güterverkehr an den Rhein zu bringen. Demgegenüber würde für den Lärmschutz so gut wie nichts getan, kritisiert Pro Rheintal.

    Mit Aussagen wie „Wir wollen den Lärm bis 2020 gegenüber 2000 halbieren“ versuche man den Leuten Sand in die Augen zu streuen. Im Mittelrheintal sei die Bahn im Dauerschallpegel um 25 bis 35 Dezibel zu laut. Die derzeit abgestrahlten Lärmpegel von mehr als 100 Dezibel lassen alle bisherigen und zukünftigen Projekte vor Ort unwirksam und zur grauen Theorie werden, ist sich Pro Rheintal sicher. Das Obere Mittelrheintal, so der Pro-Rheintal-Vorsitzende Gross, ist Europas Lärmbrennpunkt Nummer eins und die Menschen würden in einer Art und Weise Lärmemissionen ausgesetzt, die mit dem Grundgesetz nicht mehr vereinbar sind. Das ist laut Aussage von Medizinern Körperverletzung. Der systematische Rückbau der Fernverkehrsverbindungen auf der Rheintalstrecke und der dafür zunehmende Gütertransitverkehr entkoppelten das Land zunehmend von den schnellen Bahnverbindungen und vom Tourismus. Immer weniger Menschen sehen das Rheintal vom Zug aus, was früher die beste Werbung war.

    Die Multibranche Tourismus mit Umsatzeffekten bei Zulieferern, Handel, Handwerk und Dienstleistungen würde dadurch in Europas natürlichem „Disneyland“, das eines der Tourismuszentren dieser Welt sein könnte, nicht einmal ein Zehntel des Umsatzes machen, den sie ohne Bahnlärm machen könnte.

    Wohlstand und Arbeitsplätze seien verspielt, weil die Bahn mit zunehmendem Transitverkehr ihre externen Kosten wie Lärm, Werteverfall bei Immobilien, Umsatzausfälle in Gewerbe, Dienstleistung und Tourismus, hier im Land abladen dürfe, ohne dass es dafür eine Gegenleistung gebe und ohne dass man sich dagegen zur Wehr setze. Profitieren würden die Seehäfen, die Transportfirmen und einige große Konzerne. Damit müsse endgültig Schluss sein und Land, Kreise und Kommunen sollten sich jetzt auf eine Strategie einigen, die nicht technische Lösungen vorgibt, sondern den notwendigen Druck aufbaut, damit etwas passiert.

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