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Mai-Kundgebungen im Land: DGB kritisiert Minijobs und Leiharbeit

Rheinland-Pfalz/Koblenz – Traditionell haben die Gewerkschaften am 1. Mai zu Kundgebungen geladen. Bei der zentralen DGB-Veranstaltung in Rheinland-Pfalz prangerte Landesvorsitzender Muscheid in Koblenz die Verbreitung von Leiharbeit und Minijobs an. Der rheinland-pfälzische Arbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) betonte in Trier die Bedeutung starker Gewerkschaften.

Rheinland-Pfalz/Koblenz – Traditionell haben die Gewerkschaften am 1. Mai zu Kundgebungen geladen. Bei der zentralen DGB-Veranstaltung in Rheinland-Pfalz prangerte der Landesvorsitzende Dietmar Muscheid in Koblenz die Verbreitung von Leiharbeit und Minijobs an.

Bei der zentralen DGB-Kundgebung zum 1. Mai in Rheinland-Pfalz hat der Landesvorsitzende Dietmar Muscheid in Koblenz die Verbreitung von Leiharbeit und Minijobs angeprangert. "Am Arbeitsmarkt ist vieles nicht mehr in Ordnung", sagte Muscheid am Mittwoch.

Leiharbeit und Minijobs müssten wieder die Ausnahme werden. "Wir wollen unbefristete, vernünftig bezahlte Arbeit, von der Menschen auch leben können." Muscheid kritisierte in Koblenz zudem die ablehnende Haltung der Bundesregierung zu einem NPD-Verbotsverfahren.

Nach Polizeiangaben waren rund 500 Menschen zu der Kundgebung gekommen.

Der rheinland-pfälzische Arbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) betonte in Trier die Bedeutung starker Gewerkschaften. In der sich wandelnden Arbeitswelt von heute brauche es weiterhin starke Gewerkschaften. Sie setzten sich dafür ein, dass der Wandel "nicht zulasten guter und fairer Arbeitsbedingungen" gehe.

"Es darf nicht sein, dass die Arbeitnehmer als reiner Kostenpunkt in der Bilanz der Unternehmen angesehen werden, der gering gehalten und mitunter noch gedrückt werden soll", sagte er bei einer DGB-Kundgebung in Trier.

Heute bestimmten technologischer Fortschritt und internationaler Wettbewerbsdruck den Arbeitsalltag. Bei der Mitgestaltung der Arbeitswelt müsse in einem zusammenwachsenden Europa auch über Landes- und Bundesgrenzen hinweg geschaut werden.

"Der Wettbewerb hört nicht an den Grenzen zu unseren europäischen Nachbarn auf", sagte der Minister. "Deshalb müssen wir uns für ein "Soziales Europa" stark machen." Soziale Mindeststandards etwa für Löhne, soziale Sicherungssysteme, Arbeitnehmerrechte oder Mitbestimmung müssten etabliert werden. Dabei gelte es dafür zu sorgen, die guten Standards in Deutschland nicht auszuhöhlen.

Rheinland-Pfalz
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