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    Klöckner will Offensive für den ländlichen Raum: Wie der Hausärztemangel gelöst werden soll

    Julia Klöckner, Chefin der CDU-Landespartei und der Landtagsfraktion, will die Lebensqualität in ländlichen Regionen stärker in den Fokus ihrer politischen Arbeit rücken. Daher wirbt sie in einem Positionspapier für eine „Offensive Ländlicher Raum“. Ihre inhaltliche Positionsbestimmung liegt unserer Zeitung exklusiv vor.

    Julia Klöckner will eine „Offensive Ländlicher Raum“ starten.
    Julia Klöckner will eine „Offensive Ländlicher Raum“ starten.
    Foto: dpa

    An erster Stelle steht für sie – wenig überraschend – das Thema ärztliche Versorgung, also die Landärzte. „Die Arztversorgung wird die zentrale Frage sein, ob für Bürger der ländliche Raum lebenswert ist“, erklärt sie. Die aussterbenden Landarztpraxen sind schon lange Thema in der Landespolitik, ebenso die Schwierigkeiten, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen auf dem flachen Land zu erhalten.

    Eckpunkte der Klöckner-Initiative zum ländlichen Raum: Der Bund soll den Aufbau „Ärztlicher Versorgungszentren“ fördern. Zugleich tritt die Christdemokratin dafür ein, dass die Zentrale Vergabestelle für Studienplätze (ZVS) die Interessen ländlicher Regionen bei der Vergabe von Studienplätzen im Fach Medizin besonders berücksichtigt. Klöckner glaubt, dass der geltende Numerus clausus (NC) für das Medizinstudium zu hoch ist. „Es gibt die künstliche Verknappung durch einen unrealistischen NC (der Note) 1,0“, meinte sie jüngst.

    Weitere Punkte der CDU-Initiative: Das Land soll Stipendiumprogramme für Medizinstudenten auflegen, die sich verpflichten, später als Hausarzt aufs Land zu gehen. Ein Thema, das die CDU früher schon adressierte. Zudem will Klöckner mehr Telemedizin, eine „ehrliche Bestandsaufnahme“ des Sanierungsstaus der Kliniken sowie eine gezieltere Förderung der ärztlichen Versorgung ländlicher Regionen. Auf den Prüfstand kommen die Investitionsförderung und das Baurecht. Dünner besiedelte Gebiete machten möglicherweise „Abweichungen, Sonderregelungen und Öffnungsklauseln“ nötig, so Klöckner.

    Schließlich schlägt sie eine Dezentralisierungsstrategie vor. Sie soll weniger Bürokratie und Verwaltung nach sich ziehen. Behörden, Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen würden demnach bewusst auf dem Land angesiedelt. Nach der Bundestagswahl will CDU-Bundesvize Klöckner deshalb eine Kommission zur „Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse“ anstoßen. Dietmar Brück

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