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    Hintergrund: So verliert ein Bischof sein Amt

    Ein Bischof der katholischen Kirche kann nicht eigenmächtig zurücktreten. Er braucht dafür immer auch die Zustimmung des Papstes.

    Ein Bischof der katholischen Kirche kann nicht eigenmächtig zurücktreten. Er braucht dafür immer auch die Zustimmung des Papstes. Foto: dpa
    Ein Bischof der katholischen Kirche kann nicht eigenmächtig zurücktreten. Er braucht dafür immer auch die Zustimmung des Papstes.
    Foto: dpa

    Wenn ein Bischof unhaltbar geworden ist, gibt es drei Möglichkeiten: die Absetzung, die erzwungene Amtsenthebung und den freiwilligen Amtsverzicht.

    Die Absetzung ist eine schwere Strafe und kommt so gut wie nie vor. Der Kodex des kanonischen Rechts nennt als möglichen Grund die Straftat eines Kirchenvertreters. Eine Amtsenthebung ist in der Regel nicht als Strafe gedacht. Ein möglicher Grund hierfür wäre zum Beispiel gegeben, wenn ein Bischof öffentlich erklärt, dass er vom Glauben abgefallen ist. Der Kodex des kanonischen Rechts schreibt vor, dass in diesem Fall die katholische Kirche den ehemaligen Bischof "eine angemessene Zeit lang" versorgen muss. Papst Benedikt XVI. hatte in März und Mai 2011 zwei Bischöfe aus der Republik Kongo und Australien ihrer Ämter enthoben. Während der Kongolese Jean-Claude Makaya Loemba nach Angaben von Radio Vatikan seine Diözese "in finanzieller Hinsicht mangelhaft verwaltet" haben soll, sprach sich der Australier William Martin für die Ordination von Frauen und verheirateten Männern aus.

    Ein freiwilliger Verzicht ist die mildeste Form, wie ein Bischof sein Amt verlieren kann. Der Kodex des kanonischen Rechts nennt keinen konkreten Anlass für einen Amtsverzicht, legt aber fest: Ein Bischof, der aus "schwerwiegendem Grund nicht mehr recht in der Lage ist, seine Amtsgeschäfte wahrzunehmen, ist nachdrücklich gebeten, den Amtsverzicht anzubieten". Erst im August hatte Papst Franziskus das Rücktrittsangebot der beiden slowenischen Erzbischöfe angenommen. Ein zurückgetretener Bischof bleibt aber Bischof - statt Diözesanbischof ist er dann nur noch Titularbischof ohne eigenes Kirchengebiet.

    Der Papst kann einen Bischof auch versetzen. In diesem Fall würde der Oberhirte aber weiter seine bisherigen Bezüge behalten, bis er offiziell in sein neues Amt eingeführt wurde.

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