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Mainz

Diebe, die am Tatort einschlafen: Die kuriosesten Polizeieinsätze in Rheinland-Pfalz 2015

dpa

Einbrecher, die sich selbst überführen. Männer, die sich aus Versehen fesseln. Diebe, die am Tatort einschlafen. Auch 2015 ist die Polizei in Rheinland-Pfalz zu denkwürdigen Einsätzen gerufen worden. Eine Auswahl:

- Manch einer ist auf der Autobahn zu schnell, doch in diesem Fall galt das Gegenteil: Auf Höchsttempo 25 brachte es der Krankenfahrstuhl eines Mannes, den die Polizei auf der Autobahn A6 aus dem Verkehr zog. Der 53-Jährige habe sich verfahren, sagte er den Beamten. Für den Mann war die Fahrt damit beendet. Mit seinem Einverständnis wurde der Krankenfahrstuhl abgeschleppt. Er selbst wurde von Verwandten abgeholt.

- Ein Selbstversuch mit Handschellen ist für einen 25-Jährigen in der Pfalz gründlich schiefgegangen. Mit gefesselten Händen suchte der Mann Hilfe auf einer Polizeiwache in Lauterecken. Er habe das Fesselwerkzeug gerade in einem Spielwarenladen gekauft, um es seiner Freundin zu schenken, erzählte der Mann. Leider sei ihm zu spät aufgefallen, dass man ihm im Laden die Schlüssel nicht mitgegeben habe. Das Angebot, ihn mit einer Zange zu befreien, schlug der Mann aus, weil er Schäden an dem Spielzeug befürchtete. Er wolle seiner Freundin den Spaß nicht verderben und frage lieber in dem Laden nach einem passenden Schlüssel, sagte er und verschwand. Ob er dort Hilfe fand, war der Polizei nicht bekannt. Man hoffte es dort aber für ihn – denn am Wochenende habe noch ein Treffen mit den künftigen Schwiegereltern angestanden.

- Ein 27-Jähriger aus Kaiserslautern ist offenbar beim Diebstahl eines Autoradios im Auto eingeschlafen und wurde von der Besitzerin des Wagens überrascht. Die Frau rief die Polizei. Obwohl das Radio bereits fachgerecht ausgebaut war, beteuerte der 27-Jährige seine Unschuld und gab an, er habe nur einen Schlafplatz gesucht.

- Zwei Katzen haben in einer Wohnung in Kaiserslautern den Fernseher eingeschaltet und so laut gestellt, dass ein Nachbar die Polizei rief. Die Tiere seien wahrscheinlich über die Fernbedienung gelaufen, berichteten die Beamten. Ein Nachbar hatte die Ordnungshüter gerufen, nachdem der Fernseher stundenlang extrem laut zu hören war. Die Beamten erfuhren, dass die Bewohnerin gar nicht zu Hause war. Sie öffneten die Tür und entdeckten die beiden tierischen Ruhestörer.

- Beim Postholen ist eine 28-jährige Frau in Grünstadt mit dem Arm im Schlitz ihres Briefkastens steckengeblieben und musste von der Polizei befreit werden. Mit der anderen Hand habe sie via Handy um Hilfe rufen können, berichtete die Polizei. Die Beamten hoben die Frau hoch, so konnte sie den Arm herausziehen. Sie hatte versucht, ohne Schlüssel einen Brief aus dem Kasten zu ziehen. Den Polizisten versprach sie, sich das nächste Mal an den herkömmlichen Weg zu halten und den Briefkasten aufzuschließen.

- Ein Einbrecher hat seinen Ausweis in einem Haus in Alzey verloren und die Polizei so auf seine Spur gebracht. Obwohl die Bewohner zu Hause waren und schliefen, war der 32-Jährige in das Haus eingestiegen. Er packte Diebesgut und mehrere Tausend Euro ein und fuhr mit dem Wagen der Familie davon, wie die Polizei berichtete. Die Beamten fanden in der Wohnung des Mannes schließlich die Beute – „wohlverwahrt im Schrank“. Das abgestellte Auto wurde ebenfalls entdeckt. Der Mann räumte die Tat nach Angaben der Polizei ein.

- Ein liebestoller Mann hat in Speyer die Polizei in ein Bordell gerufen. Der 30-Jährige hatte sich nach eigenen Angaben unsterblich in eine Prostituierte verliebt. Er habe die Beamten um Hilfe gebeten, um „seine Frau“ aus dem Bordell zu befreien, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei konnte dem Verliebten allerdings nicht helfen: Die Gefühle seien trotz einer gemeinsam verbrachten Nacht einseitig geblieben, sagte der Sprecher.

- Eine mutmaßliche Diebin ist in Kaiserslautern dank des Handys ihres Opfers verraten worden. Eine 26-jährige Frau hatte Handy und Portemonnaie in einem Linienbus vergessen, eine 53-Jährige nahm die Sachen nach Angaben der Polizei an sich und wechselte rasch den Sitzplatz. Dem Busfahrer sei dies aufgefallen. Als wenige Minuten später die 26-Jährige wieder zugestiegen sei und nach ihren Sachen gefragt habe, habe der Mann die 53-Jährige angesprochen. Diese habe den Diebstahl aber zunächst nicht gestanden. Die bestohlene Frau und der Busfahrer wählten daraufhin die Nummer des vermissten Handys – das dann in der Jackentasche der 53-Jährigen klingelte.

Rheinland-Pfalz Extra
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